{"id":47961,"date":"2009-12-17T02:34:14","date_gmt":"2009-12-17T01:34:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=47961"},"modified":"2009-12-17T02:34:14","modified_gmt":"2009-12-17T01:34:14","slug":"abwasserverband-fulda-verabschiedet-haushaltsplan-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=47961","title":{"rendered":"Abwasserverband Fulda verabschiedet Haushaltsplan 2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>\u201eInfrastruktur ist das \u201eA und O\u201c von Siedlungsentwicklung und Nachhaltigkeit. Am Zustand, an der Ausdehnung und der Organisation der Infrastruktur wird deutlich, ob man effektiv mit Ressourcen umgeht und daher ruhig in eine Zukunft schauen kann, oder ob man krisen- aber auch nachhaltigkeitsbedingt am System zu arbeiten hat.\u201c Hierauf wies die Verbandsvorsitzende des Abwasserverbandes Fulda, Frau Stadtbaur\u00e4tin Cornelia Zuschke, in ihrer Haushaltsrede zur Verabschiedung des Haushaltes 2010 hin.<!--more--><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Industrie, aber auch Privathaushalte immer sparsamer mit Ressourcen \u2013 also auch mit Wasser und damit mit Abwasser \u2013 umgehen, bliebe die gro\u00dfe und komplexe Aufgabe erhalten, Privathaushalte und das Gewerbe weiterhin zuverl\u00e4ssig und umweltkonform trotz immer sch\u00e4rfer werdender Umweltbedingungen und Gesetzgebungen zu entsorgen. Dies gel\u00e4nge nur mit einer h\u00f6heren Effektivit\u00e4t in der Aufgabenwahrnehmung, nicht nur durch die in diesen Zeiten viel gepriesene Konsolidierung sondern vor allem durch Innovation. Innovation w\u00fcrde besonders beim Blick in die Zukunft unter dem Gesichtspunkt bedeutsam, dass St\u00e4dte schrumpfen, die Bev\u00f6lkerung immer \u00e4lter wird und das Gewerbe zu immer neuen Methoden greift, um Ressourcen einzusparen.<\/p>\n<p>Sehr erfreulich sei, dass im 6. Jahr in Folge keine Geb\u00fchrenerh\u00f6hung notwendig wird. Geb\u00fchrenstabilit\u00e4t in schwierigen Zeiten sei ein Fakt, der nicht hoch genug herausgehoben werden kann und der ein Signal an die Menschen in der Region sein soll, einem Entsorgungsunternehmen zu vertrauen und auf dessen solide Politik zu setzen.<\/p>\n<p>Der Haushalt 2010 trage dennoch auch Auswirkungen der Wirtschaftskrise in sich. Geringere Geb\u00fchreneinnahmen seien die Folge des merklichen Produktionsr\u00fcckgangs der heimischen Industrie. Dadurch erg\u00e4be sich eine st\u00e4ndig steigende Herausforderung, trotz r\u00fcckl\u00e4ufiger Ertr\u00e4ge und Aufwendungen im Ergebnishaushalt einen ausgeglichenen Haushalt zu konstruieren. Mit rd. 1 Million Euro \u00dcberschuss im Ergebnishaushalt wird die Finanzierung von Investitionen jedoch im Jahre 2010 unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Beim Abwasserverband k\u00f6nne man mit einem gewissen Stolz auf den kontinuierlichen Abbau der Schuldenlast blicken, so Zuschke. Zum Jahresende 2009 werde man mit rund 32,9 Millionen Euro auf den niedrigsten Schuldenstand seit der vollst\u00e4ndigen Verbandsgebietserweiterung auf die politischen Grenzen der Mitgliedsgemeinden Fulda, Petersberg und K\u00fcnzell im Jahre 1991 blicken k\u00f6nnen. Durch die geringere Zins- und Tilgungsleistung werde sukzessiv gr\u00f6\u00dferer Spielraum f\u00fcr neue Investitionen geschaffen und das wirke sich auf ein umfangreiches Bauprogramm f\u00fcr das Jahr 2010 aus. Auf rund 6,65 Millionen Euro wird sich die Investitionssumme im Jahre 2010 belaufen, wobei die Netto-Neuverschuldung maximal 930.000 Euro betragen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die souver\u00e4ne Fachlichkeit des Abwasserverbandes spr\u00e4che beispielhaft die erfolgreiche Kanalerneuerung \u201eUnterm Heilig Kreuz\u201c. Dies sei nicht nur ein technisches Highlight gewesen sondern auch eine hochkomplexe und filigrane Abarbeitung des Durchstichs des Hauptsammlers von der Oberstadt in die Unterstadt, sozusagen eine Bypassoperation am offenen Herzen bei voller Funktionsf\u00e4higkeit der Abwasserentsorgung. Insgesamt konnten im laufenden Jahr 21 Kanalsanierungsprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.<\/p>\n<p>Wichtige Kanalsanierungsma\u00dfnahmen im Jahre 2010 seien die Fortsetzung der Projekte der Rangstra\u00dfe und Michael-Henkel-Stra\u00dfe, die Neuordnung der Abwasserentsorgung im Industriegebiet Eisweiher, eine umfangreiche Kanalsanierung in der Petersberger Stra\u00dfe und weitere Ma\u00dfnahmen, so dass 23 Sanierungsprojekte umgesetzt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Zum Abschluss ihrer Rede ging die Verbandsvorsitzende auf die Auswirkungen der neuen Eigenkontrollverordnung ein. Durch die im Jahre 2005 eingef\u00fchrte Gesetzesversch\u00e4rfung wurde dem Verband die Aufgabe \u00fcbertragen, private Zuleitungskan\u00e4le zu den \u00f6ffentlichen Sammlern zu \u00fcberwachen. Konkretisierte Ausf\u00fchrungsbestimmungen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung werden zum Jahresbeginn 2010 erwartet.<\/p>\n<p>Weiterhin soll den Kommunen im Rahmen einer \u00c4nderung des Hessischen Wassergesetzes freigestellt werden, die erforderlichen Untersuchungen entweder \u00fcber die Abwassergeb\u00fchr zu finanzieren oder die Erstattung der Aufwendungen von den Anschlussnehmern unmittelbar zu verlangen. Schon jetzt sei absehbar, dass es einen enormen Inspektions- und Sanierungsaufwand geben wird, der die knappen privaten und kommunalen Ressourcen nicht unber\u00fchrt lassen wird.<\/p>\n<p>Die Aufgabenbew\u00e4ltigung sei nur durch ein kooperatives Zusammenspiel des Verbandes mit den Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern m\u00f6glich, wobei die komplexen rechtlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen rechtzeitig vorbereitet und von den Gremien entschieden werden m\u00fcssen. Der Haushalt wurde von der Verbandsversammlung einstimmig verabschiedet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eInfrastruktur ist das \u201eA und O\u201c von Siedlungsentwicklung und Nachhaltigkeit. 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