{"id":35634,"date":"2009-08-04T05:29:25","date_gmt":"2009-08-04T03:29:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=35634"},"modified":"2009-08-03T21:29:40","modified_gmt":"2009-08-03T19:29:40","slug":"risikomanagement-in-logistikbranche-noch-unausgereift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=35634","title":{"rendered":"Risikomanagement in Logistikbranche noch unausgereift"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>\u00dcber 70 Prozent der Unternehmen in der Speditions- und Logistikbranche betreiben nach eigenen Angaben Risikomanagement oder planen es einzuf\u00fchren. Allerdings haben sie kein einheitliches Verst\u00e4ndnis davon, welche Schritte und Ma\u00dfnahmen ein Risikomanagement umfassen sollte. Nur einzelne Unternehmen setzen ein Risikomanagement um, das dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Hochschule Fulda und der Hochschule Heilbronn im Auftrag des Speditions- und Logistikverbandes Hessen\/Rheinland-Pfalz. Befragt wurden 81 Unternehmen der Logistikbranche aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg. <!--more--><\/p>\n<p>\u201eBei vielen Unternehmen besteht die Gefahr, dass Risiken weder erkannt noch strukturiert gehandhabt werden\u201c, kommentiert Prof. Dr. Michael Huth, der am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda Logistik lehrt, die Studienergebnisse. Risikomanagement ist die systematische Identifikation und Bewertung m\u00f6glicher St\u00f6rungen und Gefahren sowie die Erarbeitung entsprechender Gegenma\u00dfnahmen und findet \u00fcblicherweise in mehreren, aufeinanderfolgenden Phasen statt. Doch die werden in den Unternehmen offenbar unterschiedlich intensiv betrieben.<\/p>\n<p>85 Prozent der Unternehmen analysieren, \u00fcberwachen und bewerten die m\u00f6glichen Gefahren mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfig. Aber nur 12 Prozent arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung ihrer Risiko-Strategie. \u201eRisiken im operativen Bereich werden zwar erkannt, doch eine strategisch angelegte Auseinandersetzung mit sich langfristig entwickelnden Risiken beispielsweise im Personalbereich betreiben nur wenige Unternehmen\u201c, sagt Huth. Zudem greife man auf Methoden zur\u00fcck, die besonders einfach zu implementieren seien: Checklisten, Brainstorming, Mitarbeiterbefragungen. Diese erm\u00f6glichten indes lediglich, Risiken aufzudenken, nicht aber sie im Blick auf m\u00f6gliche Sch\u00e4den oder die Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten.<\/p>\n<p>Dabei beanspruche ein effektives Risikomanagement nicht unbedingt eine hohe Personalkapazit\u00e4t oder spezielle Software. \u201eWesentlich ist vielmehr, einen strukturierten und regelm\u00e4\u00dfigen Prozess zu etablieren, durch den Risiken erkannt und bewertet werden\u201c, sagt der Logistikfachmann. \u201eNur so lassen sich Ma\u00dfnahmen zur Verminderung oder Vermeidung von Risiken entwickeln. Ein derartiger Prozess kann wirkungsvoll dazu beitragen, die m\u00f6glichen Risikofolgekosten zu reduzieren oder zu vermeiden.\u201c<\/p>\n<p>Die komplette Studie steht unter <a href=\"http:\/\/www.speditionsportal.net\">www.speditionsportal.net<\/a> zum Download zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u00dcber 70 Prozent der Unternehmen in der Speditions- und Logistikbranche betreiben nach eigenen Angaben Risikomanagement oder planen es einzuf\u00fchren. Allerdings haben sie kein einheitliches Verst\u00e4ndnis davon, welche Schritte und Ma\u00dfnahmen ein Risikomanagement umfassen sollte. Nur einzelne Unternehmen setzen ein Risikomanagement um, das dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. 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