{"id":41096,"date":"2009-10-07T06:30:21","date_gmt":"2009-10-07T04:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=41096"},"modified":"2009-10-07T09:06:51","modified_gmt":"2009-10-07T07:06:51","slug":"taiwanesische-autorin-jade-y-chen-stellt-in-der-reihe-leseland-hessen-ihr-buch-die-insel-der-goettin-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=41096","title":{"rendered":"Taiwanesische Autorin Jade Y. Chen stellt in der Reihe \u201eLeseland Hessen\u201c ihr Buch \u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c vor"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda (mb).<\/strong> Die Schriftstellerin Jade Y. Chen stammt aus Taiwan, der Insel der Meeresg\u00f6ttin Mazu. Wenn sie in ihrer Muttersprache liest, klingen ihre Worte oft sanft wie ein Windhauch, aber auch hart und anklagend zugleich. So wie die Geschichte, die sie in \u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c sehr anschaulich und bildreich erz\u00e4hlt. Ihr im jungen M\u00fcnchner Fr\u00fchling Verlag erschienener Roman enth\u00e4lt keine weichgesp\u00fclte Handlung, vielmehr ist er eine anr\u00fchrende Biografie mit allen H\u00f6hen und Tiefen, die die Autorin selbst oder ihre Familie durchlitten haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0622.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-41097\" title=\"Magistratspressestelle\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0622-265x176.jpg\" alt=\"Magistratspressestelle\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0622-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0622.jpg 903w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0620.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-41098\" title=\"Magistratspressestelle\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0620-265x176.jpg\" alt=\"Magistratspressestelle\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0620-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/DSC_0620.jpg 903w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><br \/>\n<strong><br \/>\nPolitische Weltkunde<\/strong><\/p>\n<p>Chens Schreibstil ist fl\u00fcssig, analytisch und gut zu lesen. Ihr Roman gibt einen \u201eEinblick in eine Welt, die uns zugleich nah und fern ist\u201c, wie Fuldas OB und Kulturdezernent Gerhard M\u00f6ller zur Einf\u00fchrung formuliert. Auf den Zuh\u00f6rer wirkt der Roman wie \u201epoetische Weltkunde\u201c. Die beiden W\u00e4chterstatuen der G\u00f6ttin Mazu mit so unglaublichen Namen wie \u201eSieht tausend Stunden weit\u201c und \u201eH\u00f6rt wie der Wind so schnell\u201c sind der Ausgangspunkt einer Erz\u00e4hlung, in der Jade Y. Chen pointiert und beispielhaft den inneren Konflikt der taiwanesischen Bev\u00f6lkerung beschreibt. Denn das Inselvolk setzt sich aus einem bunten Gemisch von Nationalit\u00e4ten zusammen: Vorwiegend Chinesen, aber auch Japaner und Ureinwohner; sie leben bis heute in einem sp\u00fcrbaren Spannungsfeld zusammen. Weil Chen dieses sensible Thema aufgegriffen hat, z\u00e4hlt ihr bereits 2004 in Taiwan unter dem Titel \u201eFamilie der G\u00f6ttin Mazu\u201c erschienenes Buch zu den Bestsellern in der alten Heimat.<\/p>\n<p><strong>Wer bin ich? <\/strong><\/p>\n<p>Als Ausl\u00f6ser f\u00fcr ihre kreative Phase als Buchautorin nennt Chen, dass sie, seitdem sie Kind war, immer wieder die Frage gestellt habe: Wer bin ich?\u201c Der Roman \u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c, die vor 2 \u00c2\u00bd Jahren begonnene \u00dcbersetzung des taiwanesischen Originals ins Deutsche, sei \u201eein Buch \u00fcber meine Familie, mein Land und mich\u201c, bekennt die Schriftstellerin, f\u00fcr die das Schreiben Teil der eigenen Identit\u00e4t ist. Identit\u00e4t im \u00fcbertragenen Sinne hat sie mit ihrem Roman auch ihren taiwanesischen Landsleuten geschenkt. Der Erfolg Ihres Buchs auf der von China unabh\u00e4ngigen Insel ist neben der reizvollen Erz\u00e4hlweise vor allem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Leserinnen und Leser Jade Y. Chen immer wieder best\u00e4tigen, sich dank ihres Buches mit der eigenen Heimat identifizieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr ihre Landsleute ist \u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c gleichsam ein \u201eGleichnis der Geschichte der Nation.\u201c<\/p>\n<p>Mit Ihrer Lesung im Rahmen der Reihe \u201eLeseland Hessen\u201c hat die Autorin, die urspr\u00fcnglich Theaterwissenschaften in Paris studiert und fr\u00fch mit dem Schreiben von Essays begonnen hat, die Zielsetzung des Veranstaltungszyklusses erf\u00fcllt: \u201eF\u00fcr Literaturinteressierte Akzente zu setzen und dar\u00fcber hinaus\u201c, wie M\u00f6ller betont.<\/p>\n<p><strong>Verbotene Liebe<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c ist in der Ich-Form geschrieben und erz\u00e4hlt die Geschichte der Enkelin der jungen Japanerin Ayako aus Okinawa. Die Begegnung mit einem Deutschen ist f\u00fcr die Erz\u00e4hlerin der Ausl\u00f6ser, erstmals nach 15 Jahren wieder in ihre Heimat Taiwan zur\u00fcckzukehren. Auf der Insel der G\u00f6ttin erf\u00e4hrt sie von der verbotenen Liebe zwischen ihrer Gro\u00dfmutter und ihrem Gro\u00dfonkel und sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (mb). Die Schriftstellerin Jade Y. Chen stammt aus Taiwan, der Insel der Meeresg\u00f6ttin Mazu. Wenn sie in ihrer Muttersprache liest, klingen ihre Worte oft sanft wie ein Windhauch, aber auch hart und anklagend zugleich. So wie die Geschichte, die sie in \u201eDie Insel der G\u00f6ttin\u201c sehr anschaulich und bildreich erz\u00e4hlt. Ihr im jungen M\u00fcnchner &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,53,44,29],"tags":[],"class_list":["post-41096","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-bildung","category-kultur","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41096"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41096\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41125,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41096\/revisions\/41125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}