{"id":3675,"date":"2007-06-15T13:18:57","date_gmt":"2007-06-15T11:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=3675"},"modified":"2007-06-15T13:18:57","modified_gmt":"2007-06-15T11:18:57","slug":"bischof-algermissen-erteilte-missio-canonica-abschluss-des-tages-der-katechese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=3675","title":{"rendered":"Bischof Algermissen erteilte \u201eMissio canonica\u201c \u2013 Abschlu\u00df des \u201eTages der Katechese\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> In einer Eucharistiefeier im Hohen Dom zu Fulda hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Donnerstag 46 Religionslehrerinnen und drei Religionslehrern aus der Di\u00f6zese die \u201eMissio canonica\u201c erteilt. Mitgestaltet durch Domorganist Prof. Hans-J\u00fcrgen Kaiser an der Orgel sowie die Junge Kantorei Neuhof unter der Leitung von Sebastian Schwarz, bildete die Me\u00dffeier den Abschlu\u00df des traditionellen \u201eTages der Katechese\u201c in der Bonifatiuswoche.<!--more--><\/p>\n<p>In seiner Predigt vor rund 250 Religionslehrern und Katecheten machte Bischof Algermissen deutlich: \u201eWenn Sie heute und in der Zukunft Ihres Berufes pr\u00fcfen m\u00f6chten, ob Ihr Glaube lebendig ist, ob Sie selbst die Schwelle zu Jesus hin \u00fcberschritten haben, dann fragen Sie sich bitte, ob es Sie dr\u00e4ngt, andere zu Jesus zu f\u00fchren. Fragen Sie sich bitte, ob Sie Ihr Glaube bewegt, andere zum Glauben an Christus zu bewegen. Der Bischof gab den Empf\u00e4ngern der Missio canonica den Wunsch mit auf den Weg, suchende und fragende Menschen zu bleiben, die sich mit Mittelm\u00e4\u00dfigkeit nicht zufriedeng\u00e4ben.<\/p>\n<p>Algermissen hob hervor, da\u00df bei der Berufung des Samuel der alte Hohepriester Eli, zu dem die Eltern den Jungen gebracht haben, eine wichtige Rolle spiele. Samuel, der sich im Schlaf beim Namen gerufen glaubte, lief zu Eli: \u201eHier bin ich, du hast mich gerufen!\u201c Dieser Ruf im Schlaf erging so lange, bis Eli verstand, da\u00df Gott den Jungen rief. Er schickte ihn fort und lehrte ihn, sich dem Ruf Gottes mit gleicher Bereitschaft zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Damit sei seine Aufgabe erf\u00fcllt, so der Bischof: \u201eEr hat den Jungen erzogen. Ein anderer, Gr\u00f6\u00dferer, fordert ihn jetzt, und Eli gibt ihn f\u00fcr diesen Gr\u00f6\u00dferen frei\u201c. Im Evangelium sp\u00fcrte Johannes der T\u00e4ufer, da\u00df seine Aufgabe an den jungen M\u00e4nnern, die sich um ihn geschart hatten, erf\u00fcllt sei. \u201eDer Gr\u00f6\u00dfere ist da, auf den er sie vorbereitet hat. Die Stunde ist da, sie an diesen weiterzugeben.\u201c Sie folgten, ohne ein Wort des Abschieds mit dem T\u00e4ufer zu wechseln, ohne sich auch nur einmal noch umzudrehen.<\/p>\n<p>Hier werde ein wichtiges Grundgesetz der Nachfolge sichtbar, fuhr der Bischof fort. In der Regel werde niemand unmittelbar zum Dienst an Gott und in die Nachfolge Jesu berufen. \u201eJede und jeder verdankt es dem Glauben, der Erfahrung und der Hilfe anderer, wenn sie oder er den Ruf vernimmt und folgen kann.\u201c Die Begegnung zwischen Gott und Mensch, zwischen Jesus und dem J\u00fcnger sei etwas sehr Pers\u00f6nliches.<\/p>\n<p>Das Ja des Glaubens k\u00f6nne einem keiner abnehmen. Dieses Ja als Antwort zu geben, bezeichnete Algermissen als einen ganz pers\u00f6nlichen Akt, der nicht einmal auf den liebsten Menschen delegiert werden k\u00f6nne. \u201eDie Schwelle mu\u00df jeder in eigener Verantwortung \u00fcberschreiten, aber bis an diese Schwelle werden wir von anderen geleitet, die schon Erfahrung mit Gott haben.\u201c Es seien dies die Eltern, Freunde, Priester, Lehrer, Frauen und M\u00e4nner, die einen im besten Wortsinn seelsorglich begleiteten.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt nichts Sch\u00f6neres, als solche Hilfestellung leisten zu d\u00fcrfen auf dem Weg zu Christus hin\u201c, stellte Algermissen heraus. Das werde einen immer wieder begl\u00fccken. Aber man m\u00fcsse auch genau sp\u00fcren, wann die eigene Aufgabe zu Ende sei und wann man zur\u00fccktreten m\u00fcsse, um den, f\u00fcr den man bisher die Autorit\u00e4t war, an einen anderen weiterzugeben.<\/p>\n<p>\u201eAuch wenn zum Beispiel ein junger Mensch andere Wege einschl\u00e4gt als wir es w\u00fcnschen \u2013 wir m\u00fcssen ihm seine Freiheit geben!\u201c, forderte der Oberhirte. Jeden rufe n\u00e4mlich Gott auf andere Weise. Auch wenn man \u00fcberzeugt sei, da\u00df einer nicht auf Gott zugehe, m\u00fcsse man, wenn die Stunde da sei, seine Freiheit achten. \u201eMan kann niemanden zu Gott zwingen\u201c.<\/p>\n<p>Jesus selbst habe die Freiheit der M\u00e4nner, die auf ihn zukamen, vornehm geachtet. \u201eWas wollt ihr von mir?\u201c, hei\u00dfe es in der Einheits\u00fcbersetzung. Die Vulgata, dem Urtext sehr viel n\u00e4her, formuliere: \u201eQuid quaeritis?\u201c, also: \u201eWas sucht ihr?\u201c Es sei interessant, da\u00df dies die allererste Frage Jesu im Johannesevangelium ist. \u201eHei\u00dft das vielleicht auch, da\u00df nur, wer wirklich ehrlich sucht, Jesus als Weg, Wahrheit und Leben findet und in Jesus Gott?\u201c, fragte der Bischof.<\/p>\n<p>In einem Gespr\u00e4ch mit Jesus als dem Rabbi wollten sich die Suchenden zun\u00e4chst nur informieren. \u201eSie gingen mit ihm und sahen, wo er wohnte, und sie blieben den Rest des Tages bei ihm.\u201c Die Stunde, in der der J\u00fcnger zum ersten Mal die Schwelle Jesu \u00fcberschritt, und das erste Zusammensein mit ihm seien ihm als Schl\u00fcsselerlebnisse unverge\u00dflich geblieben.<\/p>\n<p>Wie sehr diese Begegnung gez\u00fcndet habe, erkenne man daran, da\u00df Andreas schon in den n\u00e4chsten Tagen seinen Bruder Simon zu Jesus f\u00fchrte. Auch hier gelte wieder das gleiche Gesetz: \u201eEiner f\u00fchrt den anderen, einer hilft dem anderen weiter\u201c.<\/p>\n<p>Der traditionelle \u201eTag der Katechese\u201c wird von der Abteilung Schule-Hochschule-Medien und dem Seelsorgeamt im Bisch\u00f6flichen Generalvikariat sowie dem Di\u00f6zesanverband des Deutschen Katechetenvereins (DKV) veranstaltet. Die Begr\u00fc\u00dfung erfolgte in diesem Jahr durch die Vorsitzende des Deutschen Katecheten-Vereins im Bistum Fulda, Dipl.-P\u00e4d. Marianne Hartung. Daran schlo\u00df sich ein Vortrag von Prof. Dr. Lothar Kuld (Weingarten) an. \u201eTheologie des Mitgef\u00fchls \u2013 Compassion lernen in Schule und Gemeinde\u201c lautete das Thema, das am Nachmittag durch Arbeitskreise vertieft wurde.<br \/>\n\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. 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