{"id":37163,"date":"2009-08-27T06:20:33","date_gmt":"2009-08-27T04:20:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=37163"},"modified":"2009-08-27T08:40:45","modified_gmt":"2009-08-27T06:40:45","slug":"2010-wird-zuse-jahr-mit-zahlreichen-veranstaltungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=37163","title":{"rendered":"2010 wird Zuse-Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>H\u00fcnfeld.<\/strong> Das Jahr 2010 soll ein \u201eKonrad-Zuse-Jahr\u201c werden. Die H\u00fcnfelder Konrad-Zuse-Gesellschaft plant mit vielen Partnern im kommenden Jahr zahlreiche Veranstaltungen, mit denen der 100. Geburtstag des Computerpioniers begangen werden sollen. <!--more--><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2010 wird es eine Auftaktveranstaltung im Deutschen Technik-Museum in Berlin geben, wo ein Nachbau des Z 1 steht. Dieser noch auf mechanischer Basis arbeitende Rechner war durch den Computerpionier 1936 in der elterlichen Wohnung in Berlin-Charlottenburg fertig gestellt worden. Da das Ger\u00e4t w\u00e4hrend der Bombardements im Zweiten Weltkrieg v\u00f6llig zerst\u00f6rt wurde, rekonstruierte Zuse diesen fr\u00fchen Rechner allein aus der Erinnerung Ende der 80er Jahre mit Unterst\u00fctzung der Firma Siemens. Auch in M\u00fcnchen sind im Juni 2010 eine Reihe von Veranstaltungen zum 100. Geburtstag Zuses geplant, unter anderem wird am 16. Juni 2010 eine wissenschaftliche Tagung stattfinden. Im Deutschen Museum in M\u00fcnchen steht ein noch von Zuse 1961 selbst hergestellter, allerdings vereinfachter Nachbau des ersten Computers der Welt, der Z 3. Im Gegensatz zum Original, den Zuse 1941 in Berlin vorgestellt hatte, verf\u00fcgt dieser Nachbau nur \u00fcber zwei statt drei Speicherschr\u00e4nke.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 19. Juni ist das f\u00fcnfte Zuseaner-Treffen in Haunetal geplant. Dort treffen sich ehemalige Besch\u00e4ftigte und Mitarbeiter der Zuse KG, die 1949 die erste kommerzielle Fertigung von Computern weltweit aufgenommen hatte. Das Unternehmen wechselte in den 50er Jahren seinen Standort dann nach Bad Hersfeld. F\u00fcr den eigentlichen Geburtstag am 22. Juni 2010 ist in der Stadthalle Kolpinghaus in H\u00fcnfeld eine gro\u00dfe Festveranstaltung geplant, am 24. Juni findet in Hoyerswerda, wo Zuse einen Teil seiner Schulzeit verbrachte, im Beruflichen Schulzentrum Konrad Zuse eine weitere Festveranstaltung statt.<\/p>\n<p>Ein H\u00f6hepunkt des Konrad-Zuse-Jahres 2010 wird die Vorstellung des originalgetreuen Nachbaus des ersten Computers der Welt, der Z 3, im Konrad-Zuse-Museum in H\u00fcnfeld, die f\u00fcr den 26. und 27. Juni in H\u00fcnfeld geplant ist. Dieser Nachbau verf\u00fcgt wie das Original, das in den Wirren des Zweiten Weltkriegs in Berlin durch Bombenangriffe zerst\u00f6rt worden war, \u00fcber drei Speicherschr\u00e4nke, einen Eingabepult, ein Rechenwerk sowie einen Lochstreifenleser, mit dem das Programm \u201eeingelesen\u201c werden kann. Dieser Nachbau soll dann Mitte September in der Hessischen Landesvertretung in Berlin gezeigt und von dort aus bei weiteren Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen weltweit pr\u00e4sentiert werden, bevor er dann seinen endg\u00fcltigen Standort im H\u00fcnfelder Konrad-Zuse-Museum finden wird.<\/p>\n<p>Konrad Zuse wird im Mittelpunkt der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Informatik, am Tag der Informatik vom 28. September bis 2. Oktober, stehen. Auch die Universit\u00e4t Stettin, wo Konrad Zuse als Honorarprofessor t\u00e4tig war, wird Konrad Zuse vom 15. bis 17. Oktober in besonderer Weise ehren. Er ist bis heute Namensgeber des deutschsprachigen Studiengangs Wirtschaftsinformatik an dieser Universit\u00e4t. F\u00fcr den 21. und 22. Oktober ist im Rahmen des Heinz-Nixdorf-Forums ein Zuse-Nixdorf Symposium in Paderborn geplant. F\u00fcr den 8. bis 10. November ist im Rahmen ist im Rahmen der ITG-Fachtagung des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e. V.) eine weitere Konrad-Zuse-Veranstaltung im Rahmen der Jahrestagung des Verbandes geplant.<\/p>\n<p>Der Computerpionier und H\u00fcnfelder Ehrenb\u00fcrger war nicht nur der Erbauer der ersten programmgesteuerten, nach bin\u00e4rer Gleitkommarechnung arbeitenden und frei programmierbaren Rechenmaschine der Welt, die er unter dem Namen Z 3 1941 in Berlin vorstellte, er entwickelte auch die erste universelle Programmiersprache, das \u201ePlankalk\u00fcl\u201c in den 40er Jahren in Hopferau im Allg\u00e4u. Seine Ger\u00e4te revolutionierten in den 50er und Anfang der 60er Jahre auch die Linsenberechnung der optischen Industrie, das Vermessungswesen und die Textilindustrie.<\/p>\n<p>Zuse verbrachte den gr\u00f6\u00dften Teil seines Lebens von Weihnachten 1956 bis zu seinem Tod 1995 in seiner Wahlheimatstadt H\u00fcnfeld, die ihn unter anderem mit der Ehrenb\u00fcrgerw\u00fcrde und der Verleihung des Namenszusatzes \u201eKonrad-Zuse-Stadt H\u00fcnfeld\u201c seit 2006 w\u00fcrdigte. Daneben war Zuse wissenschaftlich t\u00e4tig, seine Theorien \u201ezum rechnenden Raum\u201c besch\u00e4ftigen bis heute Physiker und Astronomen. Daneben erwarb er sich auch einen Namen als Kunstmaler.<\/p>\n<p>Das Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte in H\u00fcnfeld verf\u00fcgt nicht nur \u00fcber eine der gr\u00f6\u00dften Sammlungen  historischer Zuseger\u00e4te, sondern stellt auch die facettenreiche Pers\u00f6nlichkeit des \u201eVater des Computers\u201c vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. Das Jahr 2010 soll ein \u201eKonrad-Zuse-Jahr\u201c werden. Die H\u00fcnfelder Konrad-Zuse-Gesellschaft plant mit vielen Partnern im kommenden Jahr zahlreiche Veranstaltungen, mit denen der 100. 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