{"id":2367,"date":"2007-03-30T06:30:42","date_gmt":"2007-03-30T04:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=2367"},"modified":"2007-03-30T17:13:50","modified_gmt":"2007-03-30T15:13:50","slug":"aerzte-des-gno-am-runden-tisch-mit-ministerin-lautenschlaeger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=2367","title":{"rendered":"\u00c4rzte des GNO am runden Tisch mit Ministerin Lautenschl\u00e4ger"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Das Gesundheitsnetz Osthessen (GNO), ein Zusammenschluss von 162 niedergelassenen \u00c4rzten der Region, war die Antwort auf das Gesundheits-modernisierungsgesetz (GMG), das am 1. Januar 2004 in Kraft trat. Inzwischen ist die n\u00e4chste Gesundheitsreform beschlossene Sache und\u00c2\u00a0 eine Interessenvertretung der Mediziner wichtiger denn je. Denn mit jeder Reform werden neue, zum Teile existenzielle Fragen nicht nur f\u00fcr Patienten, sondern auch f\u00fcr \u00c4rzte aufgeworfen. Antworten bekamen Vertreter des GNO k\u00fcrzlich bei einem Treffen mit der Hessischen Sozialministerin Silke Lautenschl\u00e4ger (CDU) in Fulda.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"lightbox[roadtrip]\"href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_foerster_1.jpg\" title=\"070330_foerster_1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_foerster_1.thumbnail.jpg\" alt=\"070330_foerster_1.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_foerster_3.jpg\" title=\"070330_foerster_3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_foerster_3.thumbnail.jpg\" alt=\"070330_foerster_3.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a target=\"_blank\" rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_A7_06.jpg\" title=\"070330_A7_06.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"128\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070330_A7_06.thumbnail.jpg\" alt=\"070330_A7_06.jpg\" height=\"84\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more-->Die Wahlkreisabgeordnete Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU) hatte auf Anfrage der \u00c4rzte den Meinungsaustausch \u00fcber gesundheitspolitische Fragen organisiert. Am runden Tisch sa\u00dfen neben der Ministerin und der Landtagsabgeordneten\u00c2\u00a0vier \u00c4rzte und die kaufm\u00e4nnische Gesch\u00e4ftf\u00fchrerin des GNO. Diskutiert wurden Details der j\u00fcngsten Gesundheitsreform, die k\u00fcnftige Unterst\u00fctzung der Palliativmedizin durch das Land Hessen, die Altersversorgung f\u00fcr \u00c4rzte und die Positionierung niedergelassener \u00c4rzte in Zeiten von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ\u00e2\u20ac\u2122s).\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Letztere bereiten den Niedergelassenen immense Sorgen. Denn seit dem GMG d\u00fcrfen Krankenh\u00e4user MVZ\u00e2\u20ac\u2122s f\u00fcr die ambulante Patientenversorgung betreiben. In der Regel sind die dort praktizierenden \u00c4rzte Angestellte des Hauses und beziehen ein monatliches Gehalt. Niedergelassene \u00c4rzte hingegen sind Freiberufler, rechnen zum Quartalsende mit der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung (KV) ab und bekommen ein Honorar, dessen H\u00f6he erst ca. sieben Monate nach erbrachter Leistung feststeht.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr manche Kollegen scheint ein fixes Gehalt in unsicheren Zeiten attraktiver zu sein, als in der eigenen Praxis t\u00e4glich um Existenz und Unabh\u00e4ngigkeit zu k\u00e4mpfen\u201c, sagt Dr. Dieter F\u00f6rster, Facharzt f\u00fcr Allgemeinmedizin und Vorstand im GNO. Fakt sei allerdings auch, dass es f\u00fcr selbstst\u00e4ndige \u00c4rzte immer schwieriger werde,\u00c2\u00a0 auf dem Gesundheits-Markt konkurrenzf\u00e4hig zu bleiben. Nicht zuletzt weil klinikgebundene MVZ\u00c2\u00b4s\u00c2\u00a0 teilweise \u00fcberh\u00f6hte Preise f\u00fcr Arztsitze bezahlen w\u00fcrden. Die im Netzwerk organisierten \u00c4rzte machen sich deshalb gemeinsam f\u00fcr den Erhalt der Freiberuflichkeit stark.<\/p>\n<p>Intensiv diskutiert wurde bei dem Treffen mit der Ministerin auch das Thema \u201eAltersversorgung f\u00fcr \u00c4rzte\u201c. In Hessen gibt es ein spezifisches, umlagebasiertes Versorgungssystem f\u00fcr Vertrags\u00e4rzte. Verwaltet wird diese Versorgungsform von der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung. F\u00f6rster erkl\u00e4rt: \u201eJeder Vertragsarzt zahlt pro Quartal einen bestimmten Anteil seines erwirtschafteten Honorars ein und bekommt im Alter maximal 18 Prozent des durchschnittlichen Honorars im Anspruchsjahr.\u201c Leider geht die Rechnung aufgrund verschiedener Faktoren nicht mehr auf.<\/p>\n<p>\u201eDas Verh\u00e4ltnis zwischen einzahlenden Kollegen und denen, die Rente beziehen, hat sich zu unseren Ungunsten verschoben. Au\u00dferdem sind die Honorare insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufig und das Gesamthonorar budgetiert\u201c, erg\u00e4nzt der Allgemeinmediziner. Berechnungen aus dem Jahr 2004 h\u00e4tten einen R\u00fcckgang der Bez\u00fcge um 8,5 Prozent innerhalb von vier Jahren ergeben. Mit einem weiteren dramatischen Absinken sei zu rechnen.<\/p>\n<p>Was man tun kann? \u201eAus dem Gespr\u00e4ch mit Frau Lautenschl\u00e4ger wissen wir, dass der Vorstand der KV Hessen eine Satzungs\u00e4nderung herbeif\u00fchren muss\u201c, so F\u00f6rster. Daf\u00fcr wollen\u00c2\u00a0 sich die \u00c4rzte des GNO nun einsetzen. (Dorit Heydenreich)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das Gesundheitsnetz Osthessen (GNO), ein Zusammenschluss von 162 niedergelassenen \u00c4rzten der Region, war die Antwort auf das Gesundheits-modernisierungsgesetz (GMG), das am 1. Januar 2004 in Kraft trat. 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