{"id":42882,"date":"2009-10-24T06:25:17","date_gmt":"2009-10-24T04:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=42882"},"modified":"2009-10-24T10:14:15","modified_gmt":"2009-10-24T08:14:15","slug":"klinik-leitung-informiert-ueber-aktuellen-sachstand-zu-salmonelleninfektion-eine-gefahr-fuer-patienten-hat-zu-keiner-zeit-bestanden-umfangreiches-sicherheitssystem-gewaehrleistet-hohe-patientensi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=42882","title":{"rendered":"Klinik-Leitung informiert \u00fcber aktuellen Sachstand zu Salmonelleninfektion\/  Eine Gefahr f\u00fcr Patienten hat zu keiner Zeit bestanden:  Umfangreiches Sicherheitssystem gew\u00e4hrleistet  hohe Patientensicherheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Zwei F\u00e4lle von Salmonellenerkrankungen bei Patienten, vor allem aber der Nachweis einer Infektion bei einer Mitarbeiterin in der K\u00fcche des Fuldaer Klinikums in zeitlichem Zusammenhang hat die Klinik-Leitung veranlasst, ausf\u00fchrlich\u00c2\u00a0 \u00fcber Details und aktuelle Sachst\u00e4nde der aufgetretenen Salmonellenf\u00e4lle zu informieren. \u201eF\u00fcr uns ist die fr\u00fchzeitige Information oberstes Gebot angesichts der Ereignisse von 2007. Wir befinden uns vor diesem Hintergrund in einer ganz besonderen Situation\u201c, betonte Klinik-Vorstand Harald Jeguschke in einem Pressegespr\u00e4ch.<!--more--><\/p>\n<p>Erfreuliches Ergebnis: Aufgrund der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen ist die beschwerdefreie K\u00fcchen-Mitarbeiterin, von der routinem\u00e4\u00dfig eine Stuhlprobe nach ihrem Auslands-Urlaub genommen worden war, unmittelbar nach dem Nachweis der Infektion und bevor der abschlie\u00dfende Befund vorlag, vorsorglich vom Dienst freigestellt worden.<\/p>\n<p>Ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung der Patienten und der Mitarbeiterin konnte nicht festgestellt werden. Beide Patienten sind inzwischen beschwerdefrei aus dem Klinikum entlassen worden. Sie befinden sich wie die K\u00fcchen-Mitarbeiterin in haus\u00e4rztlicher Betreuung. Die Mitarbeiterin darf erst nach Zustimmung durch das Kreisgesundheitsamt ihre Arbeit wieder aufnehmen.<\/p>\n<p><strong>Lehren gezogen<\/strong><br \/>\n\u201eWir haben aus den Erfahrungen von 2007 unsere Lehren gezogen\u201c, betonte Jeguschke und erg\u00e4nzt, dass bei entsprechenden Erkrankungsbildern am Klinikum Fulda eine sehr hohe Patientensicherheit\u00c2\u00a0 bestehe. Bei zum Beispiel Durchfallerkrankungen werden sofort Untersuchungen vorgenommen und\u00c2\u00a0 gegebenenfalls die Patienten isoliert, erl\u00e4uterte der Klinik-Vorstand. Der Bereich Krankenhaushygiene sorge f\u00fcr ein umfassendes Sicherungssystem im Sinne der Patienten. \u201eWir schauen jeden Einzelfall im Klinikum genauestens an.\u201c Wie Jeguschke weiter ausf\u00fchrte, sei der K\u00fcchenbetrieb des Klinikums durch das Kreisgesundheitsamt untersucht worden. Es\u00c2\u00a0 habe \u201ekeine Beanstandungen gegeben\u201c.<br \/>\n<strong><br \/>\nAnreicherungsversuche<\/strong><br \/>\n\u00dcber den Ablauf im konkreten Fall der K\u00fcchen-Mitarbeiterin informierte Privat-Dozentin Dr. Heike Wei\u00dfer, Leiterin des Zentrallabors. Am 12. Oktober sei eine Probe angelegt worden. Am darauf folgenden Tag war das Ergebnis negativ. Am 13. Oktober, so Wei\u00dfer, habe jedoch nach so genannten \u201eAnreicherungsversuchen\u201c ein konkreter neuer Zwischenbefund vorgelegen, der einen Infektionsnachweis erbrachte. Die Mitarbeiterin sei daraufhin sofort frei gestellt und das Kreisgesundheitsamt informiert worden.<\/p>\n<p>Salmonelleninfektionen bei einzelnen Patienten seien im \u00dcbrigen \u201ein allen deutschen Krankenh\u00e4usern keine exotischen Einzelf\u00e4lle. \u201eDa es aber eine Mitarbeiterin der K\u00fcche war, sind wir an die \u00d6ffentlichkeit herangetreten\u201c, so Jeguschke. Seit 2007 besteht beim Zusammentreffen der Begriffe \u201eSalmonellen\u201c und \u201eKlinikum Fulda\u201c in besonderes \u00f6ffentliches Interesse. Im letzten Jahr gab es am Klinikum 74 an Salmonellen erkrankte Patienten. Bis dato z\u00e4hlt das Haus in diesem Jahr 64 Salmonellenkranke.<\/p>\n<p>In allen F\u00e4llen haben sich diese Patienten die Infektion nicht im Klinikum erworben beziehungsweise sind wegen dieser Infektion ins Klinikum eingewiesen worden. Allerdings bestehe regional keine besondere Gef\u00e4hrdungslage, wie Jeguschke und Klinik-Hygieniker Martin Eikenberg betonen. Alleine in Hessen waren laut Eikenberg im vergangenen Jahr 1.777 F\u00e4lle von Salmonellenerkrankungen gemeldet.\u00c2\u00a0 \u201eDurch im Klinikum etablierte, \u00fcber die gesetzlichen Vorschriften deutlich hinausgehende Vorkehrungsma\u00dfnahmen entdecken wir Erkrankungen sehr schnell.\u201c<br \/>\n<strong><br \/>\nPr\u00e4ventive Untersuchung<\/strong><br \/>\nAls weitere Vorkehrungsma\u00dfnahme werden derzeit alle K\u00fcchenmitarbeiter und sonstigen mit der Lebensmittelproduktion in Verbindung stehenden Mitarbeiter \u2013 knapp 100 -\u00c2\u00a0 pr\u00e4ventiv\u00c2\u00a0 (und zus\u00e4tzlich zu den regelm\u00e4\u00dfigen Routinekontrollen) untersucht. Die Auswertung liegt nach Ank\u00fcndigung der Fuldaer Klinik-Leitung Anfang kommender Woche vor. \u201eWir wollen damit demonstrieren, wie wir uns mit dem Thema Salmonellen auseinandersetzen und zeigen, dass wir es nicht auf die leichte Schulter nehmen.\u201c Im \u00dcbrigen, so erg\u00e4nzt Jeguschke, sei schon in der letzten Woche auszuschlie\u00dfen gewesen, dass die K\u00fcchen-Mitarbeiterin mit Lebensmitteln in Kontakt kommen und damit eine Infektion unabsichtlich verbreiten konnte.<\/p>\n<p>Wie der medizinische Direktor des Klinikums, Privat-Dozent Dr. Achim Hellinger erl\u00e4uterte, gibt es Salmonelleninfektionen, die auch ohne Krankheitssymptome ablaufen. Wichtig sei jedoch im Falle nachgewiesener Salmonellenerkrankungen, dass die Patienten isoliert werden, eine unmittelbare Behandlung erfolgt und neben der Aufkl\u00e4rung des Patienten \u00fcber die Situation gegebenenfalls auch das Umfeld der Betroffenen untersucht wird.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbertragungswege<\/strong><br \/>\nZu den \u00dcbertragungswegen sagte Klinik-Hygieniker Martin Eikenberg, dass das\u00c2\u00a0 Besondere bei Salmonellen sei, dass eine \u00dcbertragung von Mensch zu Mensch extrem unwahrscheinlich ist. In der Regel sei dies nur durch infizierte Nahrungsmittel wie Eier oder etwa Gefl\u00fcgelfleisch m\u00f6glich. \u201eSalmonelleninfektionen sind deshalb in der Regel Lebensmittelinfektionen.\u201c Die Klinikleitung wird ihre Politik der transparenten und fr\u00fchzeitigen Information in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt und den Medien fortsetzen. (mb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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