{"id":44856,"date":"2009-11-15T06:23:17","date_gmt":"2009-11-15T05:23:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=44856"},"modified":"2009-11-14T06:47:39","modified_gmt":"2009-11-14T05:47:39","slug":"einheimischer-wein-als-fester-bestandteil-regionaler-gastronomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=44856","title":{"rendered":"Einheimischer Wein als fester Bestandteil regionaler Gastronomie"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-44858\" title=\"091113_Weinseminar2\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar2-265x176.jpg\" alt=\"091113_Weinseminar2\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar2-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar2.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Bad Salzungen\/Rh\u00f6n.<\/strong> Auch wenn die Rh\u00f6n klassisch gesehen eher eine Bierregion ist, d\u00fcrfen gute Weine aus der N\u00e4he nicht auf den Speisekarten der regionalen Gastronomie fehlen. Zu dieser Einsch\u00e4tzung kamen nicht nur die Referenten des Weinseminars, das im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojekts der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n jetzt in Bad Salzungen stattfand. Selbst die Organisatoren warben vorwiegend f\u00fcr Weine aus dem Anbaugebiet Franken. Schlie\u00dflich bewies die Weinprobe den anwesenden Gastronomen anschaulich, dass ein guter Wein nicht zwangsl\u00e4ufig aus Frankreich oder Italien kommen muss, sondern auch am Main, der Saale und deren Umgebung zu einem guten Tropfen reift.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eEs gibt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft sehr gute Weine. Das sind regionale Produkte, durch das Handwerk der Winzer erzeugt, mit einer Jahrhunderte andauernden, ungebrochenen Tradition, die sich sehen lassen k\u00f6nnen. Im Sinne der ,Rh\u00f6ner Genusstour steht Wein f\u00fcr Genuss, Lebensgef\u00fchl und Regionalit\u00e4t\u201c, meinte Martina Kl\u00fcber-Wibelitz vom Projektteam des Th\u00fcringer Gastronomieprojekts der ARGE Rh\u00f6n \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c.<\/p>\n<p>Auf emotionaler Ebene sollten die Gastronomen als \u201eGeschichtenerz\u00e4hler\u201c den Wein verkaufen, regte sie an. Franken, erkl\u00e4rte Projektmitarbeiterin Brigitte Vorndran, sei nun einmal das n\u00e4chst gelegene Weinanbaugebiet zur Rh\u00f6n. \u201eAus unserer Sicht sollten die Partnerbetriebe der Dachmarke Rh\u00f6n deshalb den Frankenwein auf der Speisekarte haben\u201c, hob sie hervor. Dem Wein in Theorie und Praxis widmeten sich Birgit Sauer, Winzerin, Weinpr\u00fcferin und Dozentin f\u00fcr Wein- und Genusskultur aus Nordheim am Main, sowie Steffen Schuster, Hotelmeister und Weindozent aus Buchbr\u00fcnn bei Kitzingen.<\/p>\n<p><strong>Wein als ein St\u00fcck Lebensgef\u00fchl<\/strong><\/p>\n<p>Birgit Sauer sagte, dass es beim Frankenwein mit Rotwein, Wei\u00dfwein, Rotling, Ros\u00e8 und Wei\u00dfherbst eine sehr gro\u00dfe Vielfalt gebe. Das alles passe sehr gut zu den Spezialit\u00e4ten der Rh\u00f6n wie Rh\u00f6nschaf, Hausmacherwurst oder Ziegenk\u00e4se. \u201eWein ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil einer modernen Lebenskultur \u2013 mit ihm findet Kommunikation statt, und er vermittelt ein spezielles Lebensgef\u00fchl\u201c, sch\u00e4tzte die Winzerin ein. Franken sei von rund 6 200 Hektar Rebfl\u00e4che bewachsen. Der M\u00fcller-Thurgau stelle den prozentual gr\u00f6\u00dften Anteil mit 31,4 Prozent, gefolgt vom Silvaner, der \u201efr\u00e4nkischen Identit\u00e4t\u201c. 19,4 Prozent der Anbaufl\u00e4che entfallen auf rote, 80,6 Prozent auf wei\u00dfe Rebsorten.<\/p>\n<p><strong>Die pers\u00f6nliche Handschrift des Winzers<\/strong><\/p>\n<p>Frankenwein gliedert sich in das \u201eNeue Franken\u201c \u2013 das sind moderne, frische, junge und unkomplizierte Tropfen \u2013 das \u201eKlassische Franken\u201c, die f\u00fcr fr\u00e4nkische Kompetenz und Vielfalt stehen, sowie in das \u201eGro\u00dfe Franken\u201c \u2013 Weine mit nationaler Kompetenz, die das internationale Parkett nicht scheuen m\u00fcssen. Die \u201eKlassik-Linie\u201c sei gepr\u00e4gt von der pers\u00f6nlichen Handschrift des Winzers. \u201eEs sind Weine mit fr\u00e4nkischer Seele\u201c, betonte Birgit Sauer. Sie finden Verwendung von der deftigen Brotzeit bis hin zum hochwertigen Men\u00fc.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-44857\" title=\"091113_Weinseminar\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar-265x334.jpg\" alt=\"091113_Weinseminar\" width=\"265\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar-265x334.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-44859\" title=\"091113_Weinseminar3\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091113_Weinseminar3-265x344.jpg\" alt=\"091113_Weinseminar3\" width=\"265\" height=\"334\" \/><\/a>Ausgeliefert werden sie vorwiegend im dunkelgr\u00fcnen Bocksbeutel, der als Synonym f\u00fcr Qualit\u00e4t steht. Weine aus der Linie \u201eGro\u00dfes Franken\u201c sind f\u00fcr besondere Anl\u00e4sse geeignet und besitzen eine gute Lagerf\u00e4higkeit. Wer m\u00f6chte, kann aus dem Weinland Franken auch Dessertweine, im Barrique ausgebaute Weine sowie spezielle Sp\u00e4t- und Auslesen bekommen. Die Winzerin ging in ihrem Referat auch auf die Weinkategorien wie Qualit\u00e4tswein und Pr\u00e4dikatswein ein und gab einen \u00dcberblick, nach welchen Verfahren die einzelnen Weine gekeltert werden.<\/p>\n<p><strong>Die Rh\u00f6n und das Weinland Franken erg\u00e4nzen sich<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig lieferte sie den Rh\u00f6ner Gastronomen und Hoteliers ein Argument, das eindeutig f\u00fcr den Frankenwein in der regionalen Rh\u00f6ner K\u00fcche spricht: Zum einen befinde sich die \u00e4lteste Weinstadt Frankens, Hammelburg, wirklich in unmittelbarer N\u00e4he des Mittelgebirges. Zum anderen sei der Wein das Bindeglied zwischen der Wanderwelt des Naturparks Rh\u00f6n auf bayerischer Seite und dem Fr\u00e4nkischen Weinland.<\/p>\n<p>\u201eDiese beiden Landschaften erg\u00e4nzen sich gegenseitig\u201c, unterstrich die Winzerin vom Main. Das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n in Bayern, Hessen und Th\u00fcringen bilde die nat\u00fcrliche Klammer zum Frankenwein. Birgit Sauer verga\u00df auch nicht, auf das zweite Weinanbaugebiet in der N\u00e4he, n\u00e4mlich Saale-Unstrut, einzugehen. Dieses erstreckt sich mit 603 Hektar Rebfl\u00e4che auf Sachsen-Anhalt, 54 Hektar auf Th\u00fcringen und sieben Hektar auf Brandenburg. \u00dcber 30 Rebsorten wachsen dort \u2013 darunter Rarit\u00e4ten, die einen gro\u00dfen Stellenwert haben und deshalb erhalten werden.<\/p>\n<p><strong>\u201eWir brauchen uns vor niemand zu verstecken\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn der Gastronomie fehlt oft das Basiswissen, was den Wein betrifft\u201c, musste Steffen Schuster einsch\u00e4tzen. Das betreffe besonders das Wissen \u00fcber Rebsorten und regionale deutsche Anbaugebiete. \u201eAber genau da haben wir ganz tolle Sorten zu bieten.\u201c In seinem praktischen Teil des Weinseminars ging er insbesondere auf den Aufbau einer Weinkarte, auf die Preisgestaltung sowie auf die angebotenen Speisen und die dazu passenden Weine ein. Beispielsweise serviere man frische, leichte\u00c2\u00a0 Wei\u00dfweine und Ros\u00e9-Weine unter zehn Grad Celsius und reife, gehaltvolle Wei\u00df- und Rotweine \u00fcber zehn Grad.<\/p>\n<p>Auch die richtige Verwendung der einzelnen Gl\u00e4ser f\u00fchrte er den anwesenden Gastronomen vor. Ein optimaler Weingenuss sei nur unter gewissen Bedingungen erreichbar, fasste der Hotelmeister zusammen. \u201eDazu geh\u00f6ren die gute Vorbereitung des Weins, die richtige Temperatur, das richtige Weinglas, das richtige und tropfenfreie Einschenken, die Einhaltung der Wein- und Speisenfolge, immer Wasser zum Neutralisieren sowie gute Gespr\u00e4che und gute Stimmung. Mir kommt es darauf an, den Stolz auf die einheimischen Weine zu vermitteln, denn wir brauchen uns vor niemand zu verstecken\u201c, sagte der Weindozent.<\/p>\n<p>Ewald Kl\u00fcber, Projektverantwortlicher der ARGE Rh\u00f6n, sah das Seminar als gelungene, unternehmensnahe und zielorientierte Schulung f\u00fcr Service, Personal und F\u00fchrungskr\u00e4fte der Gastronomie. Er regte an, es durch einen Besuch von Winzerbetrieben zu erg\u00e4nzen, um einen nachhaltigen Eindruck von Weinanbau, Pflege der Reben und dem Ausbau der einzelnen Weinsorten zu bekommen.<\/p>\n<p>Erst dann k\u00f6nne man die Besonderheiten des Weins ein St\u00fcck weiter verstehen und sie auch dem Kunden im Gastraum vielleicht in Form von Geschichten erkl\u00e4ren. Gleichzeitig bat er die Gastronomen und Produzenten um Vorschl\u00e4ge f\u00fcr weitere Schulungsinhalte im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojekts. Bedarf sieht Kl\u00fcber ebenfalls in einer Schulung zum Umgang mit moderner IT-Technik, zur Gestaltung eines professionellen Internetauftritts sowie zu betriebswirtschaftlichen Themen.<\/p>\n<p>Fotos: ARGE Rh\u00f6n \/ C. Kallenbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Salzungen\/Rh\u00f6n. Auch wenn die Rh\u00f6n klassisch gesehen eher eine Bierregion ist, d\u00fcrfen gute Weine aus der N\u00e4he nicht auf den Speisekarten der regionalen Gastronomie fehlen. Zu dieser Einsch\u00e4tzung kamen nicht nur die Referenten des Weinseminars, das im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojekts der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n jetzt in Bad Salzungen stattfand. 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