{"id":25069,"date":"2009-04-01T07:30:19","date_gmt":"2009-04-01T05:30:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=25069"},"modified":"2009-03-31T21:47:51","modified_gmt":"2009-03-31T19:47:51","slug":"zahl-der-kurzarbeiter-hat-sich-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=25069","title":{"rendered":"Zahl der Kurzarbeiter hat sich verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Der anhaltende Winter und die immer st\u00e4rker durchschlagende Konjunkturkrise belasten den regionalen Arbeitsmarkt zunehmend. So stieg die Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Februar um 116 und gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 591 Personen an. Die Arbeitslosenquote betr\u00e4gt nun 6,2 Prozent (M\u00e4rz 2008: 5,8 Prozent). Dabei stieg die Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 480, beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 111. Der Anstieg beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales ist unter anderem dadurch zu erkl\u00e4ren, dass ein Teil der arbeitslosen Menschen bei der Arbeitsagentur zwar Arbeitslosengeld I bezieht, aber wegen bestehender Bed\u00fcrftigkeit erg\u00e4nzend Arbeitslosengeld II erh\u00e4lt.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Arbeitslosigkeit steigt um 22%<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz haben sich allein bei der Arbeitsagentur 955 Frauen und M\u00e4nner erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Steigerung gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 173 (22 Prozent). 447 konnten wieder in Arbeit gebracht werden. Im vergangenen M\u00e4rz hatten noch 500 Personen eine Erwerbst\u00e4tigkeit nach vorhergehender Arbeitslosigkeit aufgenommen.<\/p>\n<p>Die Konjunkturkrise macht sich vor allem im gewerblich-technischen Bereich bemerkbar. Deshalb ist ein Anstieg insbesondere bei den M\u00e4nnern zu verzeichnen. Mit 3.783 arbeitslosen M\u00e4nnern war diese Zahl um 682 h\u00f6her als im M\u00e4rz 2008. Die Arbeitslosigkeit nahm auch bei den Personengruppen der \u00dcber-50-J\u00e4hrigen zu<br \/>\n(+298 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat), sowie bei den Unter-25-J\u00e4hrigen (+196). Bei den Frauen hingegen nahm die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich sogar leicht ab (-91).<\/p>\n<p><strong>Branchen gewinnen, Branchen verlieren<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Stellenseite verbuchte die Arbeitsagentur im M\u00e4rz deutliche R\u00fcckg\u00e4nge im Bereich der Zeitarbeit, im Einzelhandel, im Speditionsgewerbe sowie in Kfz-Berufen. Saisonal besteht weiterhin geringer Bedarf an Helfern und Facharbeitern im Bau- und Landschaftsgartenbau. Eine erh\u00f6hte Nachfrage hingegen verzeichnete der Arbeitgeberservice der Agentur an Bauzeichnern, die f\u00fcr die Planungsvorbereitungen im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p>Die Lage auf Ausbildungsmarkt gestaltet sich \u00e4hnlich wie im vergangenen Jahr. Zwar wurden der Agentur bis Ende M\u00e4rz mit insgesamt 1.250 rund 100 Berufsausbildungsstellen weniger gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Doch nachdem die Agentur in den vergangenen Jahren viele Altbewerber, d. h. Bewerber aus Vorjahren, in Ausbildung und Besch\u00e4ftigung gebracht hat, ist in diesem Jahr auch die Zahl der Bewerber r\u00fcckl\u00e4ufig (-383 auf 1.441 gegen\u00fcber gleichem Vorjahreszeitraum). Momentan liegen der Agentur vor allem Angebote von Ausbildungspl\u00e4tzen im kaufm\u00e4nnischen Bereich (Industriekaufmann\/frau, Kaufmann\/frau im Einzelhandel, B\u00fcrokaufmann\/frau, Bankkaufmann\/frau) und in der Elektronik-Branche (Elektroniker\/in Fachrichtung Energie- und Geb\u00e4udetechnik, bzw. f\u00fcr Betriebstechnik) vor.<\/p>\n<p><strong>Gesucht?<\/strong><\/p>\n<p>Gesucht werden au\u00dferdem unter anderem angehende K\u00f6ch\/innen und B\u00e4ckerei-Fachverk\u00e4ufer\/innen. Da in einigen Branchen Ausbildungsstellenangebote storniert wurden &#8211; beispielsweise f\u00fcr Verk\u00e4ufer\/innen in Lebensmitteleinzelhandel und Baum\u00e4rkten sowie f\u00fcri Rechtsanwalts- und Notariats-Fachangestellten \u2013 bittet Bereichsleiterin Sandra Hertrampf die Betriebe, mittel- und langfristig zu kalkulieren und trotz der wirtschaftlich angespannten Lage weiterhin an ihren Ausbildungsbem\u00fchungen festzuhalten.<\/p>\n<p>Waldemar Dombrowski, der Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Arbeitsagentur Fulda, geht von einer sehr ernsten und schwierigen Situation aus, zumal sich die Prognosen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Wochen noch einmal verschlechtert haben. Dies betrifft sowohl die nationale als auch die globale Ebene. \u201eDass nicht sp\u00fcrbar mehr Menschen arbeitslos gemeldet sind, h\u00e4ngt vor allem mit unseren Ma\u00dfnahmen der Besch\u00e4ftigungssicherung zusammen. Wir setzen hier gemeinsam mit den Unternehmen sehr stark auf die Nutzung der Kurzarbeit. Dies hilft in gro\u00dfem Umfang Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Unternehmen bleiben mit ihrem qualifizierten Personal im Markt.\u201c Daneben regen Arbeitsagentur, die IHK Fulda und die Kreishandwerkerschaft Fulda den Einsatz von Qualifizierungsma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Kurzarbeit an, weil dadurch in Zukunft die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Betriebe gesteigert wird.<\/p>\n<p>Der Umfang der Kurzarbeit in der Region hat sich innerhalb eines Monats fast verdoppelt: Inzwischen haben 119 Betriebe f\u00fcr rund 4800 Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt. Von Kurzarbeit sind verschiedene Branchen betroffen, ein deutlicher Schwerpunkt liegt jedoch bei der Metallverarbeitung sowie im Textilgewerbe. Die monatlichen Aufwendungen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigungssicherung beziffert die Agentur f\u00fcr Arbeit mit 2,5 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Der anhaltende Winter und die immer st\u00e4rker durchschlagende Konjunkturkrise belasten den regionalen Arbeitsmarkt zunehmend. So stieg die Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Februar um 116 und gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat um 591 Personen an. Die Arbeitslosenquote betr\u00e4gt nun 6,2 Prozent (M\u00e4rz 2008: 5,8 Prozent). 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