{"id":45999,"date":"2009-11-26T05:08:25","date_gmt":"2009-11-26T04:08:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=45999"},"modified":"2009-11-25T17:43:39","modified_gmt":"2009-11-25T16:43:39","slug":"polizei-und-kreisverwaltung-hand-in-hand-gegen-gewalt-an-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=45999","title":{"rendered":"Polizei und Kreisverwaltung Hand in Hand gegen Gewalt an Frauen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091125_Polizei.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-46000\" title=\"091125_Polizei\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091125_Polizei-265x239.jpg\" alt=\"091125_Polizei\" width=\"265\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091125_Polizei-265x239.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091125_Polizei.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. <\/strong>Am 25. November war der \u201eInternationale Gewaltschutztag\u201c. F\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit deutlich sichtbar unterst\u00fctzen Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl und die Polizeichefs aus Lauterbach und Alsfeld, Peter Muth und Harald Bartel sowie die Koordinatorin f\u00fcr Pr\u00e4vention im Polizeipr\u00e4sidium, Simone Kirschbaum, eine internationale Aktion von \u201eTerre des Femmes\u201c und der Vereinten Nationen: sie hissten am Mittwoch Nachmittag vor dem Kreishaus in Lauterbach eine Fahne. Diese Aktion fand parallel an etwa 5000 Orten in Deutschland statt.<!--more--><\/p>\n<p>Auf dieser Fahne steht: \u201eNein zu Gewalt an Frauen \u2013 Frei leben ohne Gewalt\u201c. Damit wollen sich Politik und Polizei mit der Aktion solidarisch erkl\u00e4ren und gleichzeitig Frauen ermutigen, Gewalt \u201enicht als normal hinzunehmen\u201c. In einem intensiven Fachgespr\u00e4ch, machten Werner K\u00f6hler und Dagmar Scherer, verantwortlich f\u00fcrs Sozial- bzw. f\u00fcrs Jugendamt, die enge Verzahnung mit der Polizei deutlich, wof\u00fcr sich Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl auch im Namen von Landrat Rudolf Marx bedankte.<\/p>\n<p>Es sei eine gute Nachricht f\u00fcr alle Frauen, die sich bedr\u00e4ngt oder bedroht f\u00fchlten, dass es konkrete und verl\u00e4ssliche, aufeinander abgestimmte Hilfe gebe. \u201eDas Netz im Bereich der Gewaltpr\u00e4vention ist eng gekn\u00fcpft \u2013 da hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan\u201c, sagte Heike Bohl, Pers\u00f6nliche Referentin des Landrats. Werner K\u00f6hler hob Projekte hervor, die ma\u00dfgeblich unter der Regie von Kreisbeigeordneter Emmermann entstanden seien: die SMOG-Elternschule, die Theaterreihe \u201eH\u00e4nde weg von Julia\u201c sowie Aufkl\u00e4rungsaktionen im Hinblick auf Internet-Gefahren.<\/p>\n<p>Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl bittet die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger um Aufmerksamkeit im Lebensumfeld. Gewalt habe vielf\u00e4ltige Ursachen, sei aber in jedem Fall nicht hinnehmbar. Es sei teilweise erschreckend, was Frauen berichten, wenn sie sich an die Fachstelle f\u00fcr Frauen und Kinder in Not der Kreisverwaltung wenden und hier Rat und Hilfe ersuchen und erhalten.<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich wenden sich etwa 100 Frauen an die Fachstelle, etwa die gleiche Gr\u00f6\u00dfenordnung melden die Vogelsberger Polizeitstationen, die dann oft direkt eingreifen m\u00fcssen \u2013 und es auch tun. Die Polizeichefs Bartel und Muth best\u00e4tigten hierbei die hervorragende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. Es sei f\u00fcr betroffene Frauen und Kinder wichtig zu wissen, dass sowohl verl\u00e4ssliche und gute Beratung als auch zuverl\u00e4ssiges und striktes Eingreifen im Krisenfall verf\u00fcgbar sei. \u201eAuf die Polizei ist Verlass\u201c, unterstrich Erster Polizeihauptkommissar Bartel.<\/p>\n<p>Um Gewalt wirklich zu vermeiden, m\u00fcsse im Prinzip lange vor Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen oder gar Interventionen der Polizei angesetzt werden. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Gewalt seien \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig. Sicher sei, so waren sich die Fachleute einig, dass der Familie eine zentrale Vorbildfunktion zukomme, um Kinder in einem Sinne zu erziehen, damit sie sp\u00e4ter nicht gewaltt\u00e4tig und\/oder psychisch krank w\u00fcrden. Hierbei d\u00fcrfe man aber die Eltern auch nicht allein lassen.<\/p>\n<p>Auch die Schule k\u00f6nne nicht alles Vers\u00e4umte kompensieren. Die gesamte Gesellschaft sei vielmehr aufgefordert dar\u00fcber nachzudenken, ob sie gen\u00fcgend f\u00fcr das Erlernen von Verantwortungsf\u00e4higkeit und das Setzen von glaubw\u00fcrdigen Grenzen \u2013 auch beim hoch belastenden Medienkonsum \u2013 unternehme. Gesetze allein gen\u00fcgten da nicht. Ein Einstellungswandel sei erforderlich.<\/p>\n<p>Vizelandrat Gerhard Ruhl machte im Gespr\u00e4ch mit den Polizeichefs auf das Konzept zum Schutz gegen Gewalt im Vogelsbergkreis aufmerksam, das Landrat Marx k\u00fcrzlich im Kreistag vorgestellt hatte (wir berichteten). Dort werden die Pr\u00e4ventions- und Beratungsaufgaben im Jugendamt und im Sozialamt deutlich gemacht.<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben sei die anerkannt arbeitende \u201eFachstelle f\u00fcr Frauen und Kinder in Not in der Kreisverwaltung\u201c, die rund um die Uhr erreichbar sei. Der \u201eRunde Tisch Gewaltschutz\u201c, an dem die Kreisverwaltung, \u00c4rzte und Therapeuten, die Polizei, die Staatsanwaltschaft und der Wei\u00dfe Ring teilnehmen, wird Anfang des Jahres wieder tagen. Die damalige Kreisbeigeordnete Sylke Emmermann hatte diesen Runden Tisch vor sechs Jahren ins Leben gerufen.<\/p>\n<p>Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Am 25. November war der \u201eInternationale Gewaltschutztag\u201c. 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