{"id":24586,"date":"2009-03-23T21:31:14","date_gmt":"2009-03-23T19:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=24586"},"modified":"2009-03-29T09:21:23","modified_gmt":"2009-03-29T07:21:23","slug":"rekordjahr-2008-fuhr-ernte-von-3-000-tonnen-rhoener-aepfeln-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=24586","title":{"rendered":"Rekordjahr 2008 fuhr Ernte von 3 000 Tonnen Rh\u00f6ner \u00c4pfeln ein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/kal_rhner_pfel.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24587\" title=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/kal_rhner_pfel-265x169.jpg\" alt=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"169\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/kal_rhner_pfel-265x169.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/kal_rhner_pfel.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Rh\u00f6n.<\/strong> Noch nie zuvor hat die Rh\u00f6ner Apfelinitiative so viele \u00c4pfel abgeliefert wie im vergangenen Jahr. Insgesamt waren es \u00fcber 3 000 Tonnen, davon alleine mehr als 2 000 Tonnen in Bio-Qualit\u00e4t. Rund 2 800 Obstbauern in Bayern, Hessen und Th\u00fcringen hatten diese Menge aufgebracht.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u201ePh\u00e4nomenale Apfelernte\u201c<\/strong><\/p>\n<p>J\u00fcrgen Krenzer sprach w\u00e4hrend der Jahreshauptversammlung des L\u00e4nder \u00fcbergreifenden Vereins von einer \u201eph\u00e4nomenalen Apfelernte\u201c. \u201eWir waren vermutlich die einzige Streuobstinitiative europaweit, die trotz dieser riesigen Mengen noch einmal 50 Cent auf den Auszahlungspreis draufgelegt hat\u201c, meinte Krenzer. Dieser sei von 15 auf 15,50 Euro pro 100 Kilogramm gestiegen. Unter dem Strich seien bei den Obstbauern direkt 14 Euro angekommen. 50 Cent des Auszahlungspreises flossen in das Projekt \u201e1 000 Apfelb\u00e4ume\u201c, 88 Cent wurden als Mitgliedsbeitrag abgef\u00fchrt, und 12 Cent wurden f\u00fcr die geplante Bio-Zertifizierung beim Anbauverband \u201eNaturland\u201c zur\u00fcckgelegt. \u201eWir wollen nicht nur Bioqualit\u00e4t nach den EU-Vorschriften liefern, sondern nach den strengeren Verbandsvorschriften. Diesbez\u00fcglich wird noch gepr\u00fcft, ob wir diese Kriterien erf\u00fcllen k\u00f6nnen\u201c, sagte Krenzer. Bei 2 800 Lieferanten sei das nicht gerade einfach. \u201eFest steht aber, dass Naturland uns m\u00f6chte und wir gerne zu Naturland wollen.\u201c<\/p>\n<p>Rund 40 Prozent aller \u00c4pfel wurden 2008 aus Th\u00fcringen geliefert. Je rund 30 Prozent stammten aus Bayern und Hessen. Der Th\u00fcringer Trend bewege sich sogar in Richtung 50 Prozent. \u201eJe engagierter eine Annahmestelle arbeitet, umso mehr geht auch. Das haben die letzten Jahre immer gezeigt\u201c, sch\u00e4tzte Krenzer ein. Als Beispiel daf\u00fcr nannte er die Annahmestellen im th\u00fcringischen Dermbach und im bayerischen Hausen. In Hausen seien sogar teilweise bis zu 65 Tonnen pro Tag angenommen worden.<\/p>\n<p><strong>Neue Technik f\u00fchrt zur Produktionssteigerung<\/strong><\/p>\n<p>Die Verarbeitung der enormen Menge von rund 3 000 Tonnen \u00c4pfeln sei nur m\u00f6glich gewesen, weil die Kelterei Elm in Flieden als Hauptverarbeitungspartner der Rh\u00f6ner Apfelinitiative eine neue Zentrifuge angeschafft habe. \u201eDie \u00c4pfel werden jetzt nicht mehr gepresst, sondern die Maische wird geschleudert. Damit wird der Saft schonender verarbeitet, und man schmeckt den Unterschied\u201c, erkl\u00e4rte der Vorsitzende. Au\u00dferdem sei mit der neuen Zentrifuge ein gr\u00f6\u00dferer Mengendurchsatz m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zwei Mal musste die Rh\u00f6ner Apfelinitiative bei ihren Annahmestellen 2008 einen Annahmestopp verh\u00e4ngen. \u201eIn der Kelterei war einfach kein Platz mehr da, um die \u00c4pfel zwischen zu lagern\u201c, war laut Krenzer der Grund daf\u00fcr. \u201eJetzt haben wir jede Menge Saft aus Rh\u00f6ner Streuobst. \u00dcber 400 000 Euro an Wertsch\u00f6pfung sind im vergangenen Jahr den Obstbauern zugute gekommen\u201c, nannte Krenzer eine Zahl. \u201eEs w\u00e4re ideal, wenn wir dieses Geld in der Region behalten k\u00f6nnten \u2013 auch in den kommenden Jahren.\u201c Deshalb werde jetzt an einem Konzept gearbeitet, wie dieses Ziel in der Praxis erreichbar ist.<\/p>\n<p><strong>Projekt \u201e1 000 Apfelb\u00e4ume\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Sehr gut habe sich in den zur\u00fcckliegenden und vor allem im letzten Jahr das Projekt \u201e1 000 Apfelb\u00e4ume\u201c entwickelt. Urspr\u00fcnglich war es das Ziel der Rh\u00f6ner Apfelinitiative, jedes Jahr\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 1 000 B\u00e4ume neu anzupflanzen, um auch auf weite Sicht das Liefersystem garantieren zu k\u00f6nnen. 2003 waren es jedoch gerade einmal 77 B\u00e4ume. \u201eDie Leute waren sehr skeptisch, weil wir ja nicht einfach wahllos B\u00e4ume in die Landschaft pflanzen wollen. Diese Aktion ist bekanntlich mit einem gegenseitigen Vertrag verbunden. Der Obstbauer verpflichtet sich, seinen Baum zu pflegen und das Obst an die Kelterei Elm zu liefern. Im Gegenzug bekommt er eine Abnahmegarantie\u201c, erl\u00e4uterte Krenzer. Im Fr\u00fchjahr und Herbst des letzten Jahres konnten immerhin schon 574 Apfelb\u00e4ume unter diesen Gesichtspunkten gepflanzt werden \u2013 die Bedenken der Rh\u00f6ner Apfelbauern scheinen weniger zu werden; vermutlich auch unter dem Gesichtspunkt, dass sich mit Streuobst wirklich Geld verdienen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Um den Landwirt schneller zu Geld kommen zu lassen, gibt es auch die M\u00f6glichkeit von Zwischenpflanzungen auf der Obstwiese, beispielsweise mit Quittenstr\u00e4uchern. \u201eDie wachsen schnell, bringen viel Ertrag, und die Bionade GmbH in Ostheim ist dankbar, wenn sie die Fr\u00fcchte bekommt\u201c, sagte Krenzer. Bionade trete bei der Bereitstellung der Str\u00e4ucher auch als Sponsor auf. Der bei Quitten oft verbreitete Feuerbrand sei in der Rh\u00f6n aufgrund des rauen Klimas nicht dramatisch, erg\u00e4nzte Krenzer.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Jahreshauptversammlung wurde auch der Vorstand neu gew\u00e4hlt, der sich aus J\u00fcrgen Krenzer (Vorsitzender) sowie Adam Zentgraf, Bernhard Kastillan, Christof Gensler und Heinrich He\u00df zusammensetzt. Im \u00dcbrigen, sagte Krenzer, f\u00e4nden in letzter Zeit vor allem j\u00fcngere Rh\u00f6ner Zugang zur Apfelinitiative. Allein w\u00e4hrend der Jahreshauptversammlung habe es vier neue Antr\u00e4ge auf Mitgliedschaft im Verein gegeben. Mit rund 2 800 Mitgliedern ist die Rh\u00f6ner Apfelinitiative nach dem Rh\u00f6nklub der Mitglieder st\u00e4rkste L\u00e4nder \u00fcbergreifende Verein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Noch nie zuvor hat die Rh\u00f6ner Apfelinitiative so viele \u00c4pfel abgeliefert wie im vergangenen Jahr. 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