{"id":2944,"date":"2007-05-03T06:02:46","date_gmt":"2007-05-03T04:02:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=2944"},"modified":"2007-05-06T22:44:03","modified_gmt":"2007-05-06T20:44:03","slug":"volkshochschule-feierte-wiedergruendung-vor-60-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=2944","title":{"rendered":"Volkshochschule feierte Wiedergr\u00fcndung vor 60 Jahre"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/070502_wiedergrundung.jpg\" title=\"070502_wiedergrundung.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" hspace=\"5\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/070502_wiedergrundung.thumbnail.jpg\" alt=\"070502_wiedergrundung.jpg\" \/><\/a>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> Der gemischte Chor der St\u00e4dtischen Musikschule gab mit seiner Interpretation des bekannten St\u00fcckes \u201eWe are sailing\u201c die Vorlage f\u00fcr das Wortspiel von Fuldas OB und Kulturdezernenten Gerhard M\u00f6ller. Seit 60 Jahren segelt nun schon das Schiff der VHS durch die Zeit.<!--more--><\/p>\n<p>Eigentlich liegt das Geburtsjahr der Einrichtung zur Erwachsenenbildung jedoch viel weiter zur\u00fcck. 1920 gr\u00fcndet Georg Antoni nur wenige Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges die Fuldaer Volkshochschule. Damals habe eine Idee Gestalt angenommen, beschreibt M\u00f6ller den historischen Anfangspunkt. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg brachten f\u00fcr die VHS einen gro\u00dfen Einschnitt. Die Verantwortlichen haben den \u201eHunger der Bev\u00f6lkerung nach Bildung aufgegriffen\u201c.<\/p>\n<p>Am 20. Mai 1946 erteilte die amerikanische Milit\u00e4rregierung die Erlaubnis zur Wiedergr\u00fcndung mit den Worten: \u201eDie Bahn ist frei f\u00fcr ein soziales Werk &#8230;\u201c. Vorausgegangen war ein von Oberb\u00fcrgermeister Cuno Raabe und Oberschulrat Franz Hilker organisiertes Treffen, indem interessierte Kreise zur Wiedergr\u00fcndung der VHS zusammengerufen worden waren. Diese Zeit, so M\u00f6ller, spiegele die Aufbruchstimmung und den Hunger nach Bildung wieder.<\/p>\n<p>Besonders interessant war es f\u00fcr den OB gewesen, f\u00fcr die Vorbereitung seiner Rede in den ersten Programmheften der Wiedergr\u00fcndungsphase nachzubl\u00e4ttern. Darin hatte sich die VHS \u201eWeiterbildung f\u00fcr die werkt\u00e4tige Bev\u00f6lkerung\u201c auf die Fahnen geschrieben. Ebenso gab es Kurse zu \u201eStaat und Gesellschaft\u201c oder zur \u201eEinf\u00fchrung in die moderne Malerei\u201c. Innerhalb von drei Wochen z\u00e4hlte die Volkshochschule bereits 1.100 Teilnehmer in den verschiedensten Kursen. Heute z\u00e4hlt die VHS 5.000 Teilnehmer in 230 Kursen.<\/p>\n<p><strong>Bildung als Wertorientierung<\/strong><\/p>\n<p>Kurseinheiten zu Geschichte, Politik und Kunst seien wichtige Elemente der VHS. Dieses Angebot begeistere die Menschen \u00fcber die Stadtregion hinaus. Bildung als Weltorientierung, als Aufkl\u00e4rung, historisches Bewusstsein und Selbsterkenntnis von Hintergr\u00fcnden, das sei es, was sich in den letzten sechs Jahrzehnten als Profil der Volkshochschule herauskristallisiert habe. Dieses Profil sei verbunden mit Pers\u00f6nlichkeiten, die der VHS ihre Pr\u00e4gung gegeben h\u00e4tten wie die Oberb\u00fcrgermeister Antoni, Raabe und Dr. Hamberger.<\/p>\n<p>Aber auch Kulturbegeisterte wie Dr. Ruppel, Hilker, Dr. Hahn, Dr. Kirchhoff, Schaumburg und nicht zuletzt der jetzige VHS-Leiter Dr. Franz-Georg Trabert, dem M\u00f6ller f\u00fcr seine Arbeit ganz besonders dankte, haben die Konturen der Volkshochschularbeit gesch\u00e4rft. VHS-Arbeit, sagte M\u00f6ller zum Abschluss, sei Bildungsarbeit im umfassenden Sinne des Mottos: \u201eBildung und Begegnung\u201c. \u201eAuf diesem geschichtlichen Kurs wollen wir weiter segeln.\u201c<\/p>\n<p><strong>Bildungsdienstleister<\/strong><\/p>\n<p>Die \u201eZukunft der Erwachsenenbildung in Hessen\u201c beschrieb Ministerialrat Hans-Peter Hochst\u00e4tter vom Hessischen Kultsministerium. Erwachsenenbildung sei ein wesentlicher Punkt und \u201ebewusster Teil des Lebensbegleitenden Lernens\u201c. Das Land setze in diesem Bereich neue Akzente. Mit dem Hessischen Gesetz f\u00fcr Weiterbildung und Lebensbegleitendes Lernen habe sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, Zentren f\u00fcr Lebensbegleitendes Lernen (ZLL) aufzubauen. In diesen Zentren sollen Berufliche Schulen, Schulen f\u00fcr Erwachsene und die Volkshochschulen zu einem Bildungsdienstleister zusammengef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Auch die Wirtschaft und andere interessierte Kreise seien aufgerufen, mitzuwirken. Wie Hochst\u00e4tter betonte, geh\u00f6re zur \u201eSelbstsorge\u201c des Einzelnen dazu, sich zu bilden und weiterzubilden, um in der sich rasch entwickelnden Wissensgesellschaft mithalten zu k\u00f6nnen. Das Land Hessen wolle in seinem f\u00fcr den Zeitraum von 2003 bis 2008 ausgelegten Programm keinen strategischen Rahmenplan schaffen, sondern praktische Modelle mit Partnern entwickeln. Stadt und VHS k\u00f6nnten einen wichtigen Beitrag zu dieser Initiative leisten. Elisabeth Schwarz an der Harfe und Thomas H\u00f6hl am Klavier setzten neben dem Chor schlie\u00dflich glanzvolle musikalische Akzente zum Jubil\u00e4um der Volkshochschule. (mb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. Der gemischte Chor der St\u00e4dtischen Musikschule gab mit seiner Interpretation des bekannten St\u00fcckes \u201eWe are sailing\u201c die Vorlage f\u00fcr das Wortspiel von Fuldas OB und Kulturdezernenten Gerhard M\u00f6ller. 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