{"id":37480,"date":"2009-09-01T06:24:53","date_gmt":"2009-09-01T04:24:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=37480"},"modified":"2009-08-30T22:26:21","modified_gmt":"2009-08-30T20:26:21","slug":"orgelmatinee-mit-stefan-nusser-am-5-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=37480","title":{"rendered":"Orgelmatinee mit Stefan Nusser am 5. September"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090830_Nusser.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-37481\" title=\"090830_Nusser\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090830_Nusser-265x198.jpg\" alt=\"090830_Nusser\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"198\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090830_Nusser-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090830_Nusser.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Fulda. <\/strong>Am 5. September um 12.05 Uhr wird das Mendelssohn-Jahr \u201efortgesetzt\u201c mit der Sonate Nr. 5 D-Dur. Mit den selten gespielten St\u00fccken von Karg-Elert und Stanford &#8220;Stimmen der Nacht&#8221; und &#8220;Marcia eroica&#8221;, sehr beeindruckenden Klanggem\u00e4lden, schlie\u00dft Stefan Nusser aus Mettlach die erste Herbstmatinee. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac). <!--more--><\/p>\n<p><strong>Zu den Werken:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Felix Mendelssohn Bartholdy &#8211; Sonate D-Dur op. 65 Nr. 5<\/strong><br \/>\nDie sehr der Bekanntheitsgrad eines Chorals \u00fcber das Werk entscheidet, das ihn integriert, kann man deutlich an der wenig gespielten f\u00fcnften und der dagegen sehr beliebten sechsten Sonate ablesen. Ob die Melodie zu Beginn der 5. Sonate von Mendelssohn stammt oder tats\u00e4chlich ein heute vergessener Choral ist, m\u00fcssten die Hymnologen erkunden; in den Berlin-Krakauer Manuskripten finden sich mehrere solcher schlichten S\u00e4tze. Dem Halbdunkel (mf, 16&#8242; im Manual) des Einleitungschorals schlie\u00dft sich attacca ein stilles Andante con moto in h-Moll an, dessen elegische Gesanglichkeit durch ein (penibel mit Staccatopunkten bezeichnetes) \u00c2\u00bbPizzicato\u00c2\u00ab-Pedal die Tristesse eines organistischen \u00c2\u00bbRegentropfen-Pr\u00e9ludes\u00c2\u00ab beschw\u00f6rt. Zwei Fr\u00fchfassungen zeigen Mendelssohns Weg zur endg\u00fcltigen Sonatenversion: Auf den 22. Juli 1844 datiert ist ein Allegretto d-Moll; am 9. September 1844 hatte es sich leicht gek\u00fcrzt in ein Andante h-Moll verwandelt. Manualangaben erscheinen erst in der Sonate.<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, mit wenigen Zutaten ein gutes Gericht zu komponieren, wird meist den Franzosen zuerkannt. Aber Mendelssohn konnte es auch, wie das Finale (Allegro maestoso) dieser Sonate beweist: Nach 29 Takten notierter Improvisation (entsprechend sollte man es interpretieren) beginnt ein elegantes, meist nur dreistimmiges Spiel, in dem ein nobel-pathetisches Thema (vom Typus \u00c2\u00bbCellokantilene\u00c2\u00ab) in allen drei Stimmen gleichsam er\u00f6rtert wird &#8211; nicht immer sonderlich tiefsinnig, aber doch stets mit Geschmack und Intelligenz. Die Diktion des Ganzen erinnert mehr an die Kammermusik Mendelssohns: ein reizvoller Fremdk\u00f6rper unter den ohnehin \u00c2\u00bbpolyglotten\u00c2\u00ab S\u00e4tzen des op. 65.<\/p>\n<p><strong>Olivier Messiaen &#8211; Chants d\u00c2\u00b4oiseaux<\/strong><br \/>\nChants d\u00c2\u00b4oiseaux (&gt;&gt;Gesang der V\u00f6gel&lt;&lt;): &gt;&gt;Nachmittag der V\u00f6gel: Amsel, Rotkehlchen, Singdrossel und Nachtigall, wenn die Nacht kommt\u00e2\u20ac\u00a6&lt;&lt;). Zum ersten Mal im Orgelwerk Messians erschienen hier Portr\u00e4ts genau benannter V\u00f6gle Mitteleuropas. Rondohaft kleine geheimnisvolle Einsch\u00fcbe, die an nicht weiter definierte Naturger\u00e4usche denken lassen und \u00e4hnlich angeordnet sind wie die vier Sekunden des ersten Satzes.<\/p>\n<p><strong>Sigfrid Karg-Elert &#8211; Stimmen der Nacht<\/strong><br \/>\nUnter dem deutsch-englischen Titel Drei St\u00fccke \u2013 Three new Impressions f\u00fcr Orgel erschienen nach Karg-Elerts Tod drei Orgelst\u00fccke, die hinsichtlich ihres impressionistischen Klangzaubers zu den H\u00f6hepunkten ihres Genres geh\u00f6ren.<br \/>\nIn Stimmen der Nacht ranken sich filigrane Figuren, wie sie aus impressionistischer Kammermusik bekannt sind, um schwebende Melodien, die sich ins Unendliche fortzuspinnen scheinen. Im Mittelteil erhebt sich ein kleiner Nachtsturm, der sich in der Reprise wieder beruhigt. Harfen- und Fl\u00f6tenimitationen werden durchsetzt mit Reizkl\u00e4ngen (Sept-Non-Akkorden) und mediantischen R\u00fcckungen.<\/p>\n<p><strong>Charles Villiers Stanford<\/strong><br \/>\nSir Charles Villiers Stanford nahm neben Parry die einflussreichste Stellung im Musikleben Gro\u00dfbritanniens ein, seitdem er 1883 zum Professor f\u00fcr Musik in Cambridge ernannt worden war. Die Grundlagen seines fr\u00fchen Ruhms hatte er unter anderem durch sein Orgelspiel gelegt, das er zun\u00e4chst bei Robert Stewart, dem Organisten der St. Patrick\u00e2\u20ac\u2122s Cathedral in seiner Heimatstadt Dublin, erlernte. Schon 1873, noch als Undergraduate in Cambridge, \u00fcbernahm er das Amt des Organisten am dortigen Trinity College, das er bis 1882 innehatte; dort war er vor allem f\u00fcr seine brillanten Transkriptionen ber\u00fchmt. Seine Orgelwerke sind allerdings, mit Ausnahme des Pr\u00e4ludiums \u00fcber \u201eJesu dulcis memoriae\u201c von 1879, wesentlich sp\u00e4ter entstanden, so dass sie nicht mehr mit dieser Organistenstelle oder einer bestimmten Orgel in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Am 5. September um 12.05 Uhr wird das Mendelssohn-Jahr \u201efortgesetzt\u201c mit der Sonate Nr. 5 D-Dur. Mit den selten gespielten St\u00fccken von Karg-Elert und Stanford &#8220;Stimmen der Nacht&#8221; und &#8220;Marcia eroica&#8221;, sehr beeindruckenden Klanggem\u00e4lden, schlie\u00dft Stefan Nusser aus Mettlach die erste Herbstmatinee. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,44],"tags":[],"class_list":["post-37480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37480"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37504,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37480\/revisions\/37504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}