{"id":44578,"date":"2009-11-11T04:07:39","date_gmt":"2009-11-11T03:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=44578"},"modified":"2009-11-11T05:25:58","modified_gmt":"2009-11-11T04:25:58","slug":"bionade-bietet-interessierten-landwirten-kooperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=44578","title":{"rendered":"Bionade bietet interessierten Landwirten Kooperation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Zu einer Informationsveranstaltung \u00fcber den Anbau von Holunder in Zusammenarbeit mit Bionade hatte der Kreisbauernverband und das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n nach Margretenhaun eingeladen. Dr. Beier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kreisbauernverbandes, begr\u00fc\u00dfte den Referenten Michael Garvs von der Bionade GmbH in Ostheim. Dr. Beier f\u00fchrte in seinem Gru\u00dfwort aus, dass viele heimische Landwirte in Anbetracht der aktuellen Krise nach Alternativen suchten. Eine solche Alternative k\u00f6nnte auch der Anbau von Beeren, Kr\u00e4uter oder Quitten sein.<!--more--><\/p>\n<p>Michael Garvs, der bei Bionade f\u00fcr die Rohstoffbeschaffung zust\u00e4ndig ist, ging zun\u00e4chst auf die Entwicklung und Geschichte von Bionade ein und zeichnete den Weg des erstmalig weltweit gebrauten alkoholfreien Erfrischungsgetr\u00e4nks von der Marktnische zum Trendsetter auf. Unendliche Versuche waren n\u00f6tig, bis es gelang, Zucker zu Glykols\u00e4ure und nicht zu Alkohol zu verg\u00e4ren. Kein Wunder, dass die Herstellung patentiert ist und ein streng gesch\u00fctztes Firmengeheimnis darstellt. Das magenfreundliche und isotonische Getr\u00e4nk stehe, so Garvs, f\u00fcr ein neues Lebensgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Da auf aggressive S\u00e4uren verzichtet werde, sei es f\u00fcr Kinder und Jugendliche eine gesunde Alternative. Seit 2002 erfolgt die Umstellung auf Biorohstoffe. Bionade will es nicht bei den Anforderungen der \u00d6ko-Verordnung belassen, sondern setzt zus\u00e4tzlich auf Regionalit\u00e4t. \u00c4hnlich wie die Holunderbionade sollen weitere Sorten, produziert aus heimischen Fr\u00fcchten, folgen. F\u00fcr die Verantwortlichen von Bionade hat die \u00f6kologische Ausrichtung mit einer starken Hinwendung zu mehr Regionalit\u00e4t zahlreiche Vorteile. So entfallen lange Wege, der Einsatz von Gentechnik kann ausgeschlossen werden, das Grundwasser wird nicht gef\u00e4hrdet, Ressourcen werden gesichert und die Authenti-zit\u00e4t des Produktes bleibt gewahrt.<\/p>\n<p>Seit 2005 arbeitet Bionade mit heimischen Landwirten zusammen. Seither w\u00e4chst die An-baufl\u00e4che f\u00fcr Holunder. Der aktuelle Bedarf liegt laut Michael Garvs bei einer Anbaufl\u00e4che von 250 Hektar. Tats\u00e4chlich sind derzeit 75 Hektar in der Region angelegt, von denen bis-lang 30 Prozent im Ertrag stehen. Zu 100 Prozent versorgt sich Bionade inzwischen mit Biobraugerste aus der Region, immerhin ein Bedarf von 350 Tonnen, welcher in der \u00f6rtlichen M\u00e4lzerei verarbeitet wird. Zus\u00e4tzlich werden j\u00e4hrlich 5.000 Tonnen Biozucker verarbeitet. Um die Kr\u00e4uterlimonade auf heimische Produkte umzustellen, laufen derzeit Anbauversuche in der Bayerischen Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Auch finden Anbauversuche mit Quitten statt. Garvs legt Wert darauf, dass es dabei immer um die Produktion nach Biostandard gehe. Nach seiner Auffassung habe gerade die Modellregion Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n die Entstehung und den Erfolg von Bionade beg\u00fcnstigt. Bionade wolle nunmehr ihren Beitrag dazu leisten, die Rh\u00f6n als \u00f6kologische Modellregion weiter zu entwickeln. F\u00fcr die heimischen Landwirte k\u00f6nnte insbesondere der Anbau von Holunder, aber auch von Quitten, von Interesse sein. Beim Holunder stellt sich nach drei bis vier Jahren der erste Vollertrag ein. Um die Landwirte abzusichern, biete Bionade Zehn-Jahres-Vertr\u00e4ge bei einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen Preisbindung und einem Kilopreis, der deutlich \u00fcber dem Marktpreis liege.<\/p>\n<p>Der Holunderertrag pro Hektar liegt durchschnittlich bei sechs Tonnen, wobei der Ertrag extrem vom fachgerechten Baumschnitt abh\u00e4ngt. Die Vertragslandwirte von Bionade bauen die Holundersorten Haschberg und Sambro an. Die Kosten je Pflanze liegen bei 4,50 bis 5,50 Euro, wobei pro Hektar etwa 400 bis 500 Pflanzen ausgebracht werden. Der Pflegeaufwand wird inklusive Ernte mit 400 Stunden pro Hektar kalkuliert. F\u00fcr ein Kilo Bioholunder-Beeren zahlt Bionade derzeit 1,05 Euro. Die Verarbeitung des Holunders wird von der Firma Elm aus Flieden \u00fcbernommen. Die Holunderb\u00e4ume werden bis zu 20 Jahre alt. Neben den Beeren kann auch die Holunderbl\u00fcte geerntet und verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Garvs macht deutlich, dass er gerne mit Landwirten aus der Hessischen Rh\u00f6n zusammen arbeiten m\u00f6chte und ihm sehr daran gelegen sei, mit einem hiesigen Pionierbetrieb erste Schritte zu gehen. Um den heimischen Landwirten den Bioanbau n\u00e4her zu bringen, werden Bauernverband und Biosph\u00e4renreservat in 2010 eine Exkursion ins fr\u00e4nkische Ostheim an-bieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Zu einer Informationsveranstaltung \u00fcber den Anbau von Holunder in Zusammenarbeit mit Bionade hatte der Kreisbauernverband und das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n nach Margretenhaun eingeladen. Dr. Beier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kreisbauernverbandes, begr\u00fc\u00dfte den Referenten Michael Garvs von der Bionade GmbH in Ostheim. 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