{"id":27787,"date":"2009-05-06T05:42:23","date_gmt":"2009-05-06T03:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=27787"},"modified":"2009-05-05T17:56:32","modified_gmt":"2009-05-05T15:56:32","slug":"fulda-und-die-amerikaner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=27787","title":{"rendered":"Fulda und die Amerikaner"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda (cp).<\/strong> Auch 15 Jahre nach dem Abzug der US-Streitkr\u00e4fte aus Fulda hat die Stadt den Bezug zu den Amerikanern nicht verloren. So pflegt Fulda einen engen Kontakt zur Partnerstadt Wilmington, die sich auch in der Namensgebung einer Sporthalle widerspiegelt. \u201eDie Amerikaner bleiben in festem Ged\u00e4chtnis\u201c, bekr\u00e4ftigt Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller, der Ehrenmitglied des zuletzt in Fulda stationierten US-Regiments \u201eBlack Horse\u201c ist. Denn deren Aufenthalt in Fulda ging weit \u00fcber die reine milit\u00e4rische Pr\u00e4senz hinaus. So gab es bis zu ihrem Abzug 1994 viele Begegnungen der hiesigen Bev\u00f6lkerung mit den etwa 7.000 bis 8.000 US-Soldaten und deren Familien. Diese pr\u00e4gende Zeit wird derzeit in der Ausstellung \u201eAmerikaner in Hessen\u201c im Vonderau Museum dargestellt, die die gemeinsame Geschichte der Hessen und Amerikaner von 1945 bis zur Aufl\u00f6sung der letzten Garnisonsstandorte 2008 umfasst.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/presse_aih_fulda_gap.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-27788\" title=\"Magistratspressestelle\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/presse_aih_fulda_gap-265x271.jpg\" alt=\"Magistratspressestelle\" width=\"265\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/presse_aih_fulda_gap-265x271.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/presse_aih_fulda_gap.jpg 586w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/5_1963_hanau_kennedy_voller.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-27789\" title=\"Magistratspressestelle\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/5_1963_hanau_kennedy_voller-265x213.jpg\" alt=\"Magistratspressestelle\" width=\"265\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/5_1963_hanau_kennedy_voller-265x213.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/5_1963_hanau_kennedy_voller.jpg 745w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt Hanau hatte die Idee einer solchen Ausstellung bereits zwei Jahre vor Abzug der Amerikaner in ihrer Stadt. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Bedeutung durfte der Standort Fulda dabei nicht fehlen. Deshalb wurden Museen sowie Archive der Region auch im Hinblick auf Fuldaer St\u00fccke durchforstet und Zeitzeugen gesucht, um alle relevanten und interessanten Informationen zusammen zu tragen. Nach einem Jahr Recherche und einem weiteren Jahr Umsetzung war die umfassende Ausstellung fertig. Viele der etwa 1000 Exponate \u2013 etwa 50 sind aus Fulda &#8211; waren zuvor noch nie \u00f6ffentlich gezeigt worden, so sind beispielsweise 2\/3 der 300 Fotos aus Privatbesitz. Die Ausstellung umfasst fast nur Originale, so dass nur Plakate und Fotos reproduziert wurden. \u201eGerade auch im Hinblick auf die Obama-Begeisterung ist die Ausstellung besonders f\u00fcr Sch\u00fcler eine sch\u00f6ne M\u00f6glichkeit, um zu erfahren, was die Amerikaner in ihrer Heimat gemacht haben\u201c, erkl\u00e4rt Kuratorin Dr. Gundula Bavendamm. Auch Deutsche, die f\u00fcr die US-Armee gearbeitet haben, k\u00f6nnen laut der Historikerin \u201eein St\u00fcck der eigenen Biographie wiederentdecken\u201c. In Hanau lockte die Ausstellung ca. 10.000 Besucher an.<\/p>\n<p><strong>Chronologischer Aufbau<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausstellung ist chronologisch in sieben Abschnitte aufgeteilt. Als erstes k\u00f6nnen sich die Besucher \u00fcber die Situation nach Kriegsende und beim Einmarsch der US-Soldaten informieren. Die wirtschaftliche Gesundung Deutschlands unter den Amerikanern und deren kultureller Einfluss werden im Kapitel \u201eNeuanfang und Wiederaufbau\u201c beleuchtet. Die \u201eZeitreise\u201c setzt sich mit dem Aufbau der Milit\u00e4rgemeinde und den so genannten Housing Areas f\u00fcr die Familien fort. Der vierte Abschnitt, der unter dem Titel \u201eHessen und der American Way of Life\u201c l\u00e4uft, zeigt den Einfluss der Amerikaner auf die Region sehr deutlich. \u201eEinige Besucher werden sich sicher wieder in die Rock\u00c2\u00b4n Roll-Zeit zur\u00fcckversetzt f\u00fchlen\u201c, gibt Dr. Bavendamm schmunzelnd zu. So findet man dort unter anderem auch eine echte Jukebox und einen einarmigen Banditen. W\u00e4hrend sich das ge\u00e4nderte Verh\u00e4ltnis zu den Amerikanern in den 60ern im Bereich \u201eUnter dem Eindruck von Vietnam\u201c zeigt, findet man milit\u00e4rstrategische Planungen und die Friedensbewegung unter dem Stichwort \u201eFulda Gap\u201c. Der letzte Ausstellungsteil hei\u00dft \u201eAbschied und Kontinuit\u00e4t\u201c und behandelt die Zeit nach 1989. Dabei wird durch St\u00fccke des \u201eBlack Horse Museums\u201c, das von Winfried J\u00e4ger betrieben wird, besonders auf das Fuldaregiment eingegangen.<\/p>\n<p><strong>Besuch aus Wilmington<\/strong><\/p>\n<p>Kulturdezernent M\u00f6ller betont die besonders herzliche Zusammenarbeit, die sich in Fulda zwischen Amerikanern und B\u00fcrgern in den fast 50 Jahren amerikanischer Pr\u00e4senz entwickeln konnte: \u201eHier sind Freundschaften entstanden, die auch 15 Jahre nach Abzug der Amerikaner noch gepflegt werden.\u201c Dr. Wolfgang Hamberger, ehemaliger Oberb\u00fcrgermeister von Fulda, stellte beispielsweise eine Milit\u00e4rbibel, die er nach dem Krieg von einem GI als Weihnachtsgeschenk bekommen hatte, f\u00fcr die aktuelle Ausstellung als Leihgabe zur Verf\u00fcgung. Passenderweise besuchen Vertreter der US-Stadt vom 24.-26. Juni diesen Jahres Fulda, die dann sicherlich die Gelegenheit nutzen werden, um sich in der noch bis 28. Juni ge\u00f6ffneten Ausstellung \u00fcber die \u201eAmerikaner in Hessen\u201c zu informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (cp). Auch 15 Jahre nach dem Abzug der US-Streitkr\u00e4fte aus Fulda hat die Stadt den Bezug zu den Amerikanern nicht verloren. 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