{"id":4168,"date":"2007-07-12T00:20:47","date_gmt":"2007-07-11T22:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=4168"},"modified":"2007-07-12T00:20:56","modified_gmt":"2007-07-11T22:20:56","slug":"bildungs-und-erziehungsplan-auf-gutem-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=4168","title":{"rendered":"Bildungs- und Erziehungsplan auf gutem Weg"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/070711_bildung.jpg\" title=\"070711_bildung.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/070711_bildung.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"070711_bildung.jpg\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> Nach Abschluss der Erprobungsphase des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes (BEP) haben die Beteiligten in der Region eine kritische Bilanz gezogen. Die Kindertagesst\u00e4tte Fuldaaue hatte gemeinsam mit der Domschule Fulda, den Kindertagesst\u00e4tten Haberswiesen und Abenteuerland in Gro\u00dfenl\u00fcder sowie der Grundschule St. Georg, Gro\u00dfenl\u00fcder, an der Modellphase teilgenommen, die nun nach eineinhalb Jahren im Fr\u00fchjahr 2007 endete. <!--more--><\/p>\n<p>Beide &#8220;Tandems&#8221; haben an der Abschlussveranstaltung der Probephase in Wetzlar teilgenommen. Das &#8220;Tandem Gro\u00dfenl\u00fcder&#8221; stellte dabei in einer Pr\u00e4sentation das gemeinsame Projekt vor. Die Landesregierung stellte die gesamte Auswertung des BEP vor, die leider bislang schriftlich noch nicht vorliegt.<\/p>\n<p><strong>Sichtbare Erfolge<\/strong><\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Probephase war der Entwurf eines Bildungs- und Erziehungsplanes des Landes Hessen im Fr\u00fchsommer 2005, der wegweisend f\u00fcr alle Kinder von 0 bis 10 Jahren Aufgaben und Ziele formuliert. B\u00fcrgermeister Dr. Dippel unterst\u00fctzt ausdr\u00fccklich das Bem\u00fchen um eine weitere Verbesserung der Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Kindertageseinrichtungen: \u201eDie Erzieherinnen leisten nicht nur eine sehr wichtige Aufgabe, sondern sie tun dies mit gro\u00dfem Engagement und mit sichtbaren Erfolgen\u201c, ist Dippel \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Insofern sieht er in dem Bildungs- und Erziehungsplan ein wichtiges Instrument zur Qualit\u00e4tssicherung und Qualit\u00e4tsverbesserung. Die umfassende Beschreibung von Bildung und Erziehung in dem Plan stellt nach Dippels Worten das Kind in den Mittelpunkt. \u201eUnd das ist richtig so\u201c, unterstreicht der Fuldaer B\u00fcgermeister.<\/p>\n<p><strong>Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<p>Seine Kollegin aus Gro\u00dfenl\u00fcder, Silvia Hillenbrand, erg\u00e4nzt, dass der Bildungs- und Erziehungsplan vor allem die F\u00f6rderung des Selbstbewusstseins, des Selbstvertrauens und der sprachlichen Ausdrucksf\u00e4higkeit akzentuiere. Gerade diesen letzten Aspekt habe sich das Tandem aus Gro\u00dfenl\u00fcder zum Schwerpunkt gew\u00e4hlt und dabei erstaunliche Projekte entwickelt. \u201eWir sind stolz auf das, was die Mitarbeiterinnen aus Kindergarten und Schule gemeinsam bewegt haben\u201c, res\u00fcmiert Hillenbrand.<\/p>\n<p>Im Zentrum des Tandems in der Stadt Fulda stand die institutions\u00fcbergreifende Zusammenarbeit von Schule und Kindertageseinrichtung. Beide Einrichtungen haben diesen Prozess als m\u00fchsam, aber sinnvoll und erfolgreich erlebt. Die Begleitung der Eltern beim \u00dcbergang vom Kindergarten in die Grundschule konnte unter anderem durch die Erstellung einer gemeinsamen Elterninformation verbessert werden.<\/p>\n<p><strong>Unzureichende Rahmenbedingungen<\/strong><\/p>\n<p>Daher sind sich alle Beteiligten zwar sicher, dass in der Erprobungsphase Gutes geleistet wurde, dass aber die vollst\u00e4ndige Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplanes in der Praxis an den unzureichenden Rahmenbedingungen scheitert. \u201eDa das Land an dieser Stelle nur Erwartungen formuliert, aber die Realisierung im Alltag der Kindertageseinrichtungen finanziell nicht f\u00f6rdert, geht der Bildungs- und Erziehungsplan einseitig und allein zu Lasten der Kommunen und Tr\u00e4ger, die die Einrichtungen betreiben\u201c, formulieren Dr. Dippel und Hillenbrand deutlich kritisch gegen\u00fcber dem Sozialministerium.<\/p>\n<p>Die kommunalen Spitzenverb\u00e4nde sowie die Kirchen und die Liga der freien Wohlfahrtspflege h\u00e4tten dies schon vor der Erprobungsphase kritisiert und vom Land eine entsprechende Unterst\u00fctzung eingefordert. Die Praxis zeige nun, dass die Qualit\u00e4t der Arbeit gesteigert werden k\u00f6nne, dies aber neben dem gro\u00dfen Engagement der Fachkr\u00e4fte auch eine Personalausstattung erfordere, die derzeit allein aus kommunalen Mitteln nicht zu tragen sei.<\/p>\n<p><strong>Landesregierug will BEP implementieren<\/strong><\/p>\n<p>Die Landesregierung hat sich zur Implementierung des BEP in Hessen entschlossen. Die entsprechenden Aussagen zur Umsetzung sowie des rechtlichen Rahmens fehlen allerdings noch, so die B\u00fcrgermeister. Es soll eine Gesch\u00e4ftsstelle zur Implementierung des BEP eingerichtet werden, die in f\u00fcnf Jahren f\u00fcr eine Umsetzung hessenweit sorgen soll. Dazu will man 100 Multiplikatoren ausbilden, die dann innerhalb der f\u00fcnf Jahre die Fachkr\u00e4fte (Lehrer und Erzieherinnen) ausbilden.<\/p>\n<p>Die Ministerinnen setzten auf ein Freiwilligen-Modell der Multiplikatoren. Dippel und Hillenbrand haben aus ihrem Bereich der beiden Tandems keine Betroffenen zur Verf\u00fcgung gestellt. &#8220;Eine Ausbildung in 25 Modulen bis Juli 2008 plus danach 5 Jahre die hessenweite Qualifizierung von Lehrer und Erzieher, wer will daf\u00fcr die Kosten tragen?&#8221;<\/p>\n<p><strong>&#8220;Gewinner sind unsere Kinder&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Trotzdem und das ist das eigentliche Fazit, das Dippel und Hillenbrand ziehen: &#8220;Wir machen weiter!&#8221;Den Vorteil sehen die beiden darin, dass es gelungen sei, eine verbesserte Verzahnung von Kindergarten und Schule &#8220;auf gleicher Augenh\u00f6he&#8221; zu bewerkstelligen. F\u00fcr die Kinder ist die konsequente Verst\u00e4ndigung auf gemeinsame Ziele in der vorschulischen und schulischen Bildung die Voraussetzung daf\u00fcr, dass der \u00dcbergang zwischen den Bildungsabschnitten flie\u00dfend gestaltet werden kann. &#8220;Gewinner sind unsere Kinder&#8221;, darin sind sich Dippel und Hillenbrand einig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Nach Abschluss der Erprobungsphase des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes (BEP) haben die Beteiligten in der Region eine kritische Bilanz gezogen. 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