{"id":28131,"date":"2009-05-08T05:18:05","date_gmt":"2009-05-08T03:18:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=28131"},"modified":"2009-05-07T19:59:39","modified_gmt":"2009-05-07T17:59:39","slug":"hohe-einsparungen-durch-arzneimittelvertraege-erwartet-aok-hessen-und-hessischer-apothekerverband-kooperieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=28131","title":{"rendered":"Hohe Einsparungen durch Arzneimittelvertr\u00e4ge erwartet &#8211; AOK Hessen und Hessischer Apothekerverband kooperieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt.<\/strong> AOK-Versicherte k\u00f6nnen durch exklusive Arzneimittelvertr\u00e4ge dieselben hochwertigen Pr\u00e4parate zwei Jahre lang gr\u00f6\u00dftenteils zuzahlungsfrei bekommen. Die bundesweit ausgehandelten Vertr\u00e4ge der AOK-Gemeinschaft und zus\u00e4tzliche hessische Regelungen werden in der Gesamtlaufzeit zu Einsparungen voraussichtlich zu 25 Mio. Euro bei der AOK Hessen f\u00fchren. F\u00fcr die Umsetzung in den \u00fcber 1.600 Apotheken arbeitet die Gesundheitskasse mit dem Hessischen Apothekerverband (HAV) zusammen. Nach einer kurzen \u00dcbergangszeit rechnen die Partner mit einer vollumf\u00e4nglichen Verf\u00fcgbarkeit der Medikamente in allen Apotheken. Erstmals gelten die auch als Rabattvertr\u00e4ge bekannten Abschl\u00fcsse mit Pharmaherstellern f\u00fcr 24 Monate. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Wegweisende Vertr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p>Ab dem 1. Juni werden Hunderte Produkte aus 63 ausgeschriebenen Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen deutlich g\u00fcnstiger abgegeben. Bundesweit sind die Vertr\u00e4ge mit 22 mittelst\u00e4ndischen und gr\u00f6\u00dferen Firmen abgeschlossen worden, darunter auch die Stada Arzneimittel AG aus Hessen. Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich fast ausschlie\u00dflich um so genannte Generika \u2013 wirkstoffidentische Arzneimittel zu den zugrunde liegenden Originalpr\u00e4paraten \u2013 die \u00c4rzte h\u00e4ufig verordnen und auf die vor allem chronisch kranke Patienten angewiesen sind. Karlheinz L\u00f6w, verantwortlicher Leiter bei der AOK Hessen, h\u00e4lt die Vertr\u00e4ge f\u00fcr wegweisend: \u201eDie Patienten bekommen dasselbe gepr\u00fcfte Qualit\u00e4tsprodukt 24 Monate lang. Gleichzeitig profitiert unser Unternehmen und somit alle Beitragszahler von den Einsparungen.\u201c<\/p>\n<p>Der Schulterschluss mit dem HAV soll f\u00fcr eine reibungslose Umstellung auf die neuen Vertragsarzneimittel sorgen und eine f\u00fcr die Patienten verst\u00e4ndliche Aufkl\u00e4rung garantieren. \u201eWir verf\u00fcgen jetzt \u00fcber zwei Jahre Erfahrung seit dem Inkrafttreten der ersten Rabattvertr\u00e4ge. Hier haben die Apothekeninhaber und ihre Mitarbeiter bereits erhebliche Aufkl\u00e4rungsarbeit gegen\u00fcber den Versicherten geleistet. Im Gegensatz zum Arzneimittelversandhandel k\u00f6nnen wir den Patienten die Wirkungsweise des Medikaments erkl\u00e4ren und so Vertrauen auch f\u00fcr neue Pr\u00e4parate schaffen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Hans Rudolf Diefenbach, stv. Vorsitzender des HAV.<\/p>\n<p><strong>Vorbeugung gegen Lieferschwierigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Die Beteiligten gehen davon aus, dass die aus 2007 berichteten Lieferschwierigkeiten an einzelnen Standorten in dieser Form nicht mehr auftreten werden. Lediglich in der Umstellungsphase, die sp\u00e4testens Ende Juli abgeschlossen sein wird, k\u00f6nnte es punktuell zu Wartezeiten kommen, weil das verordnete Medikament bestellt werden muss. \u201eDie Apotheker werden sich mit den neuen AOK-Vertragsarzneimitteln bevorraten, so dass es nur in Ausnahmef\u00e4llen zu Verz\u00f6gerungen kommen sollte\u201c, so Diefenbach. F\u00fcr den unerwarteten Fall von Lieferproblemen der Hersteller haben beide Partner vereinbart, dass ein alternatives Arzneimittel mit demselben Wirkstoff und derselben Dosierung abgegeben werden darf.<\/p>\n<p>Aktuell g\u00e4be es, so Diefenbach, insgesamt 27.590 rabattierte Arzneimittel verschiedener Krankenkassen. F\u00fcr deren korrekte Verwaltung und Zuordnung mussten nahezu 23 Millionen Datens\u00e4tze in die Apotheken-EDV eingespielt werden. Damit seien erhebliche finanzielle Investitionen verbunden gewesen. Das Personal musste zudem deutlich aufgestockt werden. Von 2006 auf 2008 gab es bei den angestellten Apothekern einen Zuwachs von 12 Prozent. Auch beim pharmazeutischen Personal war ein Plus von knapp 3 Prozent im selben Zeitraum zu verzeichnen. Zu erkl\u00e4ren ist dies u. a. mit dem erh\u00f6hten Beratungsaufwand, unabh\u00e4ngig von der Krankenkasse der Patienten. \u201eNur mit viel Geduld konnten wir die Patienten davon \u00fcberzeugen, dass das neue Mittel die gleiche Wirkung hat wie das bisher eingenommene\u201c, sagt Diefenbach. Hierf\u00fcr ist hoher pharmazeutischer Sachverstand notwendig. Insgesamt bleibt jedoch festzuhalten, dass AOK Hessen und HAV bei der Umsetzung der Arzneimittelvertr\u00e4ge gut und eng zusammen arbeiten, um f\u00fcr die Patienten eine reibungslose Umsetzung sicherzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. AOK-Versicherte k\u00f6nnen durch exklusive Arzneimittelvertr\u00e4ge dieselben hochwertigen Pr\u00e4parate zwei Jahre lang gr\u00f6\u00dftenteils zuzahlungsfrei bekommen. 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