{"id":24873,"date":"2009-03-31T07:53:38","date_gmt":"2009-03-31T05:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=24873"},"modified":"2009-03-30T21:27:03","modified_gmt":"2009-03-30T19:27:03","slug":"osthessen-und-suedthueringen-wachsen-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=24873","title":{"rendered":"Osthessen und S\u00fcdth\u00fcringen wachsen zusammen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda\/Meiningen.<\/strong> Landrat Bernd Woide hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass bei der Positionsbestimmung zur geplanten Bundesstra\u00dfe Fulda-Meiningen (B 87n) ein regionaler Konsens erreicht werden k\u00f6nne. Stra\u00dfenbauvorhaben in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung w\u00fcrden von Teilen der \u00d6ffentlichkeit verst\u00e4ndlicherweise begleitet, wenn sensible Landschafts- und Siedlungsbereiche ber\u00fchrt seien, sagte Woide zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens, bei der die Trasse zwischen Tann-Esbachsgraben und der th\u00fcringischen Landesgrenze festgelegt wurde. Bei der Trasse handelt es sich um einen mehrere hundert Meter breiten Planungskorridor f\u00fcr die weiteren Verfahrensschritte.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Bef\u00fcrchtungen in der Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n<p>Auch im Falle der k\u00fcnftigen Bundesstra\u00dfe Fulda-Meiningen gebe es, so Woide, Risiken und zum Teil durchaus verst\u00e4ndliche Bef\u00fcrchtungen in der Bev\u00f6lkerung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten m\u00fcssten jedoch die Chancen erkannt und genutzt werden, die darin l\u00e4gen, Osthessen und S\u00fcdth\u00fcringen n\u00e4her zusammen zu f\u00fchren. Mit Nachdruck wandte sich der Landrat gegen den Vorhalt eines vermeintlichen autobahn\u00e4hnlichen Ausbau. Ein solcher sei definitiv nicht Gegenstand der Pr\u00fcfung. Stra\u00dfen br\u00e4uchten jedoch eine gewisse Leistungsf\u00e4higkeit, um den Warenaustausch zu erleichtern und Menschen auf Dauer gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels im l\u00e4ndlichen Raum zu halten.<\/p>\n<p>Das Regierungspr\u00e4sidium in Kassel habe sich seine Entscheidung \u00fcber die Trassenf\u00fchrung \u201ewirklich nicht leicht gemacht\u201c, unterstrich Landrat Woide. Gleich mehrere Varianten seien im Hinblick auf ihre raumordnungsm\u00e4\u00dfige und landesplanerische Vertr\u00e4glichkeit gepr\u00fcft und wieder verworfen worden. Dabei h\u00e4tten ganz unterschiedliche Aspekte sorgf\u00e4ltig gegeneinander abgewogen werden m\u00fcssen, wobei der Natur- und Landschaftsschutz einen dominierenden Stellenwert eingenommen habe. Jetzt gebe es endlich Klarheit, dass die geplante Bundesstra\u00dfe auf der vorgesehenen Trasse gebaut und mit den Detailplanungen begonnen werden k\u00f6nne.<br \/>\n<strong><br \/>\nEingriffe in Natur und Landschaft unvermeidlich<\/strong><\/p>\n<p>Nach Aussage von Regierungspr\u00e4sident Lutz Klein sei ein erster gro\u00dfer Planungsschritt zum vorl\u00e4ufigen Abschluss gebracht worden. Die mit dem Landesverwaltungsamt in Weimar auf th\u00fcringischer Seite abgestimmte landesplanerische Beurteilung werde nunmehr den Mitgliedern der Regionalversammlung Nordhessen zugeleitet. Der dortige Zentralausschuss entscheide in seiner Sitzung am 6. April endg\u00fcltig \u00fcber die Abweichung vom Raumordnungsplan. Danach k\u00f6nnten mit der Linienbestimmung und den anschlie\u00dfenden abschnittsweisen Planfeststellungsverfahren die weiteren Verfahrensschritte z\u00fcgig in Angriff genommen werden.<\/p>\n<p>Der Leiter der Regionalplanung beim Regierungspr\u00e4sidium, Wolfgang Kaivers, wollte Eingriffe in Natur und Landschaft nicht bestreiten. Diese seien bei jedem Stra\u00dfenbauvorhaben fast unvermeidlich. Nachdem die Vorzugsvariante im Weidtalgrund aus naturschutzrechtlichen Gr\u00fcnden nicht realisiert werden konnte und damit die urspr\u00fcngliche Vorgabe, mit der B 87n dem Verlauf der Landesstra\u00dfe zu folgen, aufgegeben werden musste, habe man jedoch die relativ g\u00fcnstigste Trasse gew\u00e4hlt. Kaivers sagte weitere Trassenoptimierungen zu, um insbesondere die bestehenden L\u00e4rmschutzgrenzen nicht nur einzuhalten, sondern zu unterschreiten.<\/p>\n<p><strong>Gesamtkosten von 225 Mio. \u00e2\u201a\u00ac<\/strong><\/p>\n<p>Rudolf Hansel, Leiter des Amtes f\u00fcr Stra\u00dfenbau und Verkehrswesen in Fulda, geht davon aus, dass rund zwei Jahre f\u00fcr die Detailplanung ben\u00f6tigt werden. Zuvor muss noch das Bundesverkehrsministerium der vorgesehenen Trassenf\u00fchrung im Rahmen des Linienbestimmungsverfahrens zustimmen. Die Planfeststellungsverfahren f\u00fcr die ersten Abschnitte k\u00f6nnten im Jahr 2012 eingeleitet werden. Auch gebaut werden soll in Abschnitten, wobei vermutlich mit den Ortsumgehungen von Margretenhaun und Niederbieber begonnen wird. Die Gesamtkosten f\u00fcr die 56 Kilometer lange Strecke, davon 30 Kilometer auf hessischer Seite, sind mit 225 Millionen Euro veranschlagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Meiningen. Landrat Bernd Woide hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass bei der Positionsbestimmung zur geplanten Bundesstra\u00dfe Fulda-Meiningen (B 87n) ein regionaler Konsens erreicht werden k\u00f6nne. 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