{"id":36782,"date":"2009-08-20T06:25:21","date_gmt":"2009-08-20T04:25:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=36782"},"modified":"2009-08-20T07:40:40","modified_gmt":"2009-08-20T05:40:40","slug":"450-000-euro-projekt-uewag-kabel-weichen-bau-der-a-66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=36782","title":{"rendered":"450.000-Euro-Projekt: \u00dcWAG-Kabel weichen Bau der A 66"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neuhof. <\/strong>Kabelkreuzungen der \u00dcWAG unter der B 40, der Bahnlinie und dem geplanten Tunnel f\u00fcr die Autobahn A 66 in Neuhof machen derzeit Platz f\u00fcr die anstehenden Bauarbeiten. Sie werden in einer neuen unterirdischen Trasse zusammengefasst. Ein Pressbohrverfahren erm\u00f6glichte die Verlegung der Kabelrohre in rund f\u00fcnf Meter Tiefe \u00fcber eine 60 Meter lange Strecke. 450.000 Euro investiert die \u00dcWAG in die Ma\u00dfnahme, die zugleich der Vorbereitung der Kabelf\u00fchrung dient, wenn der Neuhofer Tunnel seinen Betrieb aufnimmt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-36784\" title=\"\u00dcWAG-Projektleiter Dipl.-Ing. Harald Kling vor der Startgrube der Pressbohrung an den ICE-Gleisen in Neuhof.\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau2-265x179.jpg\" alt=\"090819_tunnelbau2\" width=\"265\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau2-265x179.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-36783\" title=\"Pr\u00fcfender Blick von Projektleiter Harald Kling beim Start der Pressbohrung: Angeschraubt an das d\u00fcnne Pilotrohr (vorn) und fest verschwei\u00dft mit dem 60-Zentimeter-Kabelrohr ist der Aufweitungskopf vorbereitet, um vom Pressbohrger\u00e4t durchs Erdreich gedr\u00fcckt zu werden. \" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau1-265x176.jpg\" alt=\"090819_tunnelbau1\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau1-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/090819_tunnelbau1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>Wie ein Schl\u00fcsselloch-Chirurg, der durch kleinste Schnitte seine Operationsinstrumente f\u00fchrt, arbeitet die \u00dcWAG derzeit in Neuhof. Nur zwei je sechs Meter tiefe Baugruben, eine rund zehn mal zehn Meter gro\u00dfe Startgrube und eine etwa neun mal f\u00fcnf Meter gro\u00dfe Zielgrube, waren n\u00f6tig, um drei jeweils 60 Meter lange Stahlrohre von 60 Zentimeter Durchmesser im Untergrund zu verlegen. Die Trasse f\u00fchrt vom Rand der Bahnstrecke auf H\u00f6he der Schaltstation Vinzenzstra\u00dfe unter den Gleisen, dem aktuellen Verlauf der Bundesstra\u00dfe B 40 und dem f\u00fcr die k\u00fcnftige Stra\u00dfenf\u00fchrung aufgesch\u00fctteten Damm hindurch bis vor die Marktstra\u00dfe. Hier verlaufen k\u00fcnftig die Mittelspannungskabel, die die Stromversorgung von Neuhof, Flieden und Kalbach sicherstellen, sowie die \u00f6rtlichen Niederspannungs- und Beleuchtungskabel.<\/p>\n<p><strong>Sorgf\u00e4ltige Planung und Abstimmung<\/strong><\/p>\n<p>Der Verlegung vorausgegangen waren zwei Jahre sorgf\u00e4ltige Planung und Abstimmung mit den anderen Bauarbeiten vor Ort. Zum Einsatz kam ein technisch aufw\u00e4ndiges Verfahren: eine gesteuerte horizontale Pressbohrung. \u201eEine offene Bauweise zur Verlegung der Leerrohre f\u00fcr die Kabel w\u00e4re an dieser Stelle nicht m\u00f6glich gewesen\u201c, erl\u00e4utert Dipl.-Ing. Matthias Hahner, Abteilungsleiter Technische Dienste bei der \u00dcWAG, die Wahl des Verfahrens im Rahmen des 450.000 Euro teuren Projekts.<\/p>\n<p>In der Startgrube auf H\u00f6he Vinzenzstra\u00dfe wurde zu Beginn der Arbeiten ein horizontales Pressbohrger\u00e4t aufgestellt. \u201eMit einer gesteuerten Pilotbohrung haben wir zun\u00e4chst ein d\u00fcnnes Rohr in Richtung Zielgrube gepresst\u201c, beschreibt \u00dcWAG-Ingenieur Harald Kling den ersten Schritt der Arbeiten. Dabei half Spezialtechnik von Tiefbaufirmen aus der Region: Der Bohrkopf, der am vorderen Teil des Rohres angeschraubt wird, ist mit LED-Technik ausgestattet und so von dem Pressbohrger\u00e4t in der Startgrube aus zu steuern. \u201eDa der Bohrkopf beweglich ist, kann man jederzeit nachjustieren und so sicherstellen, dass die Pressung schnurgerade verl\u00e4uft\u201c, erkl\u00e4rt der Diplom-Ingenieur das Verfahren.<\/p>\n<p><strong>Rohr w\u00e4chst in den Untergrund<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem die Pilotbohrung erfolgreich in der Zielgrube nahe der Marktstra\u00dfe angekommen war, konnten in der zweiten Phase des Pressverfahrens die Arbeiten f\u00fcr die Durchpressung des Rohres mit 60 Zentimeter Durchmesser beginnen. An das Ende des Pilotrohres wurde dazu zun\u00e4chst ein gro\u00dfer Aufweitungskopf angeschraubt, an diesen wiederum das erste sechs Meter lange Teil des gro\u00dfen Rohres angeschwei\u00dft.<\/p>\n<p>Durch den Druck des Pressbohrger\u00e4ts schiebt sich der Aufweitungskopf in f\u00fcnf Meter Tiefe durch den Untergrund Richtung Zielgrube. Im Rohr befindet sich ein weiteres Stahlteil mit Windungen wie an einem Bohrer. Diese sogenannte F\u00f6rderschnecke sorgt daf\u00fcr, dass das Erdreich, das durch den Bohrkopf in das Rohr eindringt, bis zu seinem Ende in die Baugrube abgef\u00f6rdert wird; rund 100 Tonnen des Materials holten die Arbeiter in den drei Wochen bis zum Abschluss der Bohrungen aus der Grube.<\/p>\n<p>Sobald ein Rohrabschnitt fast ganz in den Untergrund gepresst ist, wird das n\u00e4chste Rohr mit innenliegender F\u00f6rderschnecke in das Pressbohrger\u00e4t eingelegt; die beiden Rohre werden miteinander verschwei\u00dft und dann weiter gepresst. So w\u00e4chst das Rohr St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf sein Ziel zu.<\/p>\n<p><strong>Provisorien f\u00fcr die Bauzeit der A 66<\/strong><\/p>\n<p>In diese Leerrohre zieht die \u00dcWAG nun alle Kabel, die bisher an vier verschiedenen Stellen Stra\u00dfe und Schiene unterkreuzten. Hier werden sie in sicherer Entfernung von den Bauarbeiten liegen. \u201eDas ist aber nur ein erstes Provisorium\u201c, berichtet Harald Kling. Mit dem Bau des Tunnels m\u00fcssen dann die drei Rohre im Bereich des Tunnels wieder etwas gek\u00fcrzt und die Kabel \u00fcber eine Behelfskabelbr\u00fccke \u00fcber der Tunnelbaustelle verlegt werden. Endg\u00fcltig abgeschlossen ist die Kabelverlegung erst, wenn auch der Tunnelbau fertiggestellt ist. Dann werden die Kabel in den jetzt verlegten Rohren durch ein Schachtbauwerk auf die Tunneldecke und von dort auf der anderen Seite wieder ins Erdreich f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Neuhof. 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