{"id":36854,"date":"2009-08-20T06:15:39","date_gmt":"2009-08-20T04:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=36854"},"modified":"2009-08-20T07:46:59","modified_gmt":"2009-08-20T05:46:59","slug":"erstmalig-in-deutschland-palliativversorgung-landesweit-von-allen-gesetzlichen-kassen-finanziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=36854","title":{"rendered":"Erstmalig in Deutschland: Palliativversorgung landesweit von allen gesetzlichen Kassen finanziert"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt. Die Landesarbeitsgemeinschaft Palliativversorgung Hessen und die AOK Hessen, die IKK Baden-W\u00fcrttemberg und Hessen, die Landwirtschaftliche Krankenkasse sowie die Knappschaft haben sich auf einen Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) geeinigt. Hierdurch wird die Lebensqualit\u00e4t Schwerstkranker in der letzten Lebensphase erheblich verbessert. Patienten sollen in vertrauter h\u00e4uslicher Umgebung, im Altenheim oder station\u00e4ren Hospiz bleiben k\u00f6nnen, wie sie es wollen. Die meisten unerw\u00fcnschten Krankenhauseinweisungen k\u00f6nnen vermieden werden.<!--more--><\/p>\n<p>Durch SAPV werden schwerste Symptome wie Atemnot, Schmerzen oder Erbrechen zuhause zuverl\u00e4ssig behandelt. Aber auch die psychosoziale Unterst\u00fctzung von Betroffenen sowie deren Angeh\u00f6rigen bzw. Betreuern geht weit \u00fcber das bisher \u00dcbliche hinaus. Nicht die Technik ist das Wichtigste, sondern exzellente Kontrolle belastender Symptome ohne ein \u00dcberma\u00df an Medizin und die kompetente menschliche Zuwendung.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Palliativteams \u00fcbernehmen Verantwortung<\/strong><\/p>\n<p>In einem sogenannten Palliative Care Team arbeiten Palliativmediziner, Pflegekr\u00e4fte, Psychologen und Sozialarbeiter mit vielen Kooperationspartnern Hand in Hand. In den Regionen Bad Hersfeld, Darmstadt, Fulda, Hanau, Kassel, Offenbach und Wiesbaden gibt es etablierte Anlaufstellen. Eine gro\u00dfe Herausforderung wird es jetzt sein, in den weiteren Regionen ebenfalls Palliative Care Teams aufzubauen. Hierzu braucht es nicht alleine die finanziellen Mittel, sondern sehr engagierte, gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter. Diese sollen fl\u00e4chendeckend ein landesweites\u00c2\u00a0 Angebot sicher stellen.<\/p>\n<p>Mit dem r\u00fcckwirkend zum 1. April 2009 in Kraft gesetzten Mustervertrag wird die qualifizierte SAPV f\u00fcr in Hessen lebende Mitglieder aller gesetzlichen Krankenkassen ohne eigene Zuzahlung bezahlt, wenn es in der Region ein qualifiziertes Palliative Care Team gibt. Dazu muss nur eine Verordnung durch einen Vertrags- oder Klinikarzt ausgestellt werden. Dieser bescheinigt, dass die Regelversorgung durch niedergelassene \u00c4rzte und ambulante Pflegedienste der schwierigen Symptomatik des Patienten nicht mehr gerecht werden kann.<\/p>\n<p>Wichtig ist f\u00fcr Betroffene und deren Angeh\u00f6rige: Die Teams arbeiten eng mit Hausarzt und Pflegedienst zusammen und k\u00f6nnen diese entlasten. Schwerst- und sterbenskranke Menschen k\u00f6nnen dann an jedem Tag der Woche rund um die Uhr auf die Unterst\u00fctzung durch die Palliative Care Teams vertrauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. Die Landesarbeitsgemeinschaft Palliativversorgung Hessen und die AOK Hessen, die IKK Baden-W\u00fcrttemberg und Hessen, die Landwirtschaftliche Krankenkasse sowie die Knappschaft haben sich auf einen Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) geeinigt. Hierdurch wird die Lebensqualit\u00e4t Schwerstkranker in der letzten Lebensphase erheblich verbessert. 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