{"id":41574,"date":"2009-10-13T05:33:17","date_gmt":"2009-10-13T03:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=41574"},"modified":"2009-10-13T08:33:41","modified_gmt":"2009-10-13T06:33:41","slug":"umweltstaatssekretaer-wuerdigt-rotes-moor-als-modell-fuer-artenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=41574","title":{"rendered":"Umweltstaatssekret\u00e4r w\u00fcrdigt Rotes Moor als Modell f\u00fcr Artenschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rh\u00f6n. <\/strong>Naturschutzma\u00dfnahmen im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n haben zu einer Wiederansiedlung von rund 30 Insektenarten gef\u00fchrt. Dies erkl\u00e4rte Umweltstaatssekret\u00e4r Mark Weinmeister am Samstag in Ehrenberg-Thaiden (Kreis Fulda) bei einer Jubil\u00e4umsveranstaltung des Naturschutzgebietes Rotes Moor, dem gr\u00f6\u00dften Hochmoor Hessens. \u201eDurch die Ma\u00dfnahmen konnten viele Falter- und Libellenarten, die lange aus der Rh\u00f6n verschwunden waren, im Biosph\u00e4renreservat einen Lebensraum zu finden. Der Artenschwund in Hessen muss gestoppt werden. Dazu leisten wir im Roten Moor unseren Beitrag\u201c, sagte Weinmeister.<!--more--><\/p>\n<p>In den vergangenen f\u00fcnf Jahren f\u00f6rderte das Land die Renaturierung des Roten Moores mit \u00fcber 125.000 Euro. Dabei reichte das Spektrum der Ma\u00dfnahmen von Wiederbew\u00e4sserung \u00fcber Gr\u00fcnlandpflege bis hin zu speziellen Artenschutzma\u00dfnahmen. Das Moor in der Hochrh\u00f6n k\u00f6nne in Bezug auf den Artenschutz als Modell f\u00fcr andere Moorlandschaften in ganz Deutschland gesehen werden, da sich durch die Renaturierung die H\u00e4lfte der 31 Tagfalter- und 27 Libellenarten wieder in der Rh\u00f6n angesiedelt haben.<\/p>\n<p>Darunter befinden sich laut Weinmeister gef\u00e4hrdete Rarit\u00e4ten wie die Torf-Mosaikjungfer, die mit einer Fl\u00fcgelspannweite von 10 Zentimetern zu den gro\u00dfen Libellen z\u00e4hlen. Die Renaturierungsma\u00dfnahmen tragen wirkungsvoll zum Klimaschutz bei. Wenn die Moor-Fl\u00e4che w\u00e4chst, dann wird dabei Kohlendioxid eingeschlossen. Sobald sie entw\u00e4ssert werden, geben sie Kohlendioxid (CO2) ab. \u201eDie Renaturierungsma\u00dfnahmen im Roten Moor haben dazu gef\u00fchrt, dass der CO2-Gehalt in der Luft reduziert wird. Damit hat der Erhalt des Moores in der Rh\u00f6n neben der regionalen Arterhaltung zus\u00e4tzlich noch eine globale Bedeutung\u201c, sagte Weinmeister.<\/p>\n<p>Das Rote Moor ist ein saures Regenmoor mit nat\u00fcrlicher Torfbildung. Es z\u00e4hlt mit einer Fl\u00e4che von 315 Hektar zu den gr\u00f6\u00dften Naturschutzgebieten Hessens und bietet 36 S\u00e4ugetier-, 31 Tagfalter- und 27 Libellenarten einen Lebensraum. Das Schutzgebiet repr\u00e4sentiert einen typischen Landschaftsausschnitt der charakteristischen Plateaulagen der Rh\u00f6n und ist auf einem drei Kilometer langem Rundweg touristisch erschlossen. Das Naturschutzgebiet \u201eRotes Moor\u201c ist Bestandteil des Netzes Natura 2000, liegt innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes \u201eHochrh\u00f6n\u201c und des Vogelschutzgebietes \u201eHessische Rh\u00f6n\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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