{"id":25455,"date":"2009-04-05T06:07:31","date_gmt":"2009-04-05T04:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=25455"},"modified":"2009-04-04T18:25:09","modified_gmt":"2009-04-04T16:25:09","slug":"feierliche-verabschiedung-von-prof-dr-bonzel-und-einfuehrung-von-prof-dr-schaechinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=25455","title":{"rendered":"Feierliche Verabschiedung von Prof. Dr. Bonzel und Einf\u00fchrung von Prof. Dr. Sch\u00e4chinger"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/pict4928.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-25456\" title=\"Klinikum Fulda\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/pict4928-265x198.jpg\" alt=\"Klinikum Fulda\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"198\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/pict4928-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/pict4928.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Fulda.<\/strong> Der Direktor der Medizinischen Klinik I (Kardiologie), Prof. Dr. Tassilo Bonzel wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig ist Prof. Dr. Volker Sch\u00e4chinger als Nachfolger in sein Amt eingef\u00fchrt worden. Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller begr\u00fc\u00dfte die zahlreichen G\u00e4ste im \u00fcberf\u00fcllten H\u00f6rsaal des Klinikums Fulda. Er w\u00fcrdigte das \u201eherausragende Engagement\u201c von Prof. Bonzel f\u00fcr seine Patienten und damit auch f\u00fcr das Klinikum. Professor Bonzel habe viele Jahre das Klinikum hervorragend in seiner medizinischen Kompetenz repr\u00e4sentiert. Anschlie\u00dfend nahm Harald Jeguschke, Vorstand des Klinikums Fulda, die offizielle Verabschiedung von Prof. Dr. Bonzel und gleichzeitig die Amtseinf\u00fchrung von Prof. Dr. Sch\u00e4chinger vor. \u201eMit Prof. Dr. Bonzel verl\u00e4sst uns ein Hochkar\u00e4ter, der das Klinikum in den vergangenen Jahren ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt hat\u201c, erl\u00e4uterte Jeguschke. \u201eGleichzeitig freue ich mich\u00c2\u00a0 auf die neue Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sch\u00e4chinger, der zwar in gro\u00dfe Fu\u00dfstapfen tritt, dies aber gewiss meistern wird\u201c, so Jeguschke weiter. Weiterhin sprachen Prof. Dr. Winfried Fassbinder &#8211; als Sprecher der Konservativen Medizinischen Einheiten,\u00c2\u00a0 der leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik I, Dr. Gerhard Strupp sowie Prof. Dr. Zeiher (Direktor der Medizinischen Klinik III der Johann Wolfgang Goethe Universit\u00e4t in Frankfurt) einige Gru\u00dfworte. Der Medizinische Direktor, Priv.-Doz. Dr. Achim\u00c2\u00a0 Hellinger, gab in seiner Rede einen \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der Medizinischen Klinik I unter der Leitung von Prof. Bonzel.<!--more--><br \/>\n<strong><br \/>\nEntwicklung der Medizinischen Klinik I <\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Ausscheiden von Prof. Dr. Hellmuth Nieth als Chefarzt der Medizinischen Klinik I wurde im Jahr 1988 eine Teilung des Fachbereichs vorgenommen. Prof. Dr. Winfried Fassbinder erhielt die Leitung der Medizinischen Klinik III (Nephrologie) &#8211; und Prof. Dr. Tassilo Bonzel \u00fcbernahm die Leitung der Medizinischen Klinik I \u2013Kardiologie und Angiologie (Erkrankungen des Herzens und der Gef\u00e4\u00dfe). Mit der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie) gab es damals wie auch heute mit Prof. Dr. Daniel Jaspersen eine enge Zusammenarbeit. Durch diese Neustrukturierung der drei Medizinischen Kliniken und in Erg\u00e4nzung zu dem in 1984 gegr\u00fcndeten Fachbereich der Thorax-, Herz- und Gef\u00e4\u00dfchirurgie wurde damit der bis heute anhaltenden dynamischen Entwicklung in der Kardiologie Rechnung getragen.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Bonzel konnte sich als neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik I auf die gute Vorarbeit des damaligen Oberarztes Prof. Dr. Wolfgang Huhmann st\u00fctzen, die bis heute von Oberarzt Dr. Gerhard Strupp fortgef\u00fchrt wird. Besonders fortschrittlich war die Einf\u00fchrung einer 24-st\u00fcndigen fach\u00e4rztlich-kardiologischen Rufbereit-schaft f\u00fcr Herzinfarktpatienten. Nachdem Prof. Dr. Bonzel schon in den achtziger Jahren die PTCA (perkutane Koronarintervention) durch einen von ihm erfundenen Ballonkatheter, der heute weltweit benutzt wird, verbessert hatte, hat er 1990 als einer der ersten\u00c2\u00a0 in Deutschland in Fulda bei der Herzkathetertherapie Stents (Gitterger\u00fcst in R\u00f6hrchenform zum Aufweiten von Gef\u00e4\u00dfengstellen). Im Laufe der Jahre wurden von Prof. Dr. Bonzel und seinem Team zahlreiche medizinische Bereiche weiterentwickelt, u.a. die Einrichtung einer monitor\u00fcberwachten Wachstation (Coronary Care Unit), die technische und bauliche Modernisierung der Intensivstation, Ausbau der Angiologie und Pulmologie sowie die Schaffung eines Herzkatheterlabors mit zwei Messpl\u00e4tzen. Auch die r\u00e4umlichen Strukturen wurden seitdem regelm\u00e4\u00dfig und umfassend ausgebaut. Mit dem im Jahr 2007 er\u00f6ffneten Diagnostikzentrum ist ein Zentrum zur Untersuchung des Herzens, der Lunge und des Gef\u00e4\u00dfsystems entstanden. Dieses entspricht dem h\u00f6chsten medizintechnischen Niveau und ist, mit allen Ger\u00e4ten, die die heutige Diagnose-Technik bietet, ausgestattet.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche T\u00e4tigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Bei der schnellen medizinischen Entwicklung der Kardiologie war Prof. Dr. Bonzel die klinisch-wissenschaftliche T\u00e4tigkeit immer ein besonderes Anliegen. Er hat sich an unz\u00e4hligen \u00fcberregionalen und internationalen Studien beteiligt. Auf zahlreichen Tagungen und Kongressen hat er zum Informationsaustausch durch eigene wissenschaftliche Untersuchungen beigetragen. Das erworbene Wissen wurde von Prof. Bonzel und seinen Ober\u00e4rzten in Seminaren weitergegeben. Eine dieser traditionellen Fortbildungsveranstaltungen war das Seminar f\u00fcr angewandte PTCA (heute PCI genannt), bei dem eine Live-Video\u00fcbertragung von Eingriffen am Herzen aus dem Herzkatheterlabor direkt in den H\u00f6rsaal erfolgte. Die PCI (perkutane Koronarintervention) ist ein Verfahren zur Wiederherstellung des Blutflusses in einer verengten Arterie durch Aufdehnung des Gef\u00e4\u00dfes mittels Ballon und Stent. Prof. Dr. Bonzel war zudem in verschiedenen Arbeitsgruppen, insbesondere der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie (DGK), der Arbeitsgemeinschaft Leitender Kardiologischer Krankenhaus\u00e4rzte (ALKK) und der gesetzlichen bundesweiten Qualit\u00e4tssicherung (BQS) aktiv t\u00e4tig. K\u00fcrzlich erst wurden Leitlinien zu diagnostischen Herzkatheterunter-suchungen sowie perkutanen Koronarinterventionen (PCI) ver\u00f6ffentlicht, die er zusammen mit einem Autorenteam im Auftrag der DGK erstellt hat. F\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre werden somit die deutschen Herzkatheterleitlinien von Prof. Dr. Bonzel und den Kardiologen des Klinikums Fulda gepr\u00e4gt sein. Eine umfassendere Darstellung der Herzkathetertechniken enth\u00e4lt sein neuestes Buch \u201eLeitfaden Herzkatheter\u201c, welches soeben erschienen ist.<\/p>\n<p><strong>Neuer Direktor der Medizinischen Klinik I: Prof. Dr. Sch\u00e4chinger<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Volker Sch\u00e4chinger wurde von allen Rednern herzlich willkommen gehei\u00dfen. Prof. Dr. Sch\u00e4chinger, der 1964 in Herrenberg geboren und in Donaueschingen am Schwarzwald aufgewachsen ist, hat nach dem Studium an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t in Freiburg i. Br. seine klinische Ausbildung an der dortigen Medizinischen Klinik begonnen. 1995 wechselte er an die Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt a. M., wo er den Facharzt f\u00fcr Innere Medizin sowie die Zusatzbezeichnung Kardiologie erlangte. Als langj\u00e4hriger Leiter der Notaufnahme der Universit\u00e4tsklinik in Frankfurt und Facharzt f\u00fcr Intensivmedizin besitzt Prof. Dr. Sch\u00e4chinger auch eine breite allgemeininternistische Expertise.<br \/>\nProf. Sch\u00e4chinger verf\u00fcgt \u00fcber eine mehr als zehnj\u00e4hrige F\u00fchrungs- und Organisationserfahrung als Oberarzt und war seit 2003 leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik III (Kardiologie, Angiologie, Nephrologie) der Uniklinik Frankfurt.<br \/>\nDer Schwerpunkt seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit liegt in der interventionellen Kardiologie, d.h. der Anwendung von Kathetern zur Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen. \u201eWir sind froh, dass wir mit Prof. Sch\u00e4chinger einen international renommierten Kardiologen f\u00fcr Fulda gewinnen konnten, der ideal geeignet ist die Tradition der interventionellen Kardiologie an unserer Klinik fortzuf\u00fchren und weiter auszubauen\u201c, f\u00fchrte Jeguschke in seiner Einf\u00fchrungsrede aus.<br \/>\nZu den weltweit viel beachteten wissenschaftlichen Studien von Prof. Sch\u00e4chinger geh\u00f6ren unter anderem Arbeiten zur Fr\u00fcherkennung des Herzinfarkt-Risikos sowie die Behandlung der Herzschw\u00e4che nach einem Herzinfarkt mit k\u00f6rpereigenen Stammzellen. Diese Erfahrungen bringt er auch in die wissenschaftlichen Gesellschaften ein, in denen er stark engagiert ist, beispielsweise als Sprecher der Interventionellen Kardiologie bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie. Ein besonderes Anliegen ist ihm hier auch die Weiterbildung des \u00e4rztlichen Nachwuchses. Er ist zudem Mitverfasser der Herzkatheter-Leitlinien und des neuen Buches \u201eLeitfaden Herzkatheter\u201c.\u201eAls ich mir die Klinik in Fulda angesehen habe, war mein Entschluss mich hier zu bewerben schnell gefasst\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. Sch\u00e4chinger in seiner Einf\u00fchrungsrede und erg\u00e4nzt: \u201eMit der sehr guten Ausstattung der Klinik und den hervorragenden Kooperationsm\u00f6glichkeiten mit anderen Abteilungen sehe ich hier in Fulda ideale Voraussetzungen daf\u00fcr gegeben, eine innovative Kardiologie weiter zu entwickeln\u201c. Dabei will er auch mit den niedergelassenen Haus- und Fach\u00e4rzten gut zusammen arbeiten, um eine optimale Versorgung f\u00fcr die Patienten aus der Region Fulda zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Besonderen Wert legte Prof. Dr. Sch\u00e4chinger darauf, sich bei allen Bem\u00fchungen um medizinische Konzepte stets eines vor Augen zu halten: \u201eDer Patient ist derjenige, um den sich alles dreht. Unsere Arbeit ist kein Selbstzweck, sondern muss in erster Linie der Pr\u00fcfung stand halten, ob Sie dem Ziel, einer optimalen Versorgung zur Zufriedenheit unserer Patienten und deren Angeh\u00f6rigen entspricht\u201c.<\/p>\n<p><strong>Bild:<br \/>\n<\/strong><br \/>\nv. links: Priv.-Doz. Dr. Achim Hellinger, Harald Jeguschke, Prof. Dr. Tassilo Bonzel und Ehefrau Helen, Ursula Sch\u00e4chinger, Prof. Dr. Volker Sch\u00e4chinger, Prof. Dr. Andreas Zeiher, Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Der Direktor der Medizinischen Klinik I (Kardiologie), Prof. Dr. Tassilo Bonzel wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig ist Prof. Dr. Volker Sch\u00e4chinger als Nachfolger in sein Amt eingef\u00fchrt worden. Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller begr\u00fc\u00dfte die zahlreichen G\u00e4ste im \u00fcberf\u00fcllten H\u00f6rsaal des Klinikums Fulda. 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