{"id":42373,"date":"2009-10-20T05:45:53","date_gmt":"2009-10-20T03:45:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=42373"},"modified":"2009-10-19T16:10:11","modified_gmt":"2009-10-19T14:10:11","slug":"stolpersteine-sollen-an-juedische-familien-erinnern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=42373","title":{"rendered":"\u201eStolpersteine\u201c sollen an j\u00fcdische Familien erinnern"},"content":{"rendered":"<p><strong>H\u00fcnfeld.<\/strong> An die j\u00fcdischen Familien in H\u00fcnfeld, die durch das Terrorregime des Nationalsozialismus ausgel\u00f6scht wurden, sollen \u201eStolpersteine\u201c erinnern. Der erste dieser \u201eStolpersteine\u201c wird am Freitag, 23. Oktober, um 14.30 Uhr in der Brunnenstra\u00dfe 2 verlegt. Die Aktion geht zur\u00fcck auf den K\u00f6lner K\u00fcnstler Gunther Demnig, der dieses Projekt bereits 1993 startete. In H\u00fcnfeld wird der K\u00fcnstler unterst\u00fctzt durch Bastian Nitzschke und die Burghauner Buchautorin Elisabeth Sternberg-Siebert, die mehrere B\u00fccher \u00fcber die Geschichte der j\u00fcdischen Familien im H\u00fcnfelder Land verfasst\u00c2\u00a0 hat und an der Gestaltung einer Ausstellung \u00fcber das j\u00fcdische Leben im H\u00fcnfelder Land im Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte beteiligt war. Im Museum ist parallel dazu eine Sonderausstellung \u00fcber die \u201ej\u00fcdischen Familien von H\u00fcnfeld\u201c zu sehen.<!--more--><\/p>\n<p>In der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft lebten noch 14 j\u00fcdische Familien in H\u00fcnfeld. Zu ihnen geh\u00f6rten die Familien Bienstein, Nu\u00dfaum, Steinberger, Strau\u00df, Wertheim, Weinberg und W\u00fcrzburger. In die Gehwege vor ihren fr\u00fcheren H\u00e4usern sollen in Messing gegossene Stolpersteine eingelassen werden. Das Projekt im Vorfeld des 700-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Verleihung der Stadtrechte an H\u00fcnfeld soll ma\u00dfgeblich durch private Sponsoren finanziert werden.<\/p>\n<p>Dazu wurde bei der VR-Bank NordRh\u00f6n eG (BLZ 530 612 30) ein Spendenkonto mit der Nummer 100047988 eingerichtet, auf das Spendenbetr\u00e4ge unter dem Verwendungszweck \u201eSpende Stolpersteine H\u00fcnfeld\u201c eingezahlt werden k\u00f6nnen. Ein Stein kostet 95 Euro. Der Magistrat der Stadt H\u00fcnfeld hatte nach den Worten von B\u00fcrgermeister Dr. Eberhard Fennel dieser Initiative sofort Unterst\u00fctzung zugesagt, nachdem das Projekt an die Stadt herangetragen worden war.<\/p>\n<p>Damit soll nicht nur an die Verfolgung und Ermordung ehemaliger j\u00fcdischer Mitb\u00fcrger H\u00fcnfelds erinnert werden, sondern auch an den Verlust der j\u00fcdischen Gemeinde, die \u00fcber Jahrhunderte das Leben in H\u00fcnfeld mit gestaltet und gepr\u00e4gt hatte. Deshalb unterh\u00e4lt die Stadt Kontakt zu den noch lebenden j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern, die heute in den Vereinigten Staaten, in Israel und anderen L\u00e4ndern leben. 1989 waren sie von der Stadt zu einem Besuch eingeladen worden. An die j\u00fcdische Gemeinde erinnert auch eine Gedenktafel am Rathaus in der fr\u00fcheren \u201eJudengasse\u201c.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu dem Projekt sind unter <a href=\"http:\/\/www.stolpersteine-huenfeld.de\" target=\"_blank\">www.stolpersteine-huenfeld.de<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. An die j\u00fcdischen Familien in H\u00fcnfeld, die durch das Terrorregime des Nationalsozialismus ausgel\u00f6scht wurden, sollen \u201eStolpersteine\u201c erinnern. Der erste dieser \u201eStolpersteine\u201c wird am Freitag, 23. Oktober, um 14.30 Uhr in der Brunnenstra\u00dfe 2 verlegt. 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