{"id":40974,"date":"2009-10-06T05:50:32","date_gmt":"2009-10-06T03:50:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=40974"},"modified":"2009-10-06T08:32:01","modified_gmt":"2009-10-06T06:32:01","slug":"20-jahre-mauerfall-kolpingwallfahrt-und-pontifikalamt-mit-2000-glaeubigen-an-der-ehemaligen-innerdeutschen-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=40974","title":{"rendered":"20 Jahre Mauerfall &#8211; Kolpingwallfahrt und Pontifikalamt mit 2000 Gl\u00e4ubigen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda\/ Erfurt. <\/strong>Am 3. Oktober hatten die Kolpingwerk Di\u00f6zesanverb\u00e4nde Erfurt und Fulda zu einer gemeinsamen Dank-Wallfahrt zum Point Alpha eingeladen. Anlass ist das Gedenken an 20 Jahre Mauerfall welcher sich im November 1989 so \u00fcberraschend ereignete. 2.000 Gl\u00e4ubige feierten zusammen mit den Di\u00f6zesanbisch\u00f6fen Dr. Joachim Wanke(Erfurt) und Heinz Josef Algermissen (Fulda) ein Pontifikalamt in der g\u00e4nzlich \u00fcberf\u00fcllten Panzer-Fahrzeughalle des US-Camps.\u00c2\u00a0 Bischof Wanke zeigte sich beeindruckt von diesem ungew\u00f6hnlichen Gottesdienstort und sagte zu Beginn seiner Predigt &#8220;Das ist wahrlich ein besonderer Ort f\u00fcr eine Eucharistiefeier: Eine ehemalige Panzerhalle wird zum Ort des Gotteslobes. Ein Platz, der einstmals der Absicherung einer h\u00f6chst brisanten Grenze diente, versammelt nun Menschen grenz\u00fcberschreitend als eine betende Gemeinde.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-40975\" title=\"Stefan Sorek\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled1-265x198.jpg\" alt=\"Stefan Sorek\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled1-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled1.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-40976\" title=\"Stefan Sorek\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled2-265x198.jpg\" alt=\"Stefan Sorek\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled2-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled2.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>Vor dem feierlichen Gottesdienst pilgerten \u00fcber 1000 Kolpingbr\u00fcder und -schwestern aus den Kolpingsfamilien der Di\u00f6zesanverb\u00e4nde Erfurt und Fulda von Ost nach West auf dem ehemaligen Kolonnenweg entlang des Grenzzaunes zum amerikanischen St\u00fctzpunkt. Unter den Wallfahrern waren ebenfalls Kolpinger aus den Di\u00f6zesanverb\u00e4nden W\u00fcrzburg und Dresden-Mei\u00dfen.<\/p>\n<p>In einer Statio in H\u00f6he eines ehemaligen DDR-Wachtturmes wurde der Dank \u00fcber die friedliche Wende zum Ausdruck gebracht und in den Worten aus dem Psalm 18 \u201e Mein Lebenslicht, Gott, l\u00e4sst du hell erstrahlen, die Dunkelheit verwandelst du in Licht. Mit meinem Gott kann ich Mauern \u00fcberspringen. Darum will ich Dir danken, und deinen Namen will ich mit Liedern loben.\u201c zusammenfassend in einem Gebet gesprochen. Der beeindruckende Bannerzug der die gro\u00dfe Schar der Wallfahrer anf\u00fchrte, f\u00fchrt entlang des Mettalgitterzaunes bis zum Gel\u00e4nde von \u201ePoint Alpha\u201c.<\/p>\n<p>Der ehemalige amerikanische Beobachtungspunkt &#8220;Point Alpha&#8221; in Osthessen hat in den zur\u00fcckliegenden Jahrzehnten eine F\u00fclle milit\u00e4risch-brisanter wie auch politisch-ergreifender Momente erlebt. Besonders in den vergangenen zwei Jahrzehnten &#8211; in denen sich an diesem Punkt eine Mahn- und Gedenkst\u00e4tte etablierte und j\u00e4hrlich bis zu 100.000 Menschen zu Besuch kommen &#8211; ist\u00c2\u00a0 &#8220;Point Alpha&#8221;\u00c2\u00a0 zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Vergangenheitsbew\u00e4ltigung wie auch der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft der Menschen geworden. &#8220;Point Alpha&#8221; war bis kurz vor Aufl\u00f6sung des Warschauer Paktes einer der milit\u00e4rstrategisch bedeutendsten Orte des &#8220;Kalten Krieges&#8221;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-40977\" title=\"Stefan Sorek\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled3-265x198.jpg\" alt=\"Stefan Sorek\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled3-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled3.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-40978\" title=\"Stefan Sorek\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled4-265x198.jpg\" alt=\"Stefan Sorek\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled4-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled4.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu Beginn des Gottesdienstes dankte Bischof Heinz Josef Algermissen den mutigen B\u00fcrgerrechtlern und friedlichen Demonstranten sowie Politikern und Kirchenvertretern, die prophetisch und entschieden gehandelt h\u00e4tten. Durch ihren Beitrag sei ein Unrechtssystem gewaltlos zu Fall gekommen und Deutschland wieder vereint worden. \u201eDas ist aber nicht allein ein Werk von Menschen sondern hier hat Gott selbst ein Zeichen gesetzt und in die Freiheit hinausgef\u00fchrt.\u201c, betonte der Fuldaer Bischof mit den Worten aus Psalm 66. &#8220;Freiheit ist ein ebenso kostbares wie anspruchsvolles Gut. Als Christen m\u00fcssen wir immer wieder darauf hinweisen, dass es keine Freiheit ohne Bindung und Begrenzung geben kann. Das bedeutete Willk\u00fcr und die Macht des St\u00e4rkeren&#8221; sagte Algermissen w\u00f6rtlich. Christen m\u00fcssten &#8220;Gesicht zeigen gegen alle Kr\u00e4fte, die mit billigen Parolen und auf menschenverachtende Weise ihre extremen Vorstellungen durchsetzen wollen&#8221;. Bischof Algermissen ermahnte, dass auch 20 Jahre nach der Wende noch immer, eine Verkl\u00e4rung der DDR zu entlarven und die Erinnerung an das Unrechtsregime wach zu halten sei, welches Menschen systematisch bespitzelt, eingemauert und Andersdenkende eingesperrt und gefoltert hat.<\/p>\n<p>Der Erfurter Di\u00f6zesanbischof st\u00fctzte seine Predigt auf drei Kolpingworte. Zuvor dr\u00fcckte er seine Freude \u00fcber die friedliche Revolution in Deutschland und die folgende Grenz\u00f6ffnung aus: &#8220;Auch 20 Jahre danach ist das f\u00fcr mich immer noch ein Wunder und wir m\u00fcssen Gott danken auch wenn wir wissen, welchen Anteil an diesem Geschehen damals gl\u00fcckliche politische Umst\u00e4nde und tapfere Menschen hatten&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Alles ist jetzt so schrecklich normal geworden&#8221;, sagte Wanke. &#8220;Wir im Osten brauchen keine Angst vor der Partei und der Stasi haben, wir k\u00f6nnen frei unseren Glauben bekennen, k\u00f6nnen reisen, wohin wir wollen. Und ihr im Westen k\u00f6nnt ohne Probleme die Menschen im Geisaer Land besuchen, selbst jene im ehemaligen 5-km-Sperrgebiet. So ist das eben mit der Freiheit: Wenn man sie nicht hat, erscheint sie als h\u00f6chstes Hoffnungsgut. Hat man sie aber, wird sie selbstverst\u00e4ndlich und macht viele Leute tr\u00e4ge.&#8221; Diese Erfahrung auf die Christen und das religi\u00f6se Leben in den Pfarrgemeinden \u00fcbertragen, mache die gro\u00dfe Bedeutung des Glaubens klar.<\/p>\n<p>Das von Kolping stammende Wort: \u201eDie Religion ist die h\u00f6chste Gabe des Himmels. Durch sie ist der Mensch das, was er ist.\u201c haben die Gl\u00e4ubigen in Th\u00fcringen selbst immer wieder erfahren: Wer sich an Gott und die Kirche gehalten hatte, sei gegen\u00fcber der alten Ideologie widerstandsf\u00e4higer gewesen; war nicht so schnell bereit, alles mitzumachen oder gar seine Gewissens\u00fcberzeugungen zu verraten: &#8220;Sicher, das war nicht einfach. Das kostete Mut. Aber der Glaube gab Kraft, dort, wo es Not tat, auch einmal Nein zu sagen.&#8221;<\/p>\n<p>Bischof Wanke sprach aber auch die heutige Situation an und mahnte w\u00f6rtlich: &#8220;Ihr merkt doch, wohin uns der Zeitgeist dr\u00e4ngen will: Unterhaltung, Zerstreuung, Konsumieren und das B\u00f6se in uns und um uns verleugnen, als ob es dies nicht g\u00e4be. Jetzt kommt noch hinzu ein neuer aggressiver Atheismus, beinahe wie damals in der DDR, der Religion als falsches Denken deklariert, f\u00fcr r\u00fcckschrittlich, ja f\u00fcr gef\u00e4hrlich h\u00e4lt. Hat uns Gott die Freiheit gegeben, damit wir jetzt in der Freiheit den Glauben unserer V\u00e4ter und M\u00fctter aufgeben? Erreichen die SED-Ideologen von damals mit ihrem Kampf gegen die Kirche nun doch noch ihr Ziel?&#8221;<\/p>\n<p>Bischof Wanke rief die Gl\u00e4ubigen auf auch in diesen Zeiten zu zeigen, was Treue im Glauben und im Christsein hei\u00dft. Nat\u00fcrlich erhofften sich auch Christen von der sozialen Marktwirtschaft, dass sie sozial bleibt und allen ein Auskommen erm\u00f6glicht. &#8220;Wir glauben nicht an den Euro, sondern wir glauben an das, was Gott zu schenken vermag: sein Reich, sein Leben, seine Liebe, die allein unsere tiefste Sehnsucht stillen kann. Helft mit, dass hier in der Rh\u00f6n, hier in Th\u00fcringen und Hessen \u00fcber allen Menschen der Himmel offen bleibt.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDu musst pr\u00e4gen, sonst pr\u00e4gen andere!\u201c\u00c2\u00a0 so das zweite Kolpingwort in der Predigt des Bischofs. Die Kirche geht gegenw\u00e4rtig Zeiten entgegen, in denen Getauft und Gefirmte ein neues Selbstbewusstsein gewinnen m\u00fcssen. &#8220;Vieles wird sich \u00e4ndern und hat sich schon ge\u00e4ndert. Die Messzeiten sind nicht mehr so bequem wie fr\u00fcher und der n\u00e4chste Pfarrer wohnt weiter weg, als euch lieb ist. Aber hei\u00dft das, dass damit das Kirchenjahr abgeschafft ist? Bedeutet das, dass wir das gemeinsame Beten einstellen und die Prozessionsfahnen einrollen k\u00f6nnen?&#8221; fragte Wanke. \u201eDu kannst pr\u00e4gen!\u201c ruft Adolph Kolping auch den Menschen heute zu. Er hat die Kirche seiner Zeit gepr\u00e4gt, nicht nur durch den Gesellenverein, sondern auch durch seine Fr\u00f6mmigkeit und sein gesundes katholisches Selbstbewusstsein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-40979\" title=\"Stefan Sorek\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled5-265x198.jpg\" alt=\"Stefan Sorek\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"198\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled5-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/untitled5.jpg 802w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8220;Diese Aufgabe sehe ich heute f\u00fcr uns Christen: Wir m\u00fcssen das Herz auftun und durch Wort und Tat zeigen, was wir glauben und bekennen. Das f\u00e4ngt in der Familie an, geht am Arbeitsplatz weiter, setzt sich im Vereinsleben und in der Kirchgemeinde fort. Setzt Zeichen des Glaubens in diesem Land, haltet fest an der Gottesdienstpraxis am Sonntag, der Feier der kirchlichen Feste, dem katholischen Brauchtum, dem Gebet in der Familie \u2013 denn wenn ihr nicht pr\u00e4gt, pr\u00e4gen dieses Land andere. Das ist es, was wir Christen brauchen, seien wir evangelisch oder katholisch: dem\u00fctiges Selbstbewusstsein, sanfte Entschiedenheit und ein Engagement, das \u2013 bei aller Gelassenheit und Lockerheit \u2013 sich nicht einsch\u00fcchtern l\u00e4sst. Es braucht Glaubenszuversicht, dass Gott nicht nur in der Vergangenheit Wunder getan hat, sondern dass er solche auch heute tun kann \u2013 wenn wir ihm vertrauen.&#8221;<\/p>\n<p>Mit dem dritten Wort von Kolping \u201eWer Mut zeigt, macht Mut!\u201c wollte Bischof Wanke zum Glaubenszeugnis auffordern. Heute ist von Christen sicher eine andere Art von Mut gefragt als in der alten DDR-Zeit oder gar damals in der NS-Zeit. Der Gottesglaube als Ganzer steht neu auf dem Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<p>\u201eDer liebe Gott wird bei mir schon mal eine Ausnahme machen!\u201c ist eine Redensart geworden, die Christen fast als selbstverst\u00e4ndliche Floskel gebrauchen und damit der schleichenden Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den Sakramenten und der christlichen Botschaft einen N\u00e4hrboden bereiten.<\/p>\n<p>Die allgemeine menschliche Erfahrung z\u00e4hle auch im religi\u00f6sen Leben: Wer Mut zeigt, macht Mut. Gerade das Glaubenszeugnis gestandener M\u00e4nner und Frauen sowie ihr Hinweis auf die eigenen st\u00e4rkenden Lebensquellen im Glauben werden nicht ohne Wirkung bleiben.\u00c2\u00a0 &#8220;Dir kauft man vielleicht sogar ein Glaubenszeugnis eher ab als einem Pfarrer oder einem Bischof, bei dem so manche denken: Der muss ja so reden.&#8221; sagte Wanke.<\/p>\n<p>Es gebe ein echtes Interesse der Menschen an solch einem glaubw\u00fcrdigen Zeugnis f\u00fcr Gott und seine Verhei\u00dfungen; es gebe f\u00fcr den christlichen Glauben nicht nur Gegenwind, sondern auch Seitenwind, ja sogar R\u00fcckenwind. Die Begegnung mit fremden Religionen lasse mehr und tiefer begreifen, welchen Reichtum wir auch kulturell und gesellschaftlich im christlichen Glauben besitzen. &#8220;Darum: Zeigt Mut, dann werden auch andere Mut fassen.&#8221; rief der Bischof den Gl\u00e4ubigen zu.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend gab der Erfurter Bischof den Kolpingern und Gl\u00e4ubigen als Erinnerung an den Tag der deutschen Einheit folgende Worte mit: &#8220;So wie wir die Einheit zwischen Ost und West nicht mehr aufgeben wollen, so auch nicht die Verbundenheit von Gott und uns Menschen. Gott hat uns in unserer Lebenszeit das Geschenk der politischen Einheit gemacht. Vergessen wir nicht, dass er uns noch viel mehr zu geben vermag, wenn wir uns von ihm nicht trennen lassen. Das l\u00e4sst uns auch hoffnungsvoll wieder in unseren Lebensalltag zur\u00fcckkehren. Und dabei nehmt dies als letztes Wort von Vater Kolping mit: \u00e2\u20ac\u0161Tue jeder in seinen Kreisen das Beste, so wird es bald in der Welt auch besser werden!\u00e2\u20ac\u02dc \u201c<\/p>\n<p>Im Anschluss an das Pontifikalamt, welches musikalisch von der Wallfahrtskapelle der Kolpingsfamilie Am\u00f6neburg und vom Jugendchor aus Deuna (Eichsfeld) gestaltet wurde, gaben der fr\u00fchere Fuldaer Oberb\u00fcrgermeister Dr. Wolfgang Hamberger sowie die Direktorin der Point-Alpha-Stiftung, Frau Uta Thofern,\u00c2\u00a0 Informationen zur Mahn- und Gedenkst\u00e4tte. Danach fand auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen US-St\u00fctzpunktes eine freudige Begegnung von Ost und West Kolpingsfamilien statt bei denen viele Erinnerungen ausgetauscht wurden.\u00c2\u00a0 Zwischen Erfurter und Fuldaer Kolpingsfamilien bestehen seit Jahrzehnten viele Partnerschaften. Die gemeinsame Wallfahrt am diesj\u00e4hrigen Tag der Deutschen Einheit war f\u00fcr sie eine besondere Begegnung und belebte die alten Bekanntschaften neu. Dabei wurden auch viele neue Kontakte gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Insgesamt waren die Verantwortlichen beider Di\u00f6zesanverb\u00e4nde von dem \u00fcberaus gro\u00dfen Zuspruch sehr positiv \u00fcberrascht. Mit so vielen Teilnehmern hatte man im Vorfeld gar nicht gerechnet. Ebenso ist auch das Medieninteresse nicht ausgeblieben. Die vielen positiven Berichte in Fernsehen, Internet, Rundfunk und Tageszeitungen zeigen, dass wir als katholischer Sozialverband unseren Auftrag als \u201eBr\u00fccke zwischen Kirche und Gesellschaft\u201c noch vielmehr wahrnehmen m\u00fcssten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/ Erfurt. Am 3. Oktober hatten die Kolpingwerk Di\u00f6zesanverb\u00e4nde Erfurt und Fulda zu einer gemeinsamen Dank-Wallfahrt zum Point Alpha eingeladen. 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