{"id":3906,"date":"2007-06-26T16:24:37","date_gmt":"2007-06-26T14:24:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=3906"},"modified":"2007-06-26T16:26:10","modified_gmt":"2007-06-26T14:26:10","slug":"160-existenzgruendungen-pro-jahr-steigender-beratungsbedarf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=3906","title":{"rendered":"160 Existenzgr\u00fcndungen pro Jahr &#8211; Steigender Beratungsbedarf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> Die Zahl der Existenzgr\u00fcndungen im Handwerk hat sich in der Region Fulda seit 2004 auf etwa 160 pro Jahr eingependelt.\u00c2\u00a0Seit 2004 ist in den meisten Handwerksberufen die Meisterpflicht als Voraussetzung f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigkeit weggefallen. In 2004 hatte sich die Zahl der Existenzgr\u00fcndungen im Handwerk gegen\u00fcber 2003 fast verdoppelt und hat sich seit dem auf diesem hohen Niveau stabilisiert. Dies teilte Dr. Herbert B\u00fcttner von der Kreishandwerkerschaft im Rahmen der heutigen Pressekonferenz zur bevorstehende <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=3903\">Existenzgr\u00fcndermesse<\/a> mit.<!--more--><\/p>\n<p>Obwohl nur noch in 41 von insgesamt 151 Handwerksberufen der Meisterbrief oder eine vergleichbare Qualifikation als Voraussetzung f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigkeit erforderlich ist, erfolgt etwa die H\u00e4lfte der Existenzgr\u00fcndungen im Handwerk in den zulassungspflichtigen Berufen. Und selbst in den Berufen ohne Meisterpflicht verf\u00fcgt ein Gro\u00dfteil der Existenzgr\u00fcnder freiwillig \u00fcber den Meisterbrief. Dies best\u00e4tigt nach Meinung der Kreishandwerkerschaft das hohe Ansehen dieser Qualifikation bei einer breiten Bev\u00f6lkerungsmehrheit. Viele selbst\u00e4ndige Handwerker sehen deshalb auch ohne gesetzliche Pflicht den Meisterbrief als eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigkeit an.<\/p>\n<p>Schwerpunkte der Existenzgr\u00fcndungen lagen in den letzten Jahren bei den meisterpflichtigen Berufen im Bau und Ausbauhandwerk, im Friseurhandwerk sowie im Kfz- und Karosseriebauerhandwerk. Bei den Gewerken ohne Meisterpflicht erfolgten Neugr\u00fcndungen vor allem im Bereich Einbau von Fertigteilen (Fenster, T\u00fcren), bei den Fliesenlegern, bei den \u00c4nderungsschneidern sowie bei den Kosmetikerinnen als handwerks\u00e4hnlicher Beruf. Die Ausnutzung der zulassungsfreien Berufe f\u00fcr Scheinselbst\u00e4ndigkeit und Dumpingpreise am Bau, wie sie in den Ballungsgebieten, vor allem auch in Frankfurt, \u00fcblich ist, kann im gro\u00dfen und ganzen f\u00fcr Fulda nicht festgestellt werden.<\/p>\n<p>Im Nahrungsmittelhandwerk (B\u00e4cker, Fleischer) erfolgte in den letzten Jahren so gut wie \u00fcberhaupt keine Neugr\u00fcndung mehr. Und beim Friseurhandwerk merkte B\u00fcttner an, dass sich hinter vielen Existenzgr\u00fcndungen die \u00dcbernahme eines bestehenden Salons verbirgt.<\/p>\n<p>Eine Untersuchung der Handwerkskammer Kassel zeige, dass bei den meisterpflichtigen Handwerksberufen f\u00fcnf Jahre nach der Existenzgr\u00fcndung noch 80% der Betriebe am Markt sind, bei den meisterfreien Gewerken sind es dagegen nur noch 65%. Hier fehlt es laut B\u00fcttner\u00c2\u00a0h\u00e4ufiger an der erforderlichen Qualifikation, wie sie durch die Meisterpr\u00fcfung gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n<p>Und h\u00e4ufig werden in den Berufen ohne Meisterpflicht auch Betriebe gegr\u00fcndet, die auf Dauer keine Vollexistenz erm\u00f6glichen. Dort finden sich verst\u00e4rkt auch die Ich-AGs, wobei diese im Handwerk zu keiner Zeit eine nennenswerte Rolle gespielt haben. In 2005 wurden im Handwerk in Fulda 14 und 2006 noch ganze 4 Ich-AGs gegr\u00fcndet. Von den insgesamt 2000 Handwerkbetrieben und etwa 300 handwerks\u00e4hnlichen Betrieben in der Region Fulda gehen nach Angaben der Kreishandwerkerschaft j\u00e4hrlich deutlich weniger als ein Prozent in die Insolvenz.<\/p>\n<p>&#8220;Alles in allem&#8221;, so B\u00fcttner,\u00c2\u00a0&#8220;stellt sich also die Lage im Handwerk auch aus Sicht der Existenzgr\u00fcndungen als au\u00dferordentlich robust dar&#8221;. Wer sich im Handwerk selbstst\u00e4ndig macht, geht ein signifikant niedrigeres Risiko ein, zu scheitern. Dennoch sieht die Kreishandwerkerschaft Fulda f\u00fcr die Zukunft einen wachsenden Bedarf an Existenzgr\u00fcnderberatung. Denn eine steigende Zahl an betriebswirtschaftlich gesunden Handwerksbetrieben steht in den n\u00e4chsten Jahren zur \u00dcbernahme an, weil es keine Nachfolger gibt.<\/p>\n<p>Hier geht es um mehr als eben mal Existenzgr\u00fcnder und Betrieb zusammen zu bringen und vielleicht mal schnell einen Business-Plan zu erstellen. Hier geht es um Bestandssicherung und um den Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen. Dies kann nur eine dauerhafte betriebswirtschaftliche Begleitung leisten, die einem jungen Meister, der den Weg in die Selbst\u00e4ndigkeit gew\u00e4hlt hat, eine langfristige wirtschaftliche Sicherheit bietet. Und hier geht es nat\u00fcrlich auch um die kompetente Beratung desjenigen, der seinen Betrieb abgeben m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. Die Zahl der Existenzgr\u00fcndungen im Handwerk hat sich in der Region Fulda seit 2004 auf etwa 160 pro Jahr eingependelt.\u00c2\u00a0Seit 2004 ist in den meisten Handwerksberufen die Meisterpflicht als Voraussetzung f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigkeit weggefallen. In 2004 hatte sich die Zahl der Existenzgr\u00fcndungen im Handwerk gegen\u00fcber 2003 fast verdoppelt und hat sich seit &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3906\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}