{"id":38182,"date":"2009-09-08T03:09:52","date_gmt":"2009-09-08T01:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=38182"},"modified":"2009-09-07T22:15:46","modified_gmt":"2009-09-07T20:15:46","slug":"bekenntnis-zum-katholischen-christsein-weihbischof-kapp-predigte-in-eisenach-zum-abschluss-des-20-wartburggespraechs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=38182","title":{"rendered":"Bekenntnis zum katholischen Christsein &#8211; Weihbischof Kapp predigte in Eisenach zum Abschlu\u00df des 20. Wartburggespr\u00e4chs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eisenach\/Fulda (bpf).<\/strong> Das Bekenntnis zum katholischen Christsein mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild, das Wissen um die daraus geschenkte Berufung und die Selbstverpflichtung, diesen Glauben in Alltag und Beruf zu bezeugen und zu leben, stellte der Fuldaer Weihbischof Johannes Kapp am Sonntag in Eisenach als Ziele der Katholischen Deutschen Burschenschaft Sigfridia zu Bonn und des Ringrats des Ringes Katholischer Deutscher Burschenschafter (RKDB) heraus. Diese hatten zum 20. Wartburggespr\u00e4ch eingeladen, bei dem es auch um die Liebe zur Heimat und zum Vaterland sowie ein Leben aus ihrer Geschichte und Kultur gehe. Der Weihbischof erinnerte in seiner Predigt in einem Pontifikalamt in St. Elisabeth an das Thema des Gespr\u00e4chs \u201eChancen und Risiken bei der L\u00f6sung der globalen finanz- und wirtschaftspolitischen Schwierigkeiten\u201c.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u201eCaritas in veritate&#8221;<\/strong><br \/>\nDabei ging es laut Kapp um die Verantwortung vor Gott und den Menschen, wie es auch im Grundgesetz hei\u00dfe. In seiner j\u00fcngsten Enzyklika \u201eCaritas in veritate\u201c (\u201eDie Liebe in der Wahrheit\u201c) habe Papst Benedikt in Ann\u00e4herung an dieses Gespr\u00e4chsthema an einer Stelle festgestellt: \u201eIm Lauf der Geschichte hat man oft gemeint, die Schaffung von Institutionen gen\u00fcge, um der Menschheit die Erf\u00fcllung ihres Rechts auf Entwicklung zu gew\u00e4hrleisten\u201c, und er fahre dann fort: \u201eIn Wirklichkeit reichen die Institutionen allein nicht aus, denn die ganzheitliche Entwicklung des Menschen ist vor allem Berufung und verlangt folglich von allen eine freie und solidarische \u00dcbernahme von Verantwortung. Eine solche Entwicklung erfordert au\u00dferdem eine transzendente Sicht der Person, sie braucht Gott!\u201c Sp\u00e4ter erg\u00e4nze er: \u201eOhne Gott wei\u00df der Mensch nicht, wohin er gehen soll, und vermag nicht einmal zu begreifen, wer er ist.\u201c Das hei\u00dfe nichts anderes als Verantwortung als Christen vor Gott, aber auch von Gott her Verantwortung f\u00fcr die Menschen und das Gemeinwohl, unterstrich der Weihbischof.<\/p>\n<p>Man d\u00fcrfe sich Gott nicht stehlen lassen, machte Kapp sodann unter Bezugnahme auf die Aussage einer obdachlosen Frau in K\u00f6ln deutlich. Gott rufe die Einzelnen f\u00fcr das Wohl von Sch\u00f6pfung und Menschheit in die Verantwortung vor Gott und den Menschen. \u201eSind die Krisen der letzten Monate nicht ein dramatischer Kommentar zum Thema der Aktualit\u00e4t der Zehn Gebote Gottes f\u00fcr die Menschheit?\u201c, hinterfragte der Weihbischof- Auch f\u00fcr die Finanzgesch\u00e4fte und die Wirtschaft m\u00fcsse gelten: \u201eDu sollst nicht l\u00fcgen\u201c und: \u201eDu sollst nicht begehren deines N\u00e4chsten Hab und Gut.\u201c Es gehe um die Erneuerung der moralisch handelnden Pers\u00f6nlichkeit und da\u00df Menschen Verantwortung \u00fcbern\u00e4hmen f\u00fcr ihr Tun und Lassen.<\/p>\n<p><strong>Lernen vom Evangelium<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit existentieller Ber\u00fchrung des Menschen durch Gott wie auch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr den Menschen, Gott um Ber\u00fchrung zu bitten, zeige sich im Evangelium von der Heilung eines Taubstummen. Solches werde Wirklichkeit etwa im pers\u00f6nlichen Gebet, im Stillwerden vor Gott, in der Feier der Eucharistie durch sein Wort und seine N\u00e4he. \u201eGottes Ber\u00fchrung und \u00d6ffnung war und wird uns geschenkt in den Sakramenten\u201c, hob Weihbischof Kapp hervor. So sei es in der Taufe die Berufung zum Christsein, zum Zeugnis, zur Vollendung, zur Teilhabe am gemeinsamen Priestertum aller Gl\u00e4ubigen, oder die Berufung zum Neuanfang im Sakrament der Vers\u00f6hnung. Die heutige Zeit fordere mit all ihren vielf\u00e4ltigen Entwicklungen und Str\u00f6mungen Christen neu heraus, Rechenschaft von ihrem Glauben zu geben. \u201eChristen m\u00fcssen hellwach werden und Str\u00f6mungen, die unsere Zeit zu bestimmen und zu beeinflussen versuchen, aktiv zur Kenntnis nehmen und ihre eigene Glaubens\u00fcberzeugung offensiv \u2013 und mehr noch: zeugnishaft und glaubw\u00fcrdig vertreten\u201c, forderte Kapp.<\/p>\n<p>Die Verantwortung beginne bei einem selbst und vor Gott, fuhr der Weihbischof fort. Sie weite sich aus auf die umgebenden Felder in Familie, Alltag und Beruf. Dabei biete es sich an, Ma\u00df zu nehmen am Evangelium und am Handeln Jesu Christi \u2013 als dessen \u201everl\u00e4ngerter Arm\u201c etwa als Vater und Arzt, als Lehrer oder Jurist, als Unternehmer oder Steuerberater durch Zuwendung und H\u00f6rbereitschaft, durch ein klares, ermutigendes Wort und die Verantwortung vor Gott und den Menschen. \u201eDanach rufen doch unsere Zeit mit ihren Entwicklungen und auch ihre Menschen wie zur Zeit der gro\u00dfen Frau von der Wartburg, der hl. Elisabeth.\u201c Da sei einem ein Weg gezeigt mit Chancen zur L\u00f6sung der Schwierigkeiten im eigenen Land und global. \u201eDas ist Ihre und unser aller Sendung aus dem 20. Ihrer wertvollen und hilfreichen Wartburggespr\u00e4che\u201c, stellte Kapp heraus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eisenach\/Fulda (bpf). 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