{"id":24579,"date":"2009-03-29T09:22:33","date_gmt":"2009-03-29T07:22:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=24579"},"modified":"2009-03-29T09:53:11","modified_gmt":"2009-03-29T07:53:11","slug":"verantwortungsvoll-handeln-damit-das-meckern-der-himmelsziege-nicht-verstummt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=24579","title":{"rendered":"&#8230;damit das Meckern der Himmelsziege nicht verstummt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bekassine.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24580\" title=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ J\u00fcrgen Holzhausen\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bekassine-265x176.jpg\" alt=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ J\u00fcrgen Holzhausen\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"176\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bekassine-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bekassine.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Rh\u00f6n.<\/strong> Die Bekassine steht in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten ganz oben. Obwohl ihre Verbreitung auch in der Rh\u00f6n zur\u00fcckgegangen ist, findet der Vogel hier immer noch geeignete Lebensr\u00e4ume vor. Allerdings m\u00fcsse ihr der Mensch durch geeignete Eingriffe in die Landschaft helfen, sagt Torsten Kirchner von der Wildland Stiftung Bayern. Die Bekassine wird auch \u201eHimmelsziege\u201c genannt. Das Meckern des M\u00e4nnchens hat jedoch nichts mit der Stimme zu tun. Vielmehr entsteht es durch Luftstr\u00f6mungen in den Schwanzfedern, wenn es sich bei der Balz pfeilartig in Richtung Boden fallen l\u00e4sst.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Zahl ist weiter gesunken<\/strong><\/p>\n<p>Ab M\u00e4rz kehren die Bekassinen aus ihrem Winterquartier zur\u00fcck. Einige bleiben aber auch ganz in der Rh\u00f6n. Die Zahl der Brutpaare ist in den letzten 15 Jahren immer weiter gesunken, sch\u00e4tzt Torsten Kirchner ein. In der Th\u00fcringer Rh\u00f6n gab es 1994 noch 21 Brutpaare; zehn Jahre sp\u00e4ter wurden gerade einmal f\u00fcnf gez\u00e4hlt. Auf der Langen Rh\u00f6n kommen noch durchschnittlich 2,1 Brutpaare pro 100 Hektar vor. Alleine zehn Prozent aller bayerischen Bekassinen br\u00fcten hier. \u201eDas hat seinen Grund darin, dass das Naturschutzgebiet eine Offenlandschaft ist\u201c, erkl\u00e4rt der Gebietsbetreuer. Es enth\u00e4lt noch viele feuchte Stellen \u2013 die Grundvoraussetzung, damit der empfindliche Vogel mit seinem langen Schnabel die Nahrung aus der matschigen Erde ziehen kann. 1989 wurden im Naturschutzgebiet \u201eLange Rh\u00f6n\u201c fast 70 Brutpaare gez\u00e4hlt. 2008 waren es knapp \u00fcber 40, nennt Kirchner Vergleichszahlen. Im konkreten Bereich der Elsquelle, wo 1985 an einer Stelle noch f\u00fcnf Reviere existierten, ist es heute gerade noch eines.<\/p>\n<p>\u201eIm Vergleich zu den 60er-Jahren mussten wir in den 90er-Jahren feststellen, dass die Landschaft immer mehr mit Birken und Weiden zugewachsen ist. Teilweise sind einige Nassfl\u00e4chen sogar komplett bewachsen. Die Feuchtigkeit ist die gleiche geblieben, aber jetzt sitzen dort die Wildscheine drin und nicht die Bekassinen\u201c, erkl\u00e4rt Kirchner. Deshalb d\u00fcrfe man die Fl\u00e4chen nicht sich selbst \u00fcberlassen, sondern solle vielmehr gezielt Landschaftspflege betreiben. \u201eDie Lebensr\u00e4ume m\u00fcssen entbuscht, gemulcht und gem\u00e4ht werden. Auch Wasser f\u00fchrende Fahrspuren werden von Bekassinen gut angenommen. Deshalb muss man auch dort das Wasser in der Landschaft halten\u201c, r\u00e4t der Ornithologe. Der Schutz der Bekassine komme auch anderen Arten und nicht zuletzt dem Landschaftsbild und damit dem Tourismus zugute.<\/p>\n<p><strong>Situation durch Klimawandel g\u00fcnstiger<\/strong><\/p>\n<p>J\u00fcrgen Holzhausen, Mitarbeiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n, ist der Bekassine auf der Langen Rh\u00f6n ebenfalls schon seit Jahrzehnten auf der Spur. \u201eDer ehemalige Grenzstreifen zwischen Hessen, Bayern und Th\u00fcringen ist in den letzten 20 Jahren immer weiter zugewachsen. Das ist ein Grund, dass wir in diesen Bereichen fast bei Null angekommen sind\u201c, sagt er. Allerdings werde aufgrund des Klimawandels die Situation zum \u00dcberwintern der Bekassine in der Rh\u00f6n g\u00fcnstiger, erg\u00e4nzt Holzhausen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Die Bekassine steht in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten ganz oben. 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