{"id":42642,"date":"2009-10-22T08:08:43","date_gmt":"2009-10-22T07:08:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=42642"},"modified":"2009-11-08T08:08:59","modified_gmt":"2009-11-08T07:08:59","slug":"fast-alles-unter-einem-gruenen-dach-oberelsbacher-managementzentrum-vor-zehn-jahren-eingeweiht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=42642","title":{"rendered":"(Fast) alles unter einem gr\u00fcnen Dach &#8211; Oberelsbacher Managementzentrum vor zehn Jahren eingeweiht"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-42644\" title=\"091022_Managementzentrum2\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum2-265x168.jpg\" alt=\"091022_Managementzentrum2\" width=\"265\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum2-265x168.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum2.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Oberelsbach.<\/strong> Vor zehn Jahren hielten die Bayerische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n und der Verein Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n e.V. Einzug in das damals neu errichtete Managementzentrum f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Der modern anmutende Bau aus Holz, Glas und Beton beherbergt heute weitere Institutionen der Region und vereint rund 25 Arbeitspl\u00e4tze unter seinem Dach. Ob der zweigeteilte Bauk\u00f6rper nun sch\u00f6n ist oder nicht \u2013 dar\u00fcber wird sich jeder seine ganz pers\u00f6nliche Meinung bilden. \u201eF\u00fcr mich ist das ein Funktionsgeb\u00e4ude, das seinen Zweck erf\u00fcllt. Zum Repr\u00e4sentieren war und ist es nicht gedacht. Allerdings, mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt es auch sehr gut\u201c, sagt der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n und \u201eHausherr\u201c, Regierungsdirektor Michael Geier. Gleichzeitig erinnert er daran, dass fr\u00fcher an der gleichen Stelle ein Scheunen-Riegel stand. \u201eJetzt haben wir eben eine Scheune mit Fenstern\u201c, meint er.<!--more--><\/p>\n<p>Dass die Wahl f\u00fcr den Sitz der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n auf Oberelsbach fiel, habe wohl den Grund gehabt, dass 1984 hier in Oberelsbach das 1. Naturschutzinformationszentrum \u00fcberhaupt in der Rh\u00f6n entstanden war. \u201eDie Kommune war auch sehr engagiert, die Verwaltungsstelle zu behalten, nachdem sie zuerst in einem gemeindlichen und dann in einem privaten Objekt von Oberelsbach eingemietet war\u201c, blickt Geier zur\u00fcck. Als dann im Rahmen der \u201eOffensive Zukunft Bayern\u201c pl\u00f6tzlich f\u00fcnf Millionen Mark f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n zur Verf\u00fcgung standen, habe Oberelsbach nicht gez\u00f6gert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-42643\" title=\"091022_Managementzentrum\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum-265x175.jpg\" alt=\"091022_Managementzentrum\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/091022_Managementzentrum.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Das jetzige Managementzentrum war nicht der erste Entwurf f\u00fcr das Geb\u00e4ude. \u201eWir durften eine Bausumme von zwei Millionen Mark nicht \u00fcberschreiten. Daher mussten wir sehr kostensparend bauen. Unser Anspruch lag darauf, ein energiesparendes Haus unter Verwendung von einheimischen Materialien zu errichten\u201c, sagt Michael Geier. Dies sei letztlich auch gelungen: Nicht von ungef\u00e4hr befinde sich im Foyer ein Fu\u00dfboden aus Basalt. Das ganze Geb\u00e4ude werde von der Bodenplatte und den zwei massiven Beton-Innenw\u00e4nden getragen. \u201eAlles andere ist Holzst\u00e4nderbau.<\/p>\n<p>Aber damit haben wir es 1999 geschafft, ein Verwaltungsgeb\u00e4ude zu errichten, das zwischen Niedrigenergie- und Passivhaus liegt. Das war f\u00fcr damals sehr fortschrittlich.\u201c Letztlich sei es gelungen \u2013 ob umstritten oder nicht \u2013 seitens der Architektur ein Zeichen zu setzen. Als Heizung ist eine Holzpelletheizung installiert. Inzwischen\u00c2\u00a0 werden Pellets in der Rh\u00f6n hergestellt, k\u00f6nnen also regional bezogen werden.<\/p>\n<p>Im Juli 1998 war vom Bayerischen Staatsministerium f\u00fcr Landesentwicklung und Umweltfragen der Planungsauftrag f\u00fcr den Neubau des Managementzentrums an das Staatliche Hochbauamt Bad Kissingen ergangen. Auch hier waren die Kriterien Kompakthaus, energieoptimierte Bauweise, \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche wirtschaftliche Restw\u00e4rmenutzung, standorttypische biologisch unbedenkliche Baumaterialien und \u00f6kologisch vorbildliche Au\u00dfenanlagengestaltung vorgegeben.<\/p>\n<p>Heute vermittelt das lichtdurchflutete, offene Foyer als zentraler Verkehrsbereich die Verschmelzung von Innen und Au\u00dfen, von Haus und Vegetation. Leitender Entwurfsgedanke war es, das Foyer gewisserma\u00dfen als \u00fcberdachten Au\u00dfenbereich zu definieren. Die D\u00e4cher der beiden gegen\u00fcberliegenden Bauk\u00f6rper, die die B\u00fcror\u00e4ume beinhalten, wurden mit einem Gr\u00fcndach versehen, um die dem Boden entnommene Vegetationsfl\u00e4che auf einer anderen Ebene ann\u00e4hernd zu ersetzen. Im Au\u00dfenbereich finden sich unter anderem Nuss- und Obstb\u00e4ume, und der kleine Parkplatz ist mit einem wassergebundenen Belag versehen. Die Anzahl der Obstb\u00e4ume auf dem Grundst\u00fcck ist heute h\u00f6her als sie fr\u00fcher war.<\/p>\n<p>Die bayerische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n und der Verein Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n e.V. waren 1999 mit etwa zehn Arbeitspl\u00e4tzen in das Managementzentrum eingezogen. Desweiteren haben sich\u00c2\u00a0 der Verein Dachmarke Rh\u00f6n e.V. und die Dachmarke Rh\u00f6n GmbH sowie der Verein Rh\u00f6nNatur eingemietet. Au\u00dferdem haben ein Gebietsbetreuer der Wildlandstiftung sowie der Koordinator f\u00fcr das Projekt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n \u201eDie Rh\u00f6n- Wanderwelt Nummer 1\u201c ihre B\u00fcros in dem Haus.<\/p>\n<p>\u201eAls wir hier eingezogen sind, war noch vieles in der Schwebe. Wir befanden uns mitten im Wettbewerb ,Region der Zukunft\u00e2\u20ac\u02dc; es gab noch keine ARGE Rh\u00f6n, und wir hatten noch keinen Vertrag mit dem Verein Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayer. Rh\u00f6n e.V. bez\u00fcglich der Umweltbildung. Heute ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass wir als Region so aufgestellt sind\u201c, blickt Michael Geier zur\u00fcck. Au\u00dferdem habe es damals noch kein Informationszentrum \u201eHaus der Langen Rh\u00f6n\u201c in Oberelsbach gegeben \u2013 auch dieses sei ein Kind der \u201eOffensive Zukunft Bayern\u201c.<\/p>\n<p>In dasselbe Programm geh\u00f6rten der Bau des Aussichtsturmes im \u201eSchwarzen Moor\u201c sowie der Bau des Naturvermittlungsbereichs sowie des Kiosk mit Sanit\u00e4rgeb\u00e4ude am Schwarzen Moor. Das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n war damit im bayerischen Teil zehn Jahre lang nicht nur Ausl\u00f6ser erheblicher Investitionen, das Managementzentrum vereinigt inzwischen auch 21 Voll- und Teilzeitbesch\u00e4ftigte unter seinem Dach.<\/p>\n<p>Im Laufe der letzten zehn Jahre hat das Managementzentrum viele in- und ausl\u00e4ndische Besucher und Besuchsgruppen gesehen, darunter viele Vertreter in- und ausl\u00e4ndischer Naturparke und Biosph\u00e4renreservate. Pro Jahr treffen die Mitarbeiter der Verwaltungsstelle und des Vereins mit f\u00fcnf bis sechs ausl\u00e4ndischen Delegationen zusammen. Unter anderem begr\u00fc\u00dften Michael Geier und sein Team hier den stellvertretenden Umweltminister von China, den stellvertretenden Umweltminister von Nikaragua und den rangh\u00f6chsten Beamten des thail\u00e4ndischen Umweltministeriums.<\/p>\n<p>Hinzu kamen G\u00e4ste aus Vietnam, Korea, Brasilien, Russland, Kasachstan, der Mongolei, Australien, Wei\u00dfrussland und Kanada. Auch Vertreter aus Estland, Finnland, Frankreich, Israel, der Kaukasus-Region und aus Marokko f\u00fchrten hier Gespr\u00e4che. Erst k\u00fcrzlich war der Chef der iranischen Forstverwaltung in Oberelsbach, um sich \u00fcber die nachhaltige Nutzung naturnaher Laubw\u00e4lder auszutauschen.<br \/>\n\u201eDiese Besuche werden \u00fcberwiegend von der Gesellschaft f\u00fcr Technische Zusammenarbeit (GTZ) vermittelt. Bei Gespr\u00e4chspartnern aus den Nationalparken und Biosph\u00e4renreservaten geht es meist um das Schutzgebietsmanagement, um die Zusammenarbeit mit der Bev\u00f6lkerung und um aktuelle Probleme der Landnutzung. Die Russen sind beispielsweise sehr daran interessiert, wie man in einem Biosph\u00e4renreservat der UNESCO eine nachhaltige Entwicklung organisieren kann\u201c, erl\u00e4utert Michael Geier. \u201eLetztlich suchen alle nach einem Weg, die Zukunft zu gestalten \u2013 genau wie wir.<\/p>\n<p>Alle suchen nach Beispielen, von denen sie selbst profitieren k\u00f6nnen\u201c, erg\u00e4nzt er. Dabei gebe es aber immer gegenseitig etwas zu lernen. \u201eDie Rh\u00f6n kann bei Begegnungen auf internationaler Ebene viele Impulse mitnehmen. Ich war zum Beispiel \u00fcberrascht, mit welcher Konsequenz und Professionalit\u00e4t man in China Besucherlenkung betreibt\u201c, nennt Geier ein Beispiel.<br \/>\nNicht zuletzt ist aus einer solchen Begegnung auch die dauerhafte Partnerschaft mit dem s\u00fcdafrikanischen Biosph\u00e4renreservat \u201eKruger to Canyons\u201c entstanden, in deren Folge sich weiterf\u00fchrende Projekte im Bereich Bildung, nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energien entwickelt haben.<\/p>\n<p>Fotos: Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Wolfgang D\u00fcrr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Oberelsbach. Vor zehn Jahren hielten die Bayerische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n und der Verein Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n e.V. Einzug in das damals neu errichtete Managementzentrum f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. 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