{"id":28422,"date":"2009-05-10T06:36:23","date_gmt":"2009-05-10T04:36:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=28422"},"modified":"2009-05-09T22:36:45","modified_gmt":"2009-05-09T20:36:45","slug":"dem-diabetes-davon-laufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=28422","title":{"rendered":"Dem Diabetes davon laufen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bad Homburg. <\/strong>Laut dem Gesundheitsbericht Diabetes 2009 wurden im Jahre 2006\u00c2\u00a0 in Deutschland\u00c2\u00a0 mehr als sieben Millionen Diabetiker behandelt, die Dunkelziffer derer die nichts von ihrer Krankheit wissen, wird auf eine weitere Million gesch\u00e4tzt. Dabei ist die Entstehung dieser Erkrankung nicht ausschlie\u00dflich schicksalhaft und unvermeidlich. Der Typ-2-Diabetes kann durch gesunde und trotzdem genussvolle Ern\u00e4hrung aufgehalten werden. \u201eWer sich dazu noch ausreichend bewegt, das muss nicht gleich Sport sein, gewinnt Lebensjahre dazu\u201c, meint Dr. Angela Smith, \u00c4rztin bei der AOK Hessen. Ihre These lautet: Vorbeugen ist besser als jedes Medikament.<!--more--><\/p>\n<p><strong>40 Minuten Bewegung pro Tag<\/strong><\/p>\n<p>Smith r\u00e4t zu 30 Minuten Bewegung t\u00e4glich am St\u00fcck, noch besser w\u00e4ren 40 Minuten \u2013 das gilt auch f\u00fcr gesunde Menschen. Das kann der Fu\u00dfweg zur Arbeitsstelle oder zum Supermarkt sein, der Spaziergang mit dem Hund oder Gartenarbeit. Wichtig sei, dass man langsam anf\u00e4ngt und sich allm\u00e4hlich steigert, ohne einen schnellen Puls zu bekommen. Damit wird die Fettverbrennung effektiv angekurbelt und der Stoffwechsel aktiviert.<\/p>\n<p>\u201eAm besten ist ein regelm\u00e4\u00dfiger Besuch im Sportverein, aber Spa\u00df muss es machen. Der stellt sich nicht immer sofort ein\u201c, sagt Smith. Deshalb empfiehlt sie, nach dem Lustprinzip vorzugehen. Nur wer sich nicht jedes Mal zur Bewegung zwingen muss, bleibt langfristig am Ball. Leider nimmt man weniger schnell ab als zu. Um nur ein Kilogramm Fett abzutrainieren, m\u00fcsste man beispielsweise zwanzig Stunden joggen. Doch entscheidend ist, \u00fcberhaupt zu beginnen: Entweder, um den Diabetes zu vermeiden, oder um als bereits Erkrankter zumindest mit stabilen Werten und ohne schwer wiegende Folgeerkrankungen zu leben.<\/p>\n<p><strong>Keine Ern\u00e4hrungstabus<\/strong><\/p>\n<p>In punkto Ern\u00e4hrung sollte es keine Tabus geben, auch nicht f\u00fcr Diabetiker. Fett l\u00e4sst sich an vielen Stellen einsparen, sogar ohne dass man einen echten Geschmacksverlust in Kauf nehmen muss. So enth\u00e4lt ein kleines P\u00e4ckchen Butter (Hotelportion) 8 Gramm Fett und 2 Gramm Wasser. Wer diese Menge morgens und abends zus\u00e4tzlich zum individuellen Energiebedarf zu sich nimmt, baut alleine dadurch im Jahr ein Fettpolster von 6 Kilogramm auf. Auch bei der Schlagsahne zum Kuchen wird nicht selten \u00fcbertrieben. H\u00e4ufig sogar nur, weil man im Caf\u00e9 nichts \u201ezur\u00fcck gehen\u201c lassen will, dabei w\u00fcrde ein Klecks Sahne pro Tortenst\u00fcck mit Sicherheit ausreichen.<\/p>\n<p>Schokolade hingegen, wenn sie mindestens 70 Prozent Kakaoanteil enth\u00e4lt, wird von Medizinern meist als unbedenklich f\u00fcr Diabetiker eingestuft. Entscheidend ist hier, dass man sich auf 20 oder 30 Gramm t\u00e4glich beschr\u00e4nkt, nicht nur wegen des Zuckergehalts, sondern auch aufgrund der hohen Energiedichte. Wenn Fleisch und Gem\u00fcse auf dem Speiseplan stehen, sollten tradierte Essgewohnheiten gelegentlich kritisch \u00fcberdacht werden: Paniertes Kotelette\u00c2\u00a0 mit Kartoffel-R\u00f6sti und Bechamelsauce deckt zwar den Kalorienbedarf eines Holzf\u00e4llers, f\u00fcr die meisten Menschen ist jedoch eine vitaminreiche sowie fett- und kohlenhydrat\u00e4rmere Kost nicht nur gesundheitlich empfehlenswerter, sie ist es in vielen F\u00e4llen auch in kulinarischer Hinsicht.<\/p>\n<p><strong>Wer hungert, macht etwas falsch<\/strong><\/p>\n<p>Wem es gelingt, zu jeder Mahlzeit ein St\u00fcck Obst oder Gem\u00fcse zu essen, ist\u00c2\u00a0 auf dem richtigen Weg. \u201eWichtig ist, dass man satt vom Tisch aufsteht. Wer hungert, macht etwas falsch. Das h\u00e4lt praktisch niemand auf Dauer durch\u201c, so Smith. Je \u00f6fter ein Salat oder kurz ged\u00fcnstetes Gem\u00fcse auf dem Tisch stehen, umso besser. Die AOK Hessen ermutigt bei der \u00c4nderung der Ern\u00e4hrungsgewohnheiten zur Freude am Experimentieren, ohne gleich exotisch werden zu m\u00fcssen. Wer mit offenen Augen \u00fcber den Wochenmarkt oder durch den Supermarkt geht, dem werden vermutlich die eine oder andere Gem\u00fcse- oder Obstsorte auffallen, die man bisher zwar vom Sehen kannte, mit der man aber nichts anzufangen wusste.<\/p>\n<p>Das zur Verf\u00fcgung stehende\u00c2\u00a0 Angebot ist heutzutage nicht nur gro\u00df, sondern im Vergleich zu Fast-Food auch oft preiswerter. \u201eNicht ausschlie\u00dflich was gegessen wird ist entscheidend, sondern nat\u00fcrlich auch wie viel und ob die Nahrung insgesamt ausgewogen ist\u201c, erz\u00e4hlt Smith. Manche Produkte werden in ihrem Fettgehalt auch stark untersch\u00e4tzt. So ist ein normal gro\u00dfes Croissant mit 20 Gramm Fett vollgepackt. Eine Bratwurst enth\u00e4lt so viel Fett wie 1,2 Kilogramm Putensteak. Auch die in Hessen so beliebte Fleischwurst enth\u00e4lt 30 Prozent Fett. \u201eEssen kann man sie nat\u00fcrlich trotzdem, aber in Ma\u00dfen\u201c, sagt die Medizinerin mit einem Augenzwinkern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Homburg. Laut dem Gesundheitsbericht Diabetes 2009 wurden im Jahre 2006\u00c2\u00a0 in Deutschland\u00c2\u00a0 mehr als sieben Millionen Diabetiker behandelt, die Dunkelziffer derer die nichts von ihrer Krankheit wissen, wird auf eine weitere Million gesch\u00e4tzt. Dabei ist die Entstehung dieser Erkrankung nicht ausschlie\u00dflich schicksalhaft und unvermeidlich. 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