{"id":49101,"date":"2010-01-06T05:03:58","date_gmt":"2010-01-06T04:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=49101"},"modified":"2010-01-06T08:04:04","modified_gmt":"2010-01-06T07:04:04","slug":"der-arbeitsmarkt-im-jahr-2009-krise-erschuettert-den-regionalen-arbeitsmarkt-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=49101","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt im Jahr 2009 &#8211; Krise ersch\u00fcttert den regionalen Arbeitsmarkt nicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bad Hersfeld. <\/strong>Nach rund einem Jahr Wirtschaftskrise zeigt sich der Arbeitsmarkt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig robust. &#8220;Die pessimistischen Jahresprognosen sind gl\u00fccklicherweise nicht eingetreten. Die Arbeitslosenzahl ist nicht in dem Ma\u00dfe gestiegen wie erwartet. Ma\u00dfgeblich beteiligt an dieser Entwicklung ist die Kurzarbeit, die immer noch stark besch\u00e4ftigungssichernd wirkt. Ebenso ist die Zahl der Menschen in Qualifizierungsma\u00dfnahmen h\u00f6her als im Vorjahr&#8221;, erkl\u00e4rt Matthias Oppel, Leiter der Bad Hersfelder Arbeitsagentur.<!--more--><\/p>\n<p>Im Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen entgegen dem sonst \u00fcblichen Trend sogar gesunken. Zum Stichtag waren im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Altkreis Eschwege) 6117 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 322 Arbeitslose weniger als noch im November. Erstmals in 2009 wurde auch der Vorjahreswert unterschritten. Im Dezember 2008 waren noch 86 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 6,8 Prozent. &#8220;Auch im Dezember konnte die Krise den regionalen Arbeitsmarkt nicht ersch\u00fcttern&#8221;, freut sich der Agenturleiter. &#8220;Aufgrund des eher milden Klimas sind die sonst \u00fcblichen saisonalen Entlassungen in den Au\u00dfenberufen bis zum Stichtag der Statistik ausgeblieben&#8221;, kommentiert Oppel die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung.<\/p>\n<p>Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien jedoch im Vergleich der Jahreszahlen zu erkennen. Im Jahresdurchschnitt 2009 waren im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld 6974 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent. Im Jahr 2008 lag die Arbeitslosenquote bei durchschnittlich 7,2 Prozent oder 6529 arbeitslosen Personen.<\/p>\n<p>Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen ist somit im Vergleich zum Vorjahr um 445 Personen angestiegen. Hiervon sind \u00fcberwiegend M\u00e4nner betroffen. Gegen\u00fcber dem Vorjahr stieg ihre Arbeitslosenzahl stetig an. Im Dezember waren mehr als die H\u00e4lfte aller Arbeitslosen im Agenturbezirk M\u00e4nner. Demgegen\u00fcber sank die Zahl der arbeitslosen Frauen im Vorjahresvergleich dauerhaft.<\/p>\n<p>Die Jugendarbeitslosigkeit konnte im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11 Prozent gesenkt werden. Im Dezember waren 585 J\u00fcngere unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, das waren 132 Personen weniger als noch im November. Allerdings hat die Krise auch bei dieser Personengruppe Spuren hinterlassen. Im Jahresdurchschnitt waren 865 junge Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 14 Prozent mehr als noch im Jahr 2008.<\/p>\n<p><strong>Kurzarbeit <\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Die Kurzarbeit hat sich als arbeitsmarktpolitisches Instrument in der Krise sehr bew\u00e4hrt&#8221;, erkl\u00e4rt Matthias Oppel. &#8220;Sie ist nicht teurer als die Arbeitslosigkeit, h\u00e4lt aber die Menschen an ihren Arbeitsstellen und garantiert den Firmen, im Aufschwung \u00fcber gen\u00fcgend qualifiziertes Personal zu verf\u00fcgen&#8221;, so Oppel weiter. Im Dezember haben 19 Betriebe f\u00fcr 292 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt.<\/p>\n<p>Wie hoch die tats\u00e4chliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit ist, wird die Auswertung \u00fcber das vierte Quartal 2009 zeigen. Ver\u00f6ffentlichungstermin f\u00fcr die Daten ist der 25. Februar. Ende September haben im Agenturbezirk 91 Betriebe mit 2706 Arbeitnehmern aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden kurzgearbeitet (Landkreis Hersfeld-Rotenburg: 62 Betriebe mit 2106 Arbeitnehmern; Altkreis Eschwege: 29 Betriebe mit 600 Arbeitnehmern; Werra-Mei\u00dfner-Kreis: 53 Betriebe mit 1214 Arbeitnehmern). Das verarbeitende Gewerbe hatte den gr\u00f6\u00dften Anteil an der Kurzarbeit.<\/p>\n<p>Eine gemischte Bilanz zieht der Agenturleiter zu den Bem\u00fchungen, die Zeiten der Kurzarbeit konstruktiv f\u00fcr Weiterbildung zu nutzen: &#8220;F\u00fcr Kleinbetriebe ist die Planung sicherlich kompliziert. Aber auch gr\u00f6\u00dfere Unternehmen wissen h\u00e4ufig zu wenig \u00fcber ihre Kr\u00e4fte und k\u00f6nnen in der Folge nicht schnell genug reagieren. Sie m\u00fcssten schon vorher wissen, was ihre Mitarbeiter k\u00f6nnen und wo Potentiale bestehen.&#8221; Der Arbeitgeberservice der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld (Tel.: 01801 66 44 66*) steht allen Unternehmen als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung. *Festnetzpreis 3,9 ct\/min; Mobilfunkpreise abweichend. Ab 01.03.2010 gilt: Mobilfunkpreise h\u00f6chstens 42 ct\/min.<\/p>\n<p><strong>Ausbildungsmarkt <\/strong><\/p>\n<p>Matthias Oppel sieht eine positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt: &#8220;Im Bereich der Auszubildenden macht sich der Wandel des Altersaufbaus der Gesellschaft bereits bemerkbar. Aktuell bestehen gute Chancen, in der Region eine Lehrstelle zu finden. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr trotz Wirtschaftskrise um 0,8 Prozent angestiegen.&#8221; Oppel f\u00fcgt hinzu: &#8220;Die Betrachtung ist jedoch nicht ungetr\u00fcbt &#8211; viele Betriebe beklagen sich dar\u00fcber, keine passenden<\/p>\n<p>Bewerber f\u00fcr ihre Ausbildungspl\u00e4tze zu finden. Immer mehr Sch\u00fcler entscheiden sich gegen eine betriebliche Ausbildung und f\u00fcr den Besuch weiterf\u00fchrender Schulen.&#8221; Die Zahl der gemeldeten Bewerber f\u00fcr eine Berufsausbildung ging im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent zur\u00fcck. &#8220;Die jungen Leute sollten erkennen, welche Chancen in der demographischen Entwicklung liegen und sich gut \u00fcberlegen, ob der Besuch einer weiterf\u00fchrenden Schule wirklich sinnvoll ist&#8221;, appelliert der Agenturleiter.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2010 <\/strong><\/p>\n<p>Obwohl es Anzeichen f\u00fcr eine wirtschaftliche Erholung gibt, prognostizieren Experten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2010. &#8220;Bisher wirkte Kurzarbeit d\u00e4mpfend auf den Anstieg der Arbeitslosigkeit aber Kurzarbeit ist f\u00fcr die Unternehmen nicht kostenneutral. Deshalb m\u00fcssen Arbeitgeber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter unter betriebswirtschaftlichen Aspekten \u00fcber die Weiterf\u00fchrung der Kurzarbeit oder anstehende Entlassungen entscheiden&#8221;, erkl\u00e4rt Matthias Oppel. &#8220;Wir werden alles tun, um uns gegen die schlechten Prognosen zu stemmen. Wir sind daf\u00fcr gut aufgestellt und werden uns weiter verbessern&#8221;, so Oppel weiter. Er appelliert an alle Arbeitsmarktpartner, mit vereinten Kr\u00e4ften f\u00fcr Stabilit\u00e4t auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Hersfeld. Nach rund einem Jahr Wirtschaftskrise zeigt sich der Arbeitsmarkt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig robust. &#8220;Die pessimistischen Jahresprognosen sind gl\u00fccklicherweise nicht eingetreten. Die Arbeitslosenzahl ist nicht in dem Ma\u00dfe gestiegen wie erwartet. 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