{"id":34109,"date":"2009-07-11T05:55:53","date_gmt":"2009-07-11T03:55:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=34109"},"modified":"2009-07-11T09:51:04","modified_gmt":"2009-07-11T07:51:04","slug":"investition-von-rund-10-millionen-euro-am-standort-fulda-mehr-umweltschutz-und-leistung-fuer-das-uewag-dieselkraftwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=34109","title":{"rendered":"Investition von rund 10 Millionen Euro am Standort Fulda &#8211; Mehr Umweltschutz und Leistung f\u00fcr das \u00dcWAG-Dieselkraftwerk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Die \u00dcberlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (\u00dcWAG) stattet ihr Dieselkraftwerk in der Frankfurter Stra\u00dfe in Fulda mit modernster Technik f\u00fcr noch mehr Umweltschutz und Leistungsverbesserung aus. Dar\u00fcber hinaus wird mit den geplanten Umbauma\u00dfnahmen die Notstromversorgung f\u00fcr die Region Fulda wesentlich verbessert. Rund 10 Millionen Euro investiert das f\u00fchrende osthessische Energieversorgungsunternehmen in den Standort. F\u00fcr dieses Vorhaben gab der Aufsichtsrat der \u00dcWAG in seiner j\u00fcngsten Sitzung gr\u00fcnes Licht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_auen_aktuell_Infozentru.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-34110\" title=\"\u00dcWAG\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_auen_aktuell_Infozentru-265x176.jpg\" alt=\"\u00dcWAG\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_auen_aktuell_Infozentru-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_auen_aktuell_Infozentru.jpg 903w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_aktuell.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-34111\" title=\"\u00dcWAG\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_aktuell-265x187.jpg\" alt=\"\u00dcWAG\" width=\"265\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_aktuell-265x187.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_aktuell.jpg 846w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p><strong>Grundstein der Elektrizit\u00e4tsversorgung<\/strong><\/p>\n<p>Das Dieselkraftwerk besteht seit 1912 und war ein Grundstein der Elektrizit\u00e4tsversorgung der Stadtregion Fulda und der \u00dcWAG. Es nimmt heute drei Aufgaben wahr: die Notstromversorgung f\u00fcr die Region Fulda, den Spitzenlast- und Regelenergiebetrieb sowie die Sicherstellung gr\u00f6\u00dferer Unabh\u00e4ngigkeit vom Strommarkt. Seine vier Aggregate speisen die erzeugte Leistung von insgesamt 20,6 Megawatt direkt \u00fcber das in unmittelbarer N\u00e4he gelegene Umspannwerk Fulda S\u00fcd in das 20.000-Volt-Netz der \u00dcWAG ein.<\/p>\n<p>Bei einem begrenzten Ausfall der Stromversorgung im vorgelagerten Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH kann das Dieselkraftwerk die Energieversorgung besonders wichtiger Verbraucher im Netzgebiet der \u00dcWAG \u00fcbernehmen \u2013 allerdings m\u00fcssen dazu zun\u00e4chst mobile Notstromaggregate herangeschafft werden, mit deren Hilfe die Maschinen vor Ort in Betrieb zu setzen sind.<\/p>\n<p><strong>\u201eSchwarzstart\u201c f\u00fcr den \u201eInselbetrieb\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn Zukunft wird unser Dieselkraftwerk mit seiner Lage zentral im Netz und in unmittelbarer N\u00e4he zum Umspannwerk auch schwarzstartf\u00e4hig sein\u201c, beschrieb \u00dcWAG-Vorstand Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury in einem Pressegespr\u00e4ch zur Vorstellung des Projekts ein zentrales Ziel der Modernisierung. Das hei\u00dft, nach dem Umbau k\u00f6nnen die Aggregate des Kraftwerks auch bei vollst\u00e4ndigem Ausfall des Hochspannungsnetzes selbstst\u00e4ndig wieder anfahren und Strom in definierte Teile des \u00dcWAG-Netzes einspeisen. \u201eSo k\u00f6nnen wir im Fall der F\u00e4lle zum Beispiel Krankenh\u00e4user, Altenheime, Kinderg\u00e4rten, die Notversorgung von Beh\u00f6rden und Krisenzentren, aber auch die Stra\u00dfenbeleuchtung in der Region Fulda kurzfristig punktuell wieder herstellen\u201c, erl\u00e4uterte der \u00dcWAG-Vorstand.<\/p>\n<p>Diese dann m\u00f6gliche \u201eInselversorgung\u201c der Stadtregion sei ein enormer Sicherheitsgewinn und eine deutliche Verbesserung der Versorgungsqualit\u00e4t in Extremsituationen: \u201eEin solches Notfallkonzept existiert in dieser Form ausgesprochen selten\u201c, betonte G\u00fcnter Bury. Das Dieselkraftwerk erh\u00e4lt dazu ein separates Schwarzstartaggregat, das die f\u00fcr den Maschinenstart erforderliche Hilfsenergie zur Verf\u00fcgung stellt. Gleichzeitig erh\u00f6ht es die Gesamtleistung des Kraftwerks und seine Flexibilit\u00e4t.<br \/>\n<strong><br \/>\nW\u00e4rmepumpen sichern k\u00fcnftig die schnelle Verf\u00fcgbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Auch zum Ausgleich von Lastbedarfsschwankungen im Netz spielt das Dieselkraftwerk der \u00dcWAG eine wichtige Rolle. \u201eIn Zukunft wird diese Funktion noch viel wichtiger, denn je mehr sich die Stromversorgung auf die Einspeisung von regenerativen Energien ins Netz st\u00fctzt, die wie etwa die Windkraft extremen Schwankungen unterliegt, desto h\u00e4ufiger werden kurzfristig verf\u00fcgbare Leistungsreserven ben\u00f6tigt\u201c, machte \u00dcWAG-Vorstand G\u00fcnter Bury deutlich. Wichtig f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks ist die sogenannte Spitzenlastreduktion, die die \u00dcWAG mit dem Dieselkraftwerk leisten kann: Die Einzelaggregate k\u00f6nnen getrennt gestartet werden, ihre Leistung steht innerhalb von Minuten zur Verf\u00fcgung. Sie stellen so Elektrizit\u00e4t f\u00fcr kurzfristig besonders hohe Nachfrage bereit.<\/p>\n<p>Das erforderliche Vorw\u00e4rmen der Aggregate f\u00fcr diese Schnellstarts wird nach dem Umbau deutlich effizienter gel\u00f6st: Statt der bisherigen elektrischen Direktheizung werden k\u00fcnftig W\u00e4rmepumpen eingesetzt. Sie gewinnen rund 75 Prozent der ben\u00f6tigten W\u00e4rme aus Luft und Erde; die Vorw\u00e4rmung der Motoren erfolgt \u00fcber einen Wasserkreislauf. \u201eDie W\u00e4rmepumpen k\u00f6nnen wir au\u00dferdem f\u00fcr die K\u00fchlung der Halle einsetzen, sodass wir auch im Sommer die optimale Betriebstemperatur gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen\u201c, freute sich G\u00fcnter Bury \u00fcber ein ausgefeiltes technisches Detail.<\/p>\n<p><strong>Umweltschutz, Leistungssteigerung und Modernisierung<\/strong><\/p>\n<p>Modernste Technik, planerische Kreativit\u00e4t und Ingenieurskunst zeichnen das Modernisierungskonzept durchgehend aus. \u201eSo sichern wir langfristig den wirtschaftlichen und \u00f6kologisch vertr\u00e4glichen Betrieb der Anlage unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur\u201c, lobte der \u00dcWAG-Vorstand die Arbeit der hausinternen Projektgruppe, die das Konzept entwickelt hat.<\/p>\n<p>Der letzte gr\u00f6\u00dfere Umbau am Dieselkraftwerk fand 1993\/1994 statt. Zwei Maschinen wurden ersetzt, eine aufwendige Schalld\u00e4mmtechnik wurde eingebaut und die Anlage insgesamt modernisiert. Damit wurde das Dieselkraftwerk den seinerzeit g\u00fcltigen Bestimmungen der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) und der Technischen Anleitung zum Schutz gegen L\u00e4rm (TA L\u00e4rm) angepasst.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_1993.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-34112\" title=\"\u00dcWAG\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_1993-265x201.jpg\" alt=\"\u00dcWAG\" width=\"265\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_1993-265x201.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_1993.jpg 789w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_ca.1930.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-34113\" title=\"\u00dcWAG\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_ca.1930-265x332.jpg\" alt=\"\u00dcWAG\" width=\"265\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_ca.1930-265x332.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/DKW_innen_ca.1930.jpg 478w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eHeute gehen wir einen gro\u00dfen Schritt weiter und optimieren aus eigenem Antrieb die Umweltvertr\u00e4glichkeit unseres Dieselkraftwerks deutlich\u201c, erkl\u00e4rte \u00dcWAG-Vorstand G\u00fcnter Bury. Auch zwei weitere Ziele \u2013 die Leistung des Kraftwerks zu verbessern und die Anlagen zu modernisieren \u2013 seien erfolgreich durchgeplant worden. So werden zwei \u00e4ltere Aggregate durch drei Aggregate, die den neuesten Standards entsprechen, ersetzt. Weiterhin verbessert die Einspritzung des Brennstoffs nach der \u201eCommon-Rail-Technik\u201c die Motorleistung bis zu 15 Prozent und verringert die Staubemissionen. F\u00fcr die Reduzierung von Emissionen nach der Verbrennung des Kraftstoffs sorgt die Stickoxid-Reduktion durch SCR-Katalysatoren.<\/p>\n<p>Ein Anbau am Dieselkraftwerk wird k\u00fcnftig die ORC-Anlage beherbergen. ORC steht f\u00fcr \u201eOrganic Rankine Cycle\u201c, eine Technik, die \u00fcbersch\u00fcssige Abgasw\u00e4rme der Motoren wiederum f\u00fcr die Stromerzeugung nutzt \u2013 ohne Aussto\u00df zus\u00e4tzlicher Schadstoffe oder Abgase. Alle f\u00fcnf Maschinen, die in Zukunft im \u00dcWAG-Dieselkraftwerk zur Verf\u00fcgung stehen, werden an diese Anlage angeschlossen. Den Strom aus dem ORC-Prozess speist die \u00dcWAG in das \u00f6ffentliche Stromnetz ein. Die \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme wird in ein lokales Nahw\u00e4rmenetz eingespeist und unterst\u00fctzt die vorhandene W\u00e4rmeversorgung im \u00dcWAG-Informationszentrum, dem benachbarten Umspannwerk und dem Wohnhaus auf dem Betriebsgel\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>Projektabschluss im Jahr 2011<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMit diesem Konzept, dem der Aufsichtsrat der \u00dcWAG in seiner j\u00fcngsten Sitzung zugestimmt hat, nutzen wir innovative Techniken, machen unseren Maschinenpark zukunftsf\u00e4hig, steigern die Leistung des Dieselkraftwerks um rund 20 Prozent und tragen zum Umweltschutz bei\u201c, fasste Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury zusammen. Das Kraftwerk sei dann mit Leistungen zwischen 1,7 und 24,6 Megawatt flexibel einsetzbar.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chsten Schritt wird die \u00dcWAG beim Regierungspr\u00e4sidium Kassel einen Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz stellen und die Beschaffung der Anlagenkomponenten vorbereiten. Noch in diesem Jahr beginnen die ersten Ert\u00fcchtigungsma\u00dfnahmen, ebenso die Arbeiten an der Herstellung der Schwarzstartf\u00e4higkeit. Parallel zum weiteren Ein- und Umbau der Maschinen soll nach Vorliegen der Genehmigung, voraussichtlich im Jahr 2010, die ORC-Anlagen-Integration erfolgen. Der Projektabschluss ist f\u00fcr das 2. Quartal 2011 vorgesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die \u00dcberlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (\u00dcWAG) stattet ihr Dieselkraftwerk in der Frankfurter Stra\u00dfe in Fulda mit modernster Technik f\u00fcr noch mehr Umweltschutz und Leistungsverbesserung aus. 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