{"id":45249,"date":"2009-11-20T05:43:59","date_gmt":"2009-11-20T04:43:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=45249"},"modified":"2009-11-19T07:44:14","modified_gmt":"2009-11-19T06:44:14","slug":"jugendlichen-mit-massiven-problemen-durch-fachliche-vernetzung-effektiv-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=45249","title":{"rendered":"Jugendlichen mit massiven Problemen durch fachliche Vernetzung effektiv helfen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091118_Vernetzung.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-45251\" title=\"091118_Vernetzung\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091118_Vernetzung-265x162.jpg\" alt=\"091118_Vernetzung\" width=\"265\" height=\"162\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091118_Vernetzung-265x162.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091118_Vernetzung.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsberg. <\/strong>Viele Jugendliche haben Probleme \u2013 in der Schule, im Elternhaus, in Beziehungen, durch sch\u00e4digende Verhaltensweisen. Wo es viele Probleme gibt, da braucht es komplexe Antworten; am besten Antworten und Ma\u00dfnahmen, die gut aufeinander abgestimmt sind und den Jugendlichen \u2013 auch f\u00fcr diesen selbst nachvollziehbar \u2013 den gr\u00f6\u00dften Nutzen bringen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eFallbezogene Kooperation\u201c nennen das die Fachleute. \u00dcber 70 P\u00e4dagogen, Psychologen, Sozialp\u00e4dagogen und Verwaltungsfachleute diskutierten vor Kurzem im Vogelsberger Kreishaus \u00fcber den richtigen Weg, die Kooperation von Jugendamt, Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen noch weiter zu verbessern. Der Workshop wurde moderiert von Harald Finke von der Vogelsberg Consult GmbH.<\/p>\n<p>Wie schon bei \u00e4hnlichen Vereinbarungen in den Bereichen Erwachsenen- und Jugendpsychiatrie setzt der Vogelsbergkreis erneut hessenweit neue Ma\u00dfst\u00e4be mit einem Koordinationskonzept, das sich gegenw\u00e4rtig in einer Erprobungsphase befindet. \u00dcbereinstimmend sprechen die Fachleute bereits jetzt von einem \u201eH\u00f6chstma\u00df an Koordination\u201c \u2013 immer den betroffenen jungen Mensch im Blick.<\/p>\n<p>Und genau der soll in seiner Rolle im Hilfeprozess aufgewertet werden, denn um ihn geht es ja. Auch die Eltern sollen immer verl\u00e4sslich einbezogen sein. Das bedeutet: die Fachleute reden nicht (und dies wom\u00f6glich noch getrennt voneinander) \u00fcber den Jugendlichen, sondern sie reden mit dem Jugendlichen \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte im Hilfeprozess. Das Konzept setzt gezielt auf die Mitwirkung des Betroffenen. Er ist in diesem Verst\u00e4ndnis nicht Empf\u00e4nger einer Leistung, sondern letztlich der entscheidende Akteur.<\/p>\n<p>Mit dem Verfahren der verl\u00e4sslichen und stetigen Abstimmung wird nun schon seit etwa anderthalb Jahren gearbeitet, berichtet Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer. Der Workshop sollte vor allem dazu beitragen herauszufinden, ob die Abl\u00e4ufe und Verabredungen in diesem Probelauf richtig sind, ob sie wirksam waren und ob sie eingehalten wurden.<\/p>\n<p>Wie in \u00e4hnlichen sozialp\u00e4dagogischen Bereichen auch, spielt die \u201eFallkonferenz\u201c eine wichtige Rolle. Hier laufen alle aktuellen Erkenntnisse zusammen \u2013 und vor allem die W\u00fcnsche und M\u00f6glichkeiten des Betroffenen, selbstverst\u00e4ndlich unter seiner eigenen Mitwirkung. \u201eZiele der Fallkonferenz sind die Entwicklung eines gemeinsamen Fallverst\u00e4ndnisses, ein m\u00f6glichst gleicher Informationsstand und die Erarbeitung gemeinsamer L\u00f6sungsschritte.\u201c<\/p>\n<p>So steht es in der Handreichung, die seit Fr\u00fchjahr 2008 bereits in der Praxis angewendet wird und \u00fcberwiegend gut funktioniert. Eine besondere Rolle in der Kooperation haben die Abteilungen f\u00fcr Erziehungshilfe, die es an sieben Schulen des Vogelsbergkreises gibt. Sie sind oft die ersten Anlaufstellen f\u00fcr Jugendliche, Lehrer und Eltern, wenn es erheblichen Handlungsdruck gibt.<\/p>\n<p>Die angestrebte Vereinbarung ist Wunsch des Landrats, des Staatlichen Schulamts und der Arbeitsgemeinschaft 78. Der Paragraf 78 des Achten Sozialgesetzbuches sagt: \u201eDie Tr\u00e4ger der \u00f6ffentlichen Jugendhilfe sollen die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen neben ihnen die anerkannten Tr\u00e4ger der freien Jugendhilfe sowie die Tr\u00e4ger gef\u00f6rderter Ma\u00dfnahmen vertreten sind. In den Arbeitsgemeinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Ma\u00dfnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig erg\u00e4nzen.\u201c<\/p>\n<p>Eingeladen zu der Veranstaltung im Kreishaus hatten Carmen Adenaw vom Staatlichen Schulamt und Anja Nitz (Violeta GmbH), f\u00fcr die\u00c2\u00a0 Unterarbeitsgruppe Kooperation Schule\/Jugendhilfe in der AG 78. Demn\u00e4chst wollen die Beteiligten zu dieser nunmehr erprobten Vorgehensweise einen Vertrag unterzeichnen.<\/p>\n<p>Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsberg. 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