{"id":39998,"date":"2009-09-27T08:53:06","date_gmt":"2009-09-27T06:53:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=39998"},"modified":"2009-09-27T08:53:10","modified_gmt":"2009-09-27T06:53:10","slug":"apfel-annahmestellen-der-rai-ab-sofort-geoeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=39998","title":{"rendered":"Apfel-Annahmestellen der RAI ab sofort ge\u00f6ffnet"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/090925_Apfel.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-39999\" title=\"090925_Apfel\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/090925_Apfel-265x198.jpg\" alt=\"090925_Apfel\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/090925_Apfel-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/090925_Apfel.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rh\u00f6n.<\/strong> Die Apfelsaison 2009 wird mit der Rekordernte im Vorjahr nicht mithalten k\u00f6nnen, das haben die Rh\u00f6ner Apfelbauern schon beim Blick auf die eigenen Streuobstbest\u00e4nde erkannt. Im Gespr\u00e4ch mit unserer Zeitung best\u00e4tigen auch die Verantwortlichen der gr\u00f6\u00dften Bio-zertifizierten Streuobstinitiative Deutschlands, der Rh\u00f6ner Apfelinitiative (RAI), diese Einsch\u00e4tzung.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie diesj\u00e4hrige Apfel-Ernte wird sich im langfristigen Mittel einpendeln\u201c, er\u00f6ffnet J\u00fcrgen H. Krenzer, Vorsitzender der RAI, das Gespr\u00e4ch. \u201eWir werden circa 20 bis 30 Prozent der Rekordernte des Vorjahres einfahren\u201c, ist sich auch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Maike Pfannm\u00fcller sicher. Auff\u00e4llig sei, das vor allem fr\u00fche Sorten, wie \u201eJames Grieve, Jakob Fischer und Gravensteiner\u201c gut tragen, w\u00e4hrend f\u00fcr die sp\u00e4ten Sorten wie \u201eBoskoop und Rheinischer Bohnapfel\u201c teilweise totale Ernteausf\u00e4lle erwartet werden. Das mache sich auch in der Qualit\u00e4t bemerkbar, denn die letzt genannten sp\u00e4teren Sorten seien qualitativ hochwertiger und wichtig f\u00fcr die Herstellung von Apfelsaft und -wein.<\/p>\n<p>Teilweise sei bereits Ende Juli zu beobachten gewesen, dass Apfelb\u00e4ume ihre Fr\u00fcchte abwerfen. Dies sei jedoch kein Grund zur Beunruhigung, erkl\u00e4rt der Apfelexperte: \u201eDer Baum ist schlau \u2013 und trennt sich fr\u00fchzeitig von allem, was nichts taugt!\u201c Zwar erwartet auch Krenzer, dass die Ernte in diesem Jahr bereits dieser Tage beginnen, und so auch fr\u00fcher enden wird, dennoch r\u00e4t er dazu die Ruhe zu bewahren.\u201e\u00c4pfel, die bereits jetzt von den B\u00e4umen gefallen sind, sind von minderer Qualit\u00e4t, oftmals wurmstichig, mehlig, enthalten weder Zucker noch S\u00e4ure und geben wenig Saft. Solche \u00c4pfel \u00fcberleben meist nicht einmal den Transport von der Annahmestelle in die Kelterei\u201c, wei\u00df auch die diplomierte \u00d6kotrophologin Maike Pfannm\u00fcller, die in der Fliedener Kelterei Elm f\u00fcr das Qualit\u00e4tsmanagement verantwortlich zeichnet.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Erzeugung von Qualit\u00e4tsprodukten sei aber, dass nur reife und gesunde \u00c4pfel an den Annahmestellen angeliefert werden: \u201eLiebe Rh\u00f6ner, bitte nur reife \u00c4pfel ernten und anliefern\u201c, r\u00e4t Maike Pfannm\u00fcller augenzwinkernd, und wei\u00dft darauf hin, dass in diesem Jahr verst\u00e4rkt Kontrollen an den Annahmestellen durchgef\u00fchrt werden. Um die Qualit\u00e4t der angelieferten \u00c4pfel genau im Auge zu behalten, wurden auch die Mitarbeiter der Annahmestellen geschult.Neu in diesem Jahr ist ein Computer gest\u00fctztes Erfassungssystem der RAI: \u201eApfellieferanten bekommen ihr Guthaben sofort auf einer Scheckkarte gutgeschrieben, und wir in der Kelterei wissen immer tagesaktuell, wie viele \u00c4pfel wo und von wem bereits angeliefert wurden\u201c, erkl\u00e4rt Pfannm\u00fcller, die das System dieser Tage an den Annahmestellen implementiert.<\/p>\n<p>Die Rh\u00f6ner Apfelinitiative garantiert auch in diesem Jahr einen \u00fcber die gesamte Saison g\u00fcltigen Festpreis von 14 Euro je 100 Kilogramm f\u00fcr reife und gesund angelieferte Rh\u00f6ner Bio-Streuobst\u00e4pfel. Auch wenn die Ernte in diesem Jahr fr\u00fcher beginne, sollten die Apfelbauern ihre \u00c4pfel nicht unreif von den B\u00e4umen pfl\u00fccken: \u201eIm Gegensatz zu vielen Keltereien im Rhein-Main-Gebiet nimmt die Kelterei Elm in Flieden auch im November noch \u00c4pfel an\u201c, so Pfannm\u00fcller. Um die regionale Wertsch\u00f6pfung im Biosph\u00e4renreservat stabil zu halten, w\u00fcrden ab diesem Jahr keine Barguthaben mehr ausgezahlt: \u201eNeben dem Lohnmosttausch erhalten die Rh\u00f6ner Apfellieferanten nun Gutscheine, die bei Tegut einzul\u00f6sen sind\u201c, erkl\u00e4rt Krenzer. Damit solle das \u201eApfel-Geld\u201c, immerhin circa 500000 Euro, im regionalen Kreislauf gehalten werden \u2013 denn Tegut kaufe mit dem Erl\u00f6s der Gutscheine wiederum den Rh\u00f6ner Apfelsaft. (Alexander H. Kl\u00fch)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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