{"id":44369,"date":"2009-11-07T05:20:50","date_gmt":"2009-11-07T04:20:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=44369"},"modified":"2009-11-07T07:08:16","modified_gmt":"2009-11-07T06:08:16","slug":"eroeffnung-der-ausstellung-das-aktuelle-bild-im-vonderau-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=44369","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201eDas Aktuelle Bild\u201c im Vonderau Museum"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091106_Bild.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-44370\" title=\"091106_Bild\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091106_Bild.jpg\" alt=\"091106_Bild\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091106_Bild.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/091106_Bild-265x181.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Fulda.<\/strong> In der Ausstellung \u201eDas aktuelle Bild \u2013 Die 60er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik\u201c, deren Er\u00f6ffnung am 9. November um 15 Uhr ist, wird sichtbar, wie das DDR-Regime seine B\u00fcrger durch die \u201eSichtagitation\u201c \u2013 so die damalige Floskel &#8211; zu manipulieren und seine Macht zu festigen versuchte. Propaganda und Meinungsmache verf\u00e4lschten gerade in der Phase der Teilung und des Aufbaus nach dem Krieg das Bild der tats\u00e4chlichen Gegebenheiten sehr. Im Vonderau Museum wird sich im Rahmen der Veranstaltungs-reihe \u201eObjekt im Blickpunkt\u201c eine Folge von zentral redigierten und hergestellten Wandzeitungen der 60er Jahre dem Alltag, den industriellen und landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch politischen Ereignissen der damaligen DDR widmen. Die Ausstellung ist vom 10. November bis 22. November 2009 im Vonderau Museum zu sehen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Wandzeitungen<\/strong><\/p>\n<p>Wandzeitungen wurden vor allem in der noch jungen Sowjetunion im gro\u00dfen Stil f\u00fcr Propagandazwecke genutzt und verbreiteten sich schnell auch auf alle anderen sozialistischen L\u00e4nder. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus wurde die \u201eParole der Woche\u201c ver\u00f6ffentlicht, eine Wandzeitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Julius Streicher, Herausgeber des Kampfblattes \u201eDer St\u00fcrmer\u201c, lie\u00df sie in Form eines Ausstellungskastens (\u201eSt\u00fcrmerkasten\u201c) in nahezu jeder deutschen Gemeinde aufstellen. Sp\u00e4ter war es auch in der DDR \u00fcblich, in Betrieben und Schulen Wandzeitungen zu politischen und sonstigen Themen f\u00fchren zu lassen. Diese wurden vor allem f\u00fcr Agitprop-Zwecke verwendet.<\/p>\n<p><strong>Das Aktuelle Bild<\/strong><\/p>\n<p>Das Aktuelle Bild \u2013 die Wandzeitung der DEWAG WERBUNG Berlin erschien 14-t\u00e4gig in vier Ausgaben (A \u2013 Allgemein (erst seit 1969), B \u2013 Betrieb, L \u2013 Landwirtschaft und S \u2013 Schule) und wurde in der Regel im Abonnement an die Betriebe, Schulen und Parteiorganisationen versendet. Die Wandzeitung, die wegen der technischen Umsetzung nur selten wirklich aktuell sein konnte, wurde durch bestimmte Beilagen, wie das aktuelle Foto und das aktuelle Gro\u00dffoto begleitet.<\/p>\n<p>Diese Medien versuchten als Zusatz zur Wandzeitung, wenn auch ohne inhaltlichen Bezug zum eigentlichen Thema, auf tagespolitische Ereignisse zeitn\u00e4her zu reagieren. Die hier vorgestellten, meist ungebrauchten Ausgaben B und L gingen an die Ortsparteiorganisation in Geisa, zu H\u00e4nden des Genossen Leo Schuh, der die Umschl\u00e4ge, manchmal sogar unge\u00f6ffnet, auf einem Stapel im B\u00fcro lagerte. So blieben sie \u00fcber die Zeit der Wende hinaus auch f\u00fcr die nachfolgenden Generationen gut erhalten, konnten aber wohl nur selten ihren prim\u00e4ren Zweck erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Er\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Die Er\u00f6ffnung findet am Montag, 9. November 2009, um 15.00 Uhr im und vor dem Vonderau Museum Fulda am Jesuitenplatz 2 statt. Zur Er\u00f6ffnung wird in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr vor dem Eingang des Vonderau Museums unter Regie von Christoph Krassa ein \u201eStillleben\u201c zum Thema deutsch-deutsche Grenze 1989 arrangiert. Uniformierte Soldaten der DDR-Grenztruppe, des Bundesgrenzschutzes, der amerikanischen Truppen sind mit ihren originalen Fahrzeugen (auch Trabis) dabei. Diese Aktion konnte dank einer gro\u00dfz\u00fcgigen Hilfe der Point Alpha Stiftung verwirklicht werden.<\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung ist vom 10. November bis 22. November 2009 im Vonderau Museum in Fulda zu sehen. Der Eintritt ist frei. \u00d6ffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr.<\/strong> (cp)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. In der Ausstellung \u201eDas aktuelle Bild \u2013 Die 60er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik\u201c, deren Er\u00f6ffnung am 9. November um 15 Uhr ist, wird sichtbar, wie das DDR-Regime seine B\u00fcrger durch die \u201eSichtagitation\u201c \u2013 so die damalige Floskel &#8211; zu manipulieren und seine Macht zu festigen versuchte. 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