{"id":44914,"date":"2009-11-14T06:03:44","date_gmt":"2009-11-14T05:03:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=44914"},"modified":"2009-11-14T06:39:11","modified_gmt":"2009-11-14T05:39:11","slug":"franz-erhard-walther-zeichnungswerk-sternenstaub-ein-gezeichneter-roman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=44914","title":{"rendered":"Franz Erhard Walther Zeichnungswerk \u201eSternenstaub \u2013 Ein gezeichneter Roman\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Sonderausstellung des Vonderau Museums 14. November 2009 \u2013 31. Januar 2010, Er\u00f6ffnung Sa, 14. November 2009, 15.00 Uhr in der ehem. Kapelle. Nach einer Begru\u00cc\u02c6\u00dfung durch Oberbu\u00cc\u02c6rgermeister Gerhard M\u00f6ller fu\u00cc\u02c6hrt Franz Erhard Walther in die Ausstellung ein. Das Zeichnungswerk STERNENSTAUB ist in einem konzentrierten Arbeitsprozess vom Herbst 2007 bis zum Fru\u00cc\u02c6hjahr 2009 entstanden.<!--more--><\/p>\n<p>Das Werk besteht aus 524 Bl\u00e4ttern mit Textnotationen und u\u00cc\u02c6ber 750 Zeichnungen. Es wird vollst\u00e4ndig in der Sonderausstellung des Vonderau Museums pr\u00e4sentiert und erscheint in einer insgesamt 1.072seitigen des Ritter Verlags Klagenfurt, die anl\u00e4\u00dflich der Ausstellungser\u00f6ffnung in Fulda erstmals der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt wird. In der Publikation sind alle 524 in der Ausstellung gezeigten Zeichnungen als Faksimile abgebildet.<\/p>\n<p>In einem gro\u00dfen Erz\u00e4hlbogen zeigt Franz Erhard Walther wesentliche Stationen seines Lebens und das Werden zum Ku\u00cc\u02c6nstler. Die fru\u00cc\u02c6hesten geschilderten Ereignisse datieren von 1942. Sie erlangen etwa 15 Jahre sp\u00e4ter Bedeutung fu\u00cc\u02c6r sein Werk. Sein Eintritt in die Welt der Kunst ist flie\u00dfend, doch gibt es etwa ab dem 16. Lebensjahr den Willen zur Gestaltung, der sich zun\u00e4chst in Zeichnungen und Aquarellen und bald auch in, teils gro\u00dfformatigen, Malereien manifestiert.<\/p>\n<p>1956 trifft er zum ersten Mal Gleichgesinnte in Fulda. Wichtig fu\u00cc\u02c6r ihn wird der 1958 in Fulda gegru\u00cc\u02c6ndete \u201eJunge Kunstkreis\u201c. Mit dem Beginn eines Studiums an der Werkkunstschule Offenbach im Fru\u00cc\u02c6hjahr 1957 er\u00f6ffnet sich ihm eine professionelle Auseinandersetzung mit Kunst, die ab 1959 an der Hochschule fu\u00cc\u02c6r Bildende Ku\u00cc\u02c6nste Frankfurt und ab 1962 an der Kunstakademie Du\u00cc\u02c6sseldorf fortgefu\u00cc\u02c6hrt wird.<\/p>\n<p>Im Fru\u00cc\u02c6hjahr 1967 u\u00cc\u02c6bersiedelt Walther nach New York, dem damaligen Weltzentrum der Kunst. Dort entfaltet seine Werkkonzeption eine gro\u00dfe Wirkung. Von Ende 1969 bis zum Fru\u00cc\u02c6hjahr 1970 richtet ihm das dortige \u201eMuseum of Modern Art\u201c mit der Ausstellung \u201eSpaces\u201c einen Raum ein, in dem er den legend\u00e4ren \u201e1. Werksatz\u201c in Werkhandlungen dem Publikum demonstriert. Gleichzeitig nimmt er an der bedeutenden Ausstellung \u201eWhen Attitudes Become Form\u201c teil.<\/p>\n<p>1970 wird Walther als Professor an der Hochschule fu\u00cc\u02c6r bildende Ku\u00cc\u02c6nste Hamburg berufen, wo er zu einem einflussreichen Lehrer fu\u00cc\u02c6r die folgenden Ku\u00cc\u02c6nstlergenerationen wird. 1972, 1977, 1982 und 1986 nimmt er mit gro\u00dfen Werkkomplexen an der \u201edocumenta\u201c in Kassel teil. Walthers Werk ist seit 1969 in bedeutende internationale private und \u00f6ffentliche Sammlungen eingegangen, wird weltweit publiziert und ist mittlerweile Teil der Kunstgeschichte nach 1945 geworden. Sein Werk wurde seit 1966 in hunderten von Ausstellungen international gezeigt.<\/p>\n<p>Dazu gibt es neben zahllosen Buch-, Katalog-, Zeitschriften-, Magazin- und Zeitungsbeitr\u00e4gen etwa 100 Einzelpublikationen. Im Jahr 2008 folgten neben zahlreichen weiteren Gruppenausstellungen Einzelpr\u00e4sentationen in der Tate Modern, London (Werksvorfu\u00cc\u02c6hrungen), im Centre d\u00c2\u00b4art Contemporain, Br\u00e9tigny (Ausstellung und Werksvorfu\u00cc\u02c6hrung), in der Galerie Jocelyn Wolff, Paris (Ausstellung)und im Pariser Louvre (Werksvorfu\u00cc\u02c6hrung). Im laufenden Jahr wurde das Werk Walthers pr\u00e4sentiert in der Galerie KOW, Berlin (Ausstellung), im Mies van der Rohe-Haus, Berlin (Ausstellung und Werkvorfu\u00cc\u02c6hrung), im Mus\u00e9e cantonale des Beaux Arts, Lausanne (Werksvorfu\u00cc\u02c6hrung), im BAWAG Contemporary, Wien (Ausstellung) und in der Art Unlimited, Basel.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Jahr 2010 sind schon vier wichtige Ausstellungen im Entstehen: Mus\u00e9e d\u00c2\u00b4art Moderne et contemporain, Genf, Peter Freeman Gallery, New York, Galleria Raffaella Cortese, Mailand undGalerie Jocelyn Wolff, Paris. Seine letzten Ausstellung in Fulda waren die gro\u00dfe Retrospektive: \u201eFranz Erhard Walther der K\u00f6rper baut die Bilder\u201c von 1998 und Orte der Entstehung \u2013 Orte der Wirkung Planzeichnungen 1962-2003 von 2003.<\/p>\n<p>Die heute pr\u00e4sentierte Schau ist damit ein weiterer wertvoller Beitrag zu der Bemu\u00cc\u02c6hung des Fuldaer Vonderau Museums, der interessierten Bev\u00f6lkerung die Begegnung mit zeitgen\u00f6ssischer Kunst in einer besonderen, z.T. ortsbezogenen Auspr\u00e4gung zu erm\u00f6glichen. Immerhin beschreibt und zeichnet die u\u00cc\u02c6berwiegende Zahl der Bl\u00e4tter den in Fulda verbrachten Lebensabschnitt des Ku\u00cc\u02c6nstlers, seine hiesigen Lehrer und Mitstreiter um die beru\u00cc\u02c6hmte Galerie Junge Kunst, in der Walther auch seine ersten zwei Projekte von 1962 und 1964 realisierte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Sonderausstellung des Vonderau Museums 14. 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