{"id":48091,"date":"2009-12-18T05:46:23","date_gmt":"2009-12-18T04:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=48091"},"modified":"2009-12-18T07:47:32","modified_gmt":"2009-12-18T06:47:32","slug":"aok-hessen-ohne-zusatzbeitrag-haushaltsplan-verabschiedet-fusionsverhandlungen-beschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=48091","title":{"rendered":"AOK Hessen ohne Zusatzbeitrag Haushaltsplan verabschiedet &#8211; Fusionsverhandlungen beschlossen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gie\u00dfen. <\/strong>Die AOK Hessen wird ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr starten. Das hat der Verwaltungsrat in seiner letzten Sitzung in Gie\u00dfen beschlossen. Bei einem Gesamtetat von 4,2 Mrd. Euro wird das Unternehmen dabei mit einem Minus von 13,4 Mio. Euro abschlie\u00dfen. Das ist ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. Auf Grund der soliden und weitsichtigen Gesch\u00e4ftspolitik der vergangenen Jahre ist die AOK Hessen in der Lage, den Fehlbetrag aus vorhandenen Finanzmitteln zu decken, hei\u00dft es in einer Presseinformation der Krankenkasse.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDass wir ohne Zusatzbeitrag ins Jahr 2010 starten, ist eine gute Nachricht f\u00fcr unsere Versicherten\u201c, betonen die alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrates Dr. Werner Scherer und Herbert Schneider. \u201eGleichzeitig verdeutlichen die Zahlen aber auch, dass nach den hohen Ausgabensteigerungen der vergangenen Jahre die finanziellen Spielr\u00e4ume eng bleiben.\u201c Auf seiner Sitzung hat der AOK-Verwaltungsrat nicht nur den Haushaltsplan 2010 verabschiedet, sondern auch die Fusionsabsicht mit der AOK PLUS bekr\u00e4ftigt. So wurde die Aufnahme von Fusionsverhandlungen beschlossen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die gesetzlichen Krankenversicherungen bewegen sich derzeit in einem sehr von Ver\u00e4nderungen gepr\u00e4gten Marktumfeld. Die Einf\u00fchrung des Gesundheitsfonds hat die Preisunterschiede 2009 zun\u00e4chst ausgeglichen. Damit hat der Preis als Wettbewerbskomponente kurzfristig an Bedeutung verloren. Mit den zu erwartenden ersten Zusatzbeitr\u00e4gen einzelner Krankenkassen wird er aber wieder erheblich an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig differenziert sich das Angebot der gesetzlichen Krankenversicherungen \u00fcber Wahltarife und Versorgungsprodukte, w\u00e4hrend bei den Krankenkassen selbst ein Konzentrationsprozess hin zu weniger, aber gr\u00f6\u00dferen Versicherern stattfindet. In diesem Marktumfeld agiert die AOK Hessen aus einer Position der St\u00e4rke. \u201eMit einem wettbewerbsf\u00e4higen Preis, attraktiven Tarifen und jetzt in Fusionsverhandlungen mit einem starken Partner haben wir gute Zukunftsperspektiven\u201c, erl\u00e4utert Fritz M\u00fcller, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen die Situation des Unternehmens.<\/p>\n<p>Vieles h\u00e4nge aber auch von den politischen Entscheidungen ab. Bei der angedachten Finanzreform bleibe die Politik gefordert, ein System zu etablieren, bei dem nicht Versichertenstrukturen \u2013 also deren Einkommen\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 oder deren Gesundheitszustand \u2013 den Preis einer Krankenkasse bestimmen, sondern deren Managementleistung beispielsweise im Rahmen von speziellen Vertr\u00e4gen mit Arzneimittelherstellern und der internen Kostensteuerung.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausgaben steigen st\u00e4rker als Einnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Die Grundproblematik in der gesamten GKV bleibt, dass die Ausgaben st\u00e4rker steigen als die Einnahmenbasis (Grundl\u00f6hne). So prognostiziert der GKV-Sch\u00e4tzerkreis f\u00fcr die Entwicklung der Grundlohnsumme eine Stagnation \u2013\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 minus 0,2 Prozent in der Allgemeinen Krankenversicherung (AKV), 1,2 Prozent in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) &#8211; w\u00e4hrend die Leistungsausgaben in der gesamten GKV um rd. 4 Prozent steigen.<\/p>\n<p>Die AOK Hessen geht von einer Steigerung der Leistungsausgaben von 2,9 Prozent je Mitglied aus. Deutlich \u00fcberproportional steigen die Arzneimittelausgaben mit 4,2 Prozent je Mitglied. Damit ist dieser Ausgabenblock erneut einer der Hauptkostentreiber. Gr\u00fcnde sind u.a. neue hochpreisige Pr\u00e4parate und immer weiter spezialisierte Anwendungen. Ohne die Entlastungswirkungen der AOK-Arzneimittelvertr\u00e4ge w\u00e4re die Steigerungsrate noch h\u00f6her. Vor diesem Hintergrund schl\u00e4gt die AOK einen Kostenkorridor vor, der die GKV-Leistungsausgaben an das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes koppelt.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Fusionsverhandlungen beschlossen<\/strong><\/p>\n<p>Der Beschluss f\u00fcr Fusionsverhandlungen mit der AOK PLUS stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar. Der geplante Zusammenschluss st\u00e4rkt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit beider Unternehmen und wird sich sp\u00fcrbar positiv auf die Versicherten auswirken. Zielsetzung der AOK Hessen und der AOK PLUS ist es, ihren Versicherten eine hochwertige, qualit\u00e4tsorientierte Versorgung zu einem g\u00fcnstigen Preis zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Eine Fusion dient der langfristigen Sicherstellung dieses Angebots. Dabei werden Arbeitgeber und Versicherte auch weiterhin ihre gewohnten Leistungen schnell und zuverl\u00e4ssig erhalten. Mit einer Fusion kann zudem die finanzielle Stabilit\u00e4t der beiden Fusionspartner erh\u00f6ht werden und die strategischen Handlungsspielr\u00e4ume f\u00fcr zielgruppenspezifische Tarife und Produkte steigen. Die Arbeitspl\u00e4tze sollen in allen betroffenen Bundesl\u00e4ndern erhalten bleiben.<\/p>\n<p>Durch die verbesserte Marktposition k\u00f6nnen auch neue, innovative Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden. \u201eDurch eine Fusion werden zwei starke Partner noch st\u00e4rker. Bundesweit z\u00e4hlt die neue Kasse dann zu den Top F\u00fcnf in der GKV, was unsere Marktposition deutlich verbessern wird\u201c, erkl\u00e4rt Fritz M\u00fcller. Eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber eine Fusion soll in den Verwaltungsr\u00e4ten der AOK Hessen und der AOK PLUS im April 2010 erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gie\u00dfen. Die AOK Hessen wird ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr starten. 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