{"id":4347,"date":"2007-07-23T03:18:59","date_gmt":"2007-07-23T01:18:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=4347"},"modified":"2007-12-18T17:17:17","modified_gmt":"2007-12-18T16:17:17","slug":"kind-oder-karierre-der-trend-geht-zum-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=4347","title":{"rendered":"&#8220;Kind oder Karierre?&#8221; Der Trend geht zum &#8220;und&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/070723_Tonus_01.jpg\" title=\"Foto: Max Colin Heydenreich\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" width=\"128\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/070723_Tonus_01.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"070723_Tonus_01.jpg\" \/><\/a><strong>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> Abitur, Studium, Beruf, Kind, Karriereknick. Mit der \u201eElternzeit-L\u00fccke\u201c in der Vita konnten sich in der Vergangenheit viele ambitionierte Frauen nur schwer arrangieren. \u201eKind oder Karriere?\u201c, lautete die Frage. Inzwischen geht der Trend ganz deutlich zum \u201eund\u201c.<\/p>\n<p>Dass und unter welchen Voraussetzungen Frauen beides vereinbaren k\u00f6nnen, erz\u00e4hlen die Chirurgin Privatdozentin Dr. Carolin Tonus, Kulturwissenschaftlerin Dr. Gabriele K\u00f6nig und Betriebswirtin Biane Ronken \u2013 drei erfolgreiche Frauen, die sich bewusst f\u00fcr ihre Rolle als berufst\u00e4tige Mutter entschieden haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dabei dachte Biane Ronken bis zur Geburt ihres Sohnes Liam (2), dass sie in den ersten drei Jahren ausschlie\u00dflich f\u00fcr ihren Sohn da sein w\u00fcrde. \u201eIch war eine Verfechterin des konservativen Modells\u201c, erz\u00e4hlt sie. Im Alltag mit Liam habe sie gemerkt, dass sie ihre Arbeit in der Marktforschung bei Tegut mehr vermisst, als erwartet. Seit einem guten halben Jahr arbeitet sie in Teilzeit und denkt dar\u00fcber nach, die Stundenzahl allm\u00e4hlich wieder etwas zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Carolin Tonus, Chef\u00e4rztin der Chirurgie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, und Gabriele K\u00f6nig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Kinderakademie Fulda stand es nie zur Debatte, die Entscheidung zwischen Kind oder Beruf zu f\u00e4llen. \u201eIch wollte beides\u201c, sagt die 41-j\u00e4hrige Chirurgin, \u201eein Kind haben und meinen beruflichen Weg weitergehen.\u201c Als die \u00c4rztin vor f\u00fcnfeinhalb Jahren ihren Sohn Lauryn zur Welt brachte, war sie nach dem Ende der Mutterschutzfrist wieder bei ihren Patienten im Krankenhaus.\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Auch Gabriele K\u00f6nig, Mutter von Florian (9) und Jakob (5), sagt: \u201eMir war von Anfang an klar, dass ich mich in der Rolle der Ganztagsmutter nicht wohl f\u00fchlen w\u00fcrde.\u201c Nach kurzen Babypausen sa\u00df sie wieder am Schreibtisch und war in Sachen Kinderakademie in ganz Deutschland unterwegs. \u201eGelegentlich hatte ich meine S\u00f6hne sogar bei Vortr\u00e4gen dabei\u201c, erinnert sie sich.<\/p>\n<p>Weil diese Flexibilit\u00e4t aber eher die Ausnahme als die Regel ist, brauchen berufst\u00e4tige M\u00fctter Strukturen, Netzwerke und klassische Kernkompetenzen, um Familien- und Berufsleben in Einklang zu bringen. Organisationstalent, Disziplin, Konsequenz und ein Umfeld, das die Berufst\u00e4tigkeit \u00fcberhaupt erm\u00f6glicht, bilden die Basis des Erfolges, erkl\u00e4ren die drei Frauen. Denn ohne Tagesmutter, Kindertagesst\u00e4tte und einen Partner, der die beruflichen Ambitionen unterst\u00fctzt, w\u00fcrde es nicht funktionieren.<\/p>\n<p>Warum die Frauen den erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwand \u00fcberhaupt in Kauf nehmen? Tonus erkl\u00e4rt: \u201eOhne meine Patienten w\u00fcrde mir einfach etwas Entscheidendes fehlen.\u201c Gabriele K\u00f6nig wei\u00df: \u201eEs geht nicht nur darum, wirtschaftlich unabh\u00e4ngig zu sein, sondern auch darum, beruflich etwas bewegen zu k\u00f6nnen.\u201c Und Biane Ronken hat erkannt, dass sie mit der Berufst\u00e4tigkeit einfach eine zufriedenere Mutter ist.<\/p>\n<p>Doch um einen freien Kopf f\u00fcr die Arbeit zu haben, m\u00fcssen zwei entscheidende Voraussetzung erf\u00fcllt sein: \u201eDie Kinder w\u00e4hrend der Arbeitszeit in guten H\u00e4nden zu wissen und ihnen zu vermitteln, dass die Mama, wenn es darauf ankommt, immer da ist.\u201c Das F\u00fcr- die-Kinder-da-sein definieren die drei erfolgreichen Frauen nicht \u00fcber die Summe der gemeinsam verbrachten Stunden &#8211; sondern \u00fcber die Intensit\u00e4t und Qualit\u00e4t der Zeit, die Mutter und Kind f\u00fcreinander haben. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. Abitur, Studium, Beruf, Kind, Karriereknick. Mit der \u201eElternzeit-L\u00fccke\u201c in der Vita konnten sich in der Vergangenheit viele ambitionierte Frauen nur schwer arrangieren. \u201eKind oder Karriere?\u201c, lautete die Frage. Inzwischen geht der Trend ganz deutlich zum \u201eund\u201c. 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