{"id":37875,"date":"2009-09-04T02:18:22","date_gmt":"2009-09-04T00:18:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=37875"},"modified":"2009-09-03T20:20:04","modified_gmt":"2009-09-03T18:20:04","slug":"kribbeln-im-bauch-wettbewerb-eines-praeventionsprojektes-fuer-9-haupt-und-realschulklassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=37875","title":{"rendered":"\u201eKribbeln im Bauch&#8230;\u201c: Wettbewerb eines Pr\u00e4ventionsprojektes f\u00fcr 9. Haupt- und Realschulklassen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>\u201eKribbeln im Bauch\u201c,  das erfolgreiche Tanz- und Pr\u00e4ventionsprojekt gibt zwei Schulklassen die M\u00f6glichkeit als Erste in Hessen bei dieser neuartigen und bereits mit viel Lob versehenen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahme dabei zu sein. Sch\u00fcler aus allen neunten Sekundarschulklassen in Fulda k\u00f6nnen sich bewerben. Teilnehmen d\u00fcrfen die beiden Klassen, die am eindrucksvollsten darstellen, weshalb gerade sie die richtige Klasse sind, der die Teilnahme an einem solchen Projekt erm\u00f6glicht werden sollte. Finanziell getragen wird dieses Projekt  von der AOK \u2013 Die Gesundheitskasse in Hessen, dem Verein Zukunft Bildung Region Fulda e.V. und dem Staatlichen Schulamt, Fachbereich Suchtpr\u00e4vention. <!--more--><\/p>\n<p>Mit Hilfe von Tanz und gemeinsamem Training wird die Kompetenz der Jugendlichen gest\u00e4rkt, mit Problemen, schwierigen Situationen und psychischen Belastungen besser fertig zu werden \u2013 um im Alltag anders mit Gewalt und s\u00fcchtigen Verhaltensweisen (Alkohol, Zigaretten, Drogen, Essst\u00f6rungen, Mediensucht\u00e2\u20ac\u00a6) umzugehen..<\/p>\n<p>Als Ansprechpartner stehen zur Verf\u00fcgung:<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tTina Wienr\u00f6der, Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention, Diakonie Fulda (0661\/8388219)<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tLiane Klein, Inhaberin der Tanzschule Holodeck<br \/>\n\u00e2\u20ac\u00a2\tGudrun Schwechla, Schulamt Fulda, Fachberatung f\u00fcr Sucht- und Gewaltpr\u00e4vention<br \/>\nSchulklassen die sich f\u00fcr die Teilnahme an  einer Projektwoche bewerben wollen schicken ihre Darstellung: \u201eWarum gerade unsere Klasse dabei sein sollte\u201c an: Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention, Diakonie Fulda, Tina Wienr\u00f6der, Heinrich-von-Bibra-Platz 14, 36037 Fulda.<\/p>\n<p>Einsendeschluss ist der 11.09.2009<br \/>\nDie Bekanntgabe der beiden Gewinnerklassen erfolgt in der 38.KW<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><br \/>\nSeit dem Schuljahr 2006\/2007 l\u00e4uft das Projekt \u201eKribbeln im Bauch&#8230;\u201c in Bremen, dort wurde es von Margrit Hasselmann vom Landesinstitut f\u00fcr Schule, Gesundheit und Suchtpr\u00e4vention entwickelt.  Die Projektauswertung zeigt, dass die Sch\u00fcler durch nur eine Projektwoche tats\u00e4chlich mehr Engagement und Eigenverantwortung lernen, ein gr\u00f6\u00dferes Selbstwertgef\u00fchl entwickeln und h\u00e4ufiger auf Rauchen oder Koma-Saufen verzichten.  <\/p>\n<p>Der erstaunliche Pr\u00e4ventionserfolg l\u00e4sst sich nach der Auswertung im Pilotprojekt messen: Von 104 befragten Jugendlichen bezeichneten sich vor dem Projekt 43 Prozent als Raucher. Im Laufe des Projektes reduzierte ein Drittel von ihnen den Zigarettenkonsum oder gab das Rauchen sogar ganz auf. Auch den Alkoholkonsum haben viele Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen deutlich verringert. So gaben vor dem Projekt nur 17 Sch\u00fcler an, in den letzten 30 Tagen \u201egar nicht\u201c betrunken gewesen zu sein. Sechs Monate danach stieg die Zahl auf immerhin 39.<\/p>\n<p>Das Projekt soll die St\u00e4rken der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler herausarbeiten, damit sie mehr Eigenverantwortung f\u00fcr ihr Leben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Dass das gelingt, beweist die in Bremen durchgef\u00fchrte Evaluation, bei der die positiven Tendenzen nicht zu \u00fcbersehen sind und das, wohlgemerkt, in einem schwierigen sozialen Umfeld. Bei der Durchf\u00fchrung zeigte sich, dass Tanz und Bewegung, Hip Hop und Swing die Jugendlichen anspricht, die sonst schlecht erreicht werden. Beim Tanzen bekommen die Jugendlichen einen Zugang zu ihren eigenen Gef\u00fchlen, Frustrationstoleranz wird trainiert und Zutrauen zu sich selbst wird entwickelt.<\/p>\n<p>Im Projekt wird aber nicht nur getanzt, auch die Aufkl\u00e4rung \u00fcber Suchtgefahren- unter anderem durch Diskussionen mit  ehemaligen Drogen- und Alkoholabh\u00e4ngigen- steht im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Kribbeln im Bauch ist ein Projekt, das  Lebenskompetenzen bei Jugendlichen f\u00f6rdert, die aufgrund des Elternhauses oder durch ein schwieriges soziales Umfeld diese nur unzureichend entwickeln k\u00f6nnen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler  und Lehrkr\u00e4fte die in Bremen an dem Projekt teilgenommen haben \u00e4u\u00dfern sich begeistert: \u201eRiesenspa\u00df, Mitsch\u00fcler anderes erlebt &#8211; Konflikte wurden ausgetragen und gel\u00f6st &#8211; die Klasse ist zusammengewachsen &#8211; Mut und Kraft\u201c, sind nur einige Beispiele der \u00c4u\u00dferungen nach der Projektbeteiligung. Die neueste wissenschaftliche Langzeit-Evaluation (Mai 2009 \u2013 drei Jahre nach Durchf\u00fchrung!) der Universit\u00e4t Oldenburg best\u00e4tigt den positiven Effekt. So sagten 50% der Interviewten, dass ihr pers\u00f6nliches Umfeld (Familie, Freundeskreis) berichtet, ihre Verhaltensweisen haben sich durch \u201eKribbeln im Bauch\u201c zum Positiven ver\u00e4ndert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eKribbeln im Bauch\u201c, das erfolgreiche Tanz- und Pr\u00e4ventionsprojekt gibt zwei Schulklassen die M\u00f6glichkeit als Erste in Hessen bei dieser neuartigen und bereits mit viel Lob versehenen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahme dabei zu sein. Sch\u00fcler aus allen neunten Sekundarschulklassen in Fulda k\u00f6nnen sich bewerben. 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