{"id":31632,"date":"2009-06-17T06:20:17","date_gmt":"2009-06-17T04:20:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=31632"},"modified":"2009-06-16T22:35:34","modified_gmt":"2009-06-16T20:35:34","slug":"konzept-fuer-netzwerk-fuer-senioren-und-soziales-gebilligt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=31632","title":{"rendered":"Konzept f\u00fcr Netzwerk f\u00fcr Senioren und Soziales gebilligt"},"content":{"rendered":"<p><strong>H\u00fcnfeld. <\/strong>Einstimmig bei einer Enthaltung hat der interkommunale Beirat der Interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Hessisches Kegelspiel das Konzept des Interkommunalen Zentrums und Netzwerks f\u00fcr Senioren und Soziales gebilligt. Das Konzept, das seit Anfang des Jahres in zahlreichen Workshops mit B\u00fcrgermeistern und Mandatstr\u00e4gern, aber auch sachkundigen B\u00fcrgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern des DRK-Kreisvorstandes und anderen Vereinen und Verb\u00e4nden erarbeitet worden war, sieht einen intensiven Ausbau und eine st\u00e4rkere Vernetzung der bisherigen Angebote f\u00fcr Senioren, aber auch f\u00fcr Familien, Kinder und Jugendliche innerhalb der vier beteiligten Kommunen vor. Der Arbeitsgemeinschaft geh\u00f6ren neben den Gemeinden Rasdorf und N\u00fcsttal auch die Marktgemeinde Burghaun und die Stadt H\u00fcnfeld an.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Interkommunaler Beirat der ARGE Hessisches Kegelspiel befasste sich mit Ergebnissen der Workshops<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Dr. Eberhard Fennel betonte bei der Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Workshops, dass alle notwendigen Investitionsentscheidungen in den einzelnen Kommunen noch von den jeweils zust\u00e4ndigen Gremien beraten und beschlossen werden m\u00fcssten. Im Interkommunalen Beirat gehe es vielmehr darum, das Gesamtkonzept zu verabschieden, das den Handlungsrahmen f\u00fcr die beteiligten Kommunen aufzeige. Die Interkommunale Arbeitsgemeinschaft wolle sich damit insbesondere den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. In allen Gemeinden m\u00fcsse mit einer Zunahme des Anteils \u00e4lterer Menschen gerechnet werden. Aber auch im Bereich der Familien, Kinder und Jugendlichen werde es soziale Ver\u00e4nderungen geben, auf die sich die Kommunen einstellen m\u00fcssten. Er sei deshalb dankbar f\u00fcr die intensive Arbeit, die in den Workshops, insbesondere auch durch ehrenamtlich im sozialen Bereich engagierte B\u00fcrger geleistet worden sei.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Workshops stellte Birgit Beutel vor, die mit der Moderation beauftragt worden war. Sie berichtete von einem spannenden Prozess in den zur\u00fcckliegenden vier Monaten, in dem zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Angebote vorgenommen worden sei. Bewusst seien dabei die wertvollen Angebote von Vereinen im sportlichen und kulturellen Bereich nicht untersucht worden, vielmehr sei es um die Senioren- und Sozialarbeit in der Region gegangen. Im Rahmen dieses Prozesses solle keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten entwickelt werden, sondern vielmehr eine Vernetzung, von der alle profitieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Generationen zusammen bringen<\/strong><\/p>\n<p>Sehr deutlich wurde im Rahmen der Bestandserhebung, dass vor allem f\u00fcr Senioren bereits ein breites Angebot besteht, dass allerdings bislang die Vernetzung und wechselseitige Information verbessert werden kann. Die Zielrichtungen der Workshops fasste sie unter den \u00dcberschriften Hilfen im Alltag, um insbesondere der Vereinsamung von Senioren vorzubeugen, Schaffung von Betreuungsb\u00f6rsen zur F\u00f6rderung der Gemeinsamkeit von jungen Menschen und Senioren, Mobilit\u00e4t und Tagesbetreuung zusammen. Wichtig aus Sicht der Arbeitsgruppen sei, die Generation besser als bisher zusammen zu bringen. So ist aus Sicht der Workshopteilnehmer beispielsweise die Einrichtung einer Betreuungsb\u00f6rse vorstellbar, durch die Kontakte von \u00e4lteren Menschen zu Jugendlichen vermittelt werden k\u00f6nnten, die einerseits den Jugendlichen Hausaufgabenhilfe, aber andererseits auch den Senioren Hilfen f\u00fcr den Alltag, beim Einkauf und anderen T\u00e4tigkeiten bieten k\u00f6nne. So seien beispielsweise ein Projekt zur Bildung von \u201eGro\u00dfelternpatenschaften\u201c vorstellbar. Als Aufgabenschwerpunkte h\u00e4tten sich die Themen Gesundheitsf\u00f6rderung in Bezug auf Bewegung und Ern\u00e4hrung, Freizeitgestaltung und Betreuung sowie eine Kontaktb\u00f6rse herauskristallisiert. Die Beteiligten der Workshops seien sich einig gewesen, dass dazu eine Koordinierungsstelle erforderlich sei, die einfach Informationen und Kontakte vermittle und dort wo L\u00fccken best\u00fcnden auch neue Angebote mit den Beteiligten vor Ort entwickle. Das breite Angebot f\u00fcr Senioren, das schon heute bestehe, gelte es zu nutzen und weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Beim Thema Familie und Jugendlichen konzentrierten sich die Vorschl\u00e4ge vor allem darauf, das Zusammenwirken unterschiedlicher Generationen zu verbessern. So k\u00f6nnten Jugendliche im Rahmen der bestehenden Angebote beim Zugang zu PC und Internet helfen, umgekehrt Senioren Kindern und Jugendlichen bei Hausaufgaben unterst\u00fctzen. Daneben seien wechselseitige Hilfen im Alltag vorstellbar. Um aus den Arbeitsergebnissen der Workshops einen dauerhaften Prozess zu machen, wurde in den Beratungen ein Organigramm entwickelt, das aus drei S\u00e4ulen besteht, der Lenkungsgruppe mit den B\u00fcrgermeistern und Verwaltungen der beteiligten Kommunen, einem Beirat, dem alle in der Sozialarbeit t\u00e4tigen Vereine und Verb\u00e4nde angeh\u00f6rten wie DRK, VDK und Malteser und eine Koordinierungsstelle, die beim DRK Kreisverband H\u00fcnfeld angesiedelt werden solle und sich um die operativen Aufgaben k\u00fcmmern werde.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Moderatorin ist dieses Konzept nicht nur sehr ambitioniert, sondern bisher ohne Beispielt. Ihre Recherchen im Internet h\u00e4tten ergeben, dass sich bislang noch keine Region auf ein so umfassendes Konzept verst\u00e4ndigt habe.<\/p>\n<p><strong>Dezentrale Raumangebote<\/strong><\/p>\n<p>Um dieses Konzept mit Leben zu erf\u00fcllen, sind auch dezentrale Raumangebote erforderlich. Im Rahmen der Workshops wurde dazu mit Unterst\u00fctzung des Architektenb\u00fcros M\u00f6ller &amp; Partner auch ein Raumkonzept entwickelt. Dies sieht in Rasdorf eine Verbesserung des bestehenden Pfarrheims vor, dass ein behindertengerechtes WC und eine Rampe f\u00fcr Rollstuhlfahrer und Rollatoren erhalten soll. In N\u00fcsttal sollen R\u00e4ume im Rahmen des Ausbaus des Kommunikations- und Dienstleistungszentrum am jetzigen Gemeindezentrum entstehen. Die N\u00fcsttaler planen im Zuge des Ausbaus ihres Gemeindezentrums dort auch die Gemeindeverwaltung unterzubringen und einen so genannten \u201eMehrgenerationenraum\u201c zu errichten, der solche Angebote aufnehmen kann. Wie Andreas Neumann vom Architektenb\u00fcro M\u00f6ller &amp; Partner weiter berichtete, sollen die Angebote in der Marktgemeinde Burghaun im neuen DRK-Haus im St\u00e4deweg untergebracht werden. Dazu sollen dort im Erdgeschoss R\u00e4umlichkeiten ausgebaut und der Garten genutzt werden. F\u00fcr H\u00fcnfeld sieht das Konzept einen umfassenden Ausbau des DRK-Hauses in der Mackenzeller Stra\u00dfe vor, wo nicht nur die \u00f6rtlichen Angebote f\u00fcr H\u00fcnfeld, sondern auch \u00fcber\u00f6rtliche Angebote angesiedelt werden sollen. Das Raumkonzept, das Andreas Neumann vorlegte, zielt darauf ab, dass die Verwaltung und die ehrenamtliche Arbeit des DRK in das Dachgeschoss verlegt wird, damit im Erdgeschoss und im Kellergeschoss R\u00e4ume f\u00fcr die sozialen Projekte frei werden. Au\u00dferdem soll zwischen dem bestehenden Geb\u00e4ude und den R\u00e4umlichkeiten der Rettungswache ein Zwischenbau entstehen. Das Raumangebot des Kleiderladens soll im Zuge der Umbauma\u00dfnahmen verbessert werden. Im Erdgeschoss sollen zwei Tagungsr\u00e4ume entstehen, die durch eine Faltwand getrennt werden und f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen gemeinsam genutzt werden k\u00f6nnen. Im Zwischentrakt sind unter anderem ein Angebot f\u00fcr Tagespflege f\u00fcr Senioren sowie ein Tagescaf\u00e9 zum Austausch zwischen Senioren und jungen Menschen geplant. B\u00fcrgermeister Dr. Fennel, Vorsitzender der Lenkungsgruppe, und seine Kollegen Alexander Hohmann, Burghaun, Hermann Trabert, N\u00fcsttal, und Berthold K\u00f6rbel, Rasdorf, k\u00fcndigten an, dass die baulichen Ma\u00dfnahmen in den F\u00f6rderantr\u00e4gen 2009 und 2010 auf den Weg gebracht werden sollen. Sie waren sich einig, dass es noch ein \u201ehartes St\u00fcck Arbeit\u201c sein wird, die Finanzierung dieser Vorhaben mit Unterst\u00fctzung von F\u00f6rdermitteln aus dem Programm Stadtumbau West sicher zu stellen.<\/p>\n<p><strong>T\u00fcr f\u00fcr Eiterfeld weiterhin offen<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig ist aus Sicht der Lenkungsgruppe, dass die T\u00fcr f\u00fcr Eiterfeld weiter offen bleibt, um an diesem Netzwerk mitzuwirken. Allerdings habe Eiterfeld aufgrund der Entscheidung der kommunalen Gremien zum Ausstieg aus der Arbeitsgemeinschaft dann keinen Anspruch auf finanzielle F\u00f6rderung von baulichen Ma\u00dfnahmen. Die Marktgemeinde Eiterfeld bleibe weiterhin eingeladen, sich auch au\u00dferhalb des Stadtumbauprogramms in dieser besonderen Form der interkommunalen Zusammenarbeit und des sozialen Netzwerks einzubinden. Dies stehe im Interesse besonders der \u00e4lteren B\u00fcrger der Gemeinde. Mit dem DRK Ortsverein Eiterfeld stehe dort ein ausgezeichneter Partner zur Verf\u00fcgung<\/p>\n<p>Einstimmig beschlossen wurde weiterhin durch den Interkommunalen Beirat die Vergabe eines Einzelhandelskonzepts f\u00fcr die gesamte Gebietskulisse der Arbeitsgemeinschaft, das mit rund 30.000 Euro veranschlagt ist. In diesem Einzelhandelskonzept sollen nicht nur Fragen der k\u00fcnftigen Einzelhandelsentwicklung im Mittelzentrum H\u00fcnfeld und im benachbarten Unterzentrum Burghaun gekl\u00e4rt, sondern es soll gekl\u00e4rt werden, ob und welche\u00c2\u00a0 M\u00f6glichkeiten und Chancen bestehen, die Nahversorgung in den Gemeinden Rasdorf und N\u00fcsttal zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen bis zur\u00c2\u00a0 40. Kalenderwoche dieses Jahres vorliegen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Termin des Interkommunalen Beirats ist f\u00fcr den 28. September um 19 Uhr vorgesehen. Gastgeber wird dann die Gemeinde N\u00fcsttal sein. Dieser Termin wurde gew\u00e4hlt, damit die Ergebnisse der Beratungen der Lenkungsgruppe und des Beirates noch in die Beratungen der kommunalen Haushalte der vier Mitgliedskommunen einflie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. 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