{"id":48567,"date":"2009-12-26T18:48:48","date_gmt":"2009-12-26T17:48:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=48567"},"modified":"2009-12-26T18:49:20","modified_gmt":"2009-12-26T17:49:20","slug":"andere-gedanken-zur-weihnachtszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=48567","title":{"rendered":"Andere Gedanken zur Weihnachtszeit"},"content":{"rendered":"<p>Hauau. In den Sonntagsgedanken des Hanauer Anzeigers hei\u00dft es zum Weihnachtsfest vom Di\u00f6zesanseelsorger f\u00fcr Trauernde im Bistum Fulda, Werner Gutheil:Fest der Familie? Sicher! Und doch: Wer denkt am Weihnachtsfest an die Eltern, die ihr Kind verloren haben, weil es w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder in der Geburt verstorben ist? Wer denkt an die Eltern, die ein Kind durch einen Verkehrsunfall oder durch Krankheit verloren haben? Generationenfolgen sind auf den Kopf gestellt, wenn alte Eltern am Grab ihrer Kinder stehen, ist dann das Fest der Familie wirklich ein solcher Festtag? Wenn Frauen ohne ihren Mann oder M\u00e4nner ohne ihre Frauen auf die Tage der Heiligen Familie zugehen, ist Weihnachten wirklich noch der Tag von Maria und Josef?<!--more--><\/p>\n<p>Stille Nacht! Heil&#8217;ge Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb&#8217; aus deinem g\u00f6ttlichen Mund. Da uns schl\u00e4gt die rettende Stund&#8217;. Jesus in deiner Geburt!<\/p>\n<p>Vielleicht sind es die schwersten Tage \u00fcber Weihnachten f\u00fcr all diese Menschen, die ein solches Schicksal teilen. Aber es zugleich auch die Hoffnung, dass dieses Kind gerade f\u00fcr sie in die Welt gekommen ist. Er ist dem Kreuz und dem Leid nicht ausgewichen, sondern den gleichen Weg gegangen wie diese vom Schicksal geschlagenen Menschen. Maria und Josef, haben ihr Kind verloren, standen am Grab. Josef ist der Legende nach vor Maria gestorben, sie stand also als Alleinerziehende und Witwe mitten im Leben Jesu selbst ist gestorben, vor seiner Mutter, mitten in der Bl\u00fcte des Lebens, deshalb hat er im Sterben seinen besten Freund gebeten, sich um seine Mutter zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Weihnachten also nicht als Idylle einer Heiligen Familie, sondern als Tag einer ganz normalen Familie, mit H\u00f6hen und Tiefen, mit Schicksalsschl\u00e4gen und Trauer. Gottes Sohn \u2013 so der Glaube seit mehr als 2000 Jahren \u2013 kam in die Welt, um das Schicksal der Menschen zu teilen. Auch mit den Eltern, die um ihr Kind trauern, mit den Kindern, die ihre Eltern nicht unversorgt zur\u00fccklassen wollen, mit den Frauen und M\u00e4nnern, die um ihre Partner und Partnerinnen trauern.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir alle aufgerufen diese Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren und zu vertr\u00f6sten mit dem \u201eChristkind\u201c, das sch\u00f6ne und gute Gaben verschenkt, das wir seit gut 500 Jahren als Ersatz f\u00fcr den Heiligen Nikolaus haben, der wiederum die Not der Menschen zu \u00fcberwinden hilft. Vielleicht ist Weihnachten das Fest, wieder st\u00e4rker daran zu glauben, dass der Himmel uns nicht das Leid nimmt, sondern im Leid hilft, nicht vor dem Schicksal bewahrt sondern im Schicksal begleitet, nicht vor dem Schweren des Lebens besch\u00fctzt, sondern trotz des Schweren hilft zu leben.<\/p>\n<p>Wir sind alle eingeladen, Weihnachten diese Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern im Blick zu behalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hauau. In den Sonntagsgedanken des Hanauer Anzeigers hei\u00dft es zum Weihnachtsfest vom Di\u00f6zesanseelsorger f\u00fcr Trauernde im Bistum Fulda, Werner Gutheil:Fest der Familie? Sicher! Und doch: Wer denkt am Weihnachtsfest an die Eltern, die ihr Kind verloren haben, weil es w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder in der Geburt verstorben ist? 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