{"id":39824,"date":"2009-09-28T05:57:19","date_gmt":"2009-09-28T03:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=39824"},"modified":"2009-09-27T09:01:38","modified_gmt":"2009-09-27T07:01:38","slug":"die-hofnaerrin-des-diktators-lesung-am-28-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=39824","title":{"rendered":"&#8220;Die Hofn\u00e4rrin des Diktators&#8221;  &#8211; Lesung am 28.10."},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Die albanische S\u00e4ngerin Alida Hisku war einst unter Hoxha das Aush\u00e4ngeschild Albaniens, bis sie denunziert und verhaftet wurde. Sie fl\u00fcchtete nach Deutschland, lebte in Asylantenheimen und schlug sich als Putzfrau und Zimmerm\u00e4dchen durch. Erst jetzt nach 25 Jahren hat sie ihre Stimme wiedergefunden und startet ihre zweite Karriere. \u00dcber ihr bewegendes Leben hat sie ein Buch geschrieben, das im Oktober in Parzellers Buchverlag erscheint. Sie lebt in Fulda.<\/p>\n<p>Lesung: Mittwoch, 28. Oktober, 20.00 Uhr, Thalia-Buchhandlung, Fulda, Karten im Vorverkauf EUR 6.<!--more--><\/p>\n<p>Am Beispiel einer intellektuellen Familie wird beschrieben, wie drei Generationen mit brutaler Diktatur, staatsverordnetem Atheismus und einer patriarchalisch-archaischen Gesellschaft umgehen. Die Gro\u00dfmutter ist die Seele der Familie, die ihren Halt im heimlich ausge\u00fcbten muslimischen Glauben findet. Die Mutter wacht autorit\u00e4r dar\u00fcber, dass kein Familienmitglied nach au\u00dfen von der geltenden Norm abweicht. Der Vater arbeitet zum Schutz der Familie in hoher Position f\u00fcr die Partei. \u00dcber seine wahre \u00dcberzeugung spricht er nicht \u00f6ffentlich, wie fast alle Albaner. Die Tochter arbeitet tags\u00fcber im Druckerei-Kombinat unter \u00dcbererf\u00fcllung der Normen und gibt in der Freizeit f\u00fcr ihre Mitb\u00fcrger Konzerte.<\/p>\n<p>Schnell zweifelt die Vorzeigegenossin an den Verh\u00e4ltnissen und beginnt unbewusst ein Doppelleben. Um mit ihren seelischen Spannungen fertig zu werden, notiert sie ihre heimlichen Gedanken in ein Tagebuch und f\u00fchrt Zwiesprache mit ihrem Spiegelbild, da sie niemanden vertrauen kann. Dramatisch endet die Karriere Alidas und tragisch verl\u00e4uft ihr Leben danach. Der Folter und der Psychiatrie gerade noch entkommen, fristet sie ein Dasein in v\u00f6lliger Isolation.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter dann Flucht \u00fcber Serbien und Ungarn, Asylantrag in Deutschland und wieder ohne Freiheit \u2013 in einem Auffanglager. Die unmenschlichen Lebensbedingungen, zusammengepfercht mit hunderten anderer Asylanten unterschiedlichster Herkunft, sind ein Schock f\u00fcr sie, die Kontrollen und Verbote belasten ihre Psyche. Alida organisiert einen Streik f\u00fcr bessere Lebensbedingungen und das Recht auf Arbeit, k\u00e4mpft f\u00fcr sich und ihre Kinder. Doch gerade als sie beginnt, neue Hoffnung zu sch\u00f6pfen, tut sich ein neuer Abgrund auf \u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Alida Hisku wurde 1956 in Tirana, der Hauptstadt Albaniens, als Tochter einer Operns\u00e4ngerin und eines Parteisekret\u00e4rs geboren. Bereits als Kind steht sie auf der B\u00fchne. Nach einer Zweckehe, um nicht abgeschoben zu werden, lebt sie heute mit ihrem dritten Ehemann und drei Kindern in Fulda\/Rh\u00f6n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die albanische S\u00e4ngerin Alida Hisku war einst unter Hoxha das Aush\u00e4ngeschild Albaniens, bis sie denunziert und verhaftet wurde. Sie fl\u00fcchtete nach Deutschland, lebte in Asylantenheimen und schlug sich als Putzfrau und Zimmerm\u00e4dchen durch. 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