{"id":47995,"date":"2009-12-21T04:10:38","date_gmt":"2009-12-21T03:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=47995"},"modified":"2009-12-19T08:10:56","modified_gmt":"2009-12-19T07:10:56","slug":"bauherren-moechten-energetisch-sanieren-brauchen-aber-unterstuetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=47995","title":{"rendered":"Bauherren m\u00f6chten energetisch sanieren, brauchen aber Unterst\u00fctzung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin. <\/strong> \u201eDeutschlands Hausbesitzer und private Bauherren sind hoch motiviert. Sie m\u00f6chten energetisch sanieren \u2013 brauchen aber staatliche Unterst\u00fctzung, um auch in Zukunft ihren Teil zum Klimaschutz beitragen zu k\u00f6nnen.\u201c Zu diesem Schluss kommt Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Seine Einsch\u00e4tzung beruht auf den Ergebnissen der \u201eBauherrenumfrage zur wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit privater Bauherren 2009\u201c, die der VPB beim Institut Privater Bauherren Anfang 2009 in Auftrag gegeben hatte.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDer private Hausbesitzer ist zwar nicht arm, aber er hat nicht gen\u00fcgend Geld, um die vom Gesetzgeber geforderte energetische Sanierung des Altbaubestands alleine zu stemmen.\u201c Das Institut Privater Bauherren hatte Haus- und Wohnungseigent\u00fcmer nach ihren Instandhaltungsr\u00fccklagen gefragt, ferner nach dem f\u00fcr die Immobilie frei verf\u00fcgbaren Einkommen und nach den aktuellen Sanierungs- und Bauw\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Danach hat knapp die H\u00e4lfte aller befragten Immobilieneigner (48,21 Prozent) bis zu 5.000 Euro f\u00fcr die Instandhaltung ihrer Immobilie auf der hohen Kante. Rund ein Drittel (31,28 Prozent) hat stattliche 5.000 bis 20.000 Euro in Reserve, 5,64 Prozent sogar noch mehr. 14,87 Prozent der Befragten haben allerdings gar kein Geld zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n<p>\u201eDie Summen klingen zun\u00e4chst beachtlich\u201c, erl\u00e4utert Thomas Penningh, \u201eein Drittel der Befragten hat immerhin den Gegenwert eines Gebraucht- oder Kleinwagens auf dem Haussparbuch.\u201c Aber, was bekommt der Hausbesitzer f\u00fcr diese Summe? 5.000 Euro reichen nach Erfahrung des VPB nicht einmal f\u00fcr ein modernes Heizsystem, allenfalls f\u00fcr die Umstellung einer \u00e4lteren Anlage auf zeitgem\u00e4\u00dfe Brennwerttechnik. \u201eEine grundlegende energetische Sanierung beginnt bei 70.000 Euro\u201c, erkl\u00e4rt der Bausachverst\u00e4ndige.<\/p>\n<p>\u201eGenau daf\u00fcr haben die Immobilienbesitzer nicht genug Geld. Da helfen auch die staatlichen Zusch\u00fcsse nichts, denn die werden erst gew\u00e4hrt, wenn die Sanierung des Altbaus noch \u00fcber den ohnehin schon strengen Standard der Energieeinsparverordnung EnEV 2009 hinausgeht. Und wie steht es um das monatlich frei verf\u00fcgbare Einkommen, das die befragten Haushalte in ihre Immobilie investieren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Laut Umfrage kann gut die H\u00e4lfte (53,33 Prozent) zwischen 100 und 500 Euro im Monat f\u00fcrs Haus ausgeben. Knapp ein F\u00fcnftel (19,49 Prozent) nur bis 100 Euro, 15,90 Prozent haben zwischen 500 und 1.000 Euro, die sie in die eigenen vier W\u00e4nde stecken k\u00f6nnen, 11,28 Prozent sogar mehr. \u201eAuch das klingt scheinbar gut, relativiert sich aber, wenn man die Kosten f\u00fcr sinnvolle Investitionen dagegen setzt\u201c, konstatiert Bausachverst\u00e4ndiger Penningh.<\/p>\n<p>\u201eIn den meisten Haushalten reicht das frei verf\u00fcgbare Einkommen gerade aus, um die gestiegenen Energiekosten aufzufangen und kleinere Reparaturen auszuf\u00fchren.\u201c Allein die energetische Sanierung einer Fassade mit einem W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem schl\u00e4gt bei einem Einfamilienhaus mit rund 25.000 Euro zu Buche. Nimmt der Hausbesitzer allerdings die KfWF\u00f6rderung in Anspruch, etwa einen Kredit mit zehnj\u00e4hriger Laufzeit, so kostet ihn die Fassadend\u00e4mmung noch rund 110 Euro im Monat.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re f\u00fcr viele Hausbesitzer machbar, aber nur, wenn keine unerwarteten Reparaturen mehr hinzukommen.\u201c \u201eWir vom VPB wissen aus unserer t\u00e4glichen Beratungsarbeit, wie ernst die Haus- und Wohnungsbesitzer den Klimaschutz nehmen. Sie wollen ihre Immobilien energetisch sanieren.\u201c Verbrauchersch\u00fctzer Penningh spricht aus Erfahrung, und die Umfrageergebnisse st\u00fctzen seine Bilanz. Gefragt, wie sie zur freien Verf\u00fcgung angenommene 20.000 Euro einsetzen w\u00fcrden, antworteten gut 37 Prozent: f\u00fcr energetische Verbesserungen.<\/p>\n<p>Gut zehn Prozent w\u00fcrden damit Reparaturen erledigen, knapp 18 Prozent brauchen ein neues Bad oder eine neue K\u00fcche, ein Drittel der Befragten (34,03 Prozent) hat andere Bauw\u00fcnsche. \u201eDen privaten Bauherren und Hausbesitzern bleibt aber im Augenblick im Grunde gar nichts anderes \u00fcbrig, als weiter zu wursteln\u201c, konstatiert der VPB-Vorsitzende n\u00fcchtern. \u201eSie k\u00f6nnen die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung nicht alleine erreichen.<\/p>\n<p>Wir brauchen hier mehr Unterst\u00fctzung\u201c, fordert der Verbrauchersch\u00fctzer. Dazu z\u00e4hlt der VPB die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Bauleistungen von 19 auf sieben Prozent. Au\u00dferdem fordert der Verband, die f\u00fcr 2012 geplante EnEV-Novelle erst einmal zu verschieben und zun\u00e4chst zu pr\u00fcfen, wie sich die erst seit diesem Oktober geltende EnEV 2009 auswirkt. \u201eDie Bauherren und Hausbesitzer, immerhin fast die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung in Deutschland, sind am Limit ihrer finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit. Hier muss der Staat sich wieder verbraucherfreundlicher zeigen\u201c, fordert Thomas Penningh.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Berlin. \u201eDeutschlands Hausbesitzer und private Bauherren sind hoch motiviert. Sie m\u00f6chten energetisch sanieren \u2013 brauchen aber staatliche Unterst\u00fctzung, um auch in Zukunft ihren Teil zum Klimaschutz beitragen zu k\u00f6nnen.\u201c Zu diesem Schluss kommt Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Seine Einsch\u00e4tzung beruht auf den Ergebnissen der \u201eBauherrenumfrage zur wirtschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit privater Bauherren 2009\u201c, &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,29],"tags":[],"class_list":["post-47995","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47995"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48245,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47995\/revisions\/48245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}