{"id":2231,"date":"2007-03-20T23:11:31","date_gmt":"2007-03-20T22:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=2231"},"modified":"2007-03-21T15:59:55","modified_gmt":"2007-03-21T14:59:55","slug":"doppelt-freude-schenken-mit-fairen-blumen-vortrag-im-umweltzentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=2231","title":{"rendered":"&#8220;Doppelt Freude schenken mit fairen Blumen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Wussten Sie, dass Schnittblumen, die in deutschen L\u00e4den angeboten werden, oft eine lange Reise hinter sich haben?\u00c2\u00a0Rund 30 Prozent der Blumen kommen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Unter welchen Verh\u00e4ltnisse Schnittblumen in Entwicklungsl\u00e4ndern angebaut werden, berichtete Gertrud Falk, Referentin der\u00c2\u00a0 Blumenkampagne bei der Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk) gestern Abend im Umweltzentrum Fulda. Ungesicherte Arbeitsverh\u00e4ltnisse, mangelnder Schutz vor Pestiziden und L\u00f6hne, die nicht einmal die Versorgung der Grundbed\u00fcrfnisse gew\u00e4hrleisten, sind nur einige der Probleme, denen die ArbeiterInnen in der Schnittblumenindustrie gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p><strong>Fotos <\/strong>(3): Stefan Sorek<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070320-fian3.jpg\" title=\"070320-fian3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070320-fian3.thumbnail.jpg\" alt=\"070320-fian3.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070320-fian2.jpg\" title=\"070320-fian2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070320-fian2.thumbnail.jpg\" alt=\"070320-fian2.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/70320-fian1.jpg\" title=\"70320-fian1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/70320-fian1.thumbnail.jpg\" alt=\"70320-fian1.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p><!--more-->Zu dem Vortrag hatten der Weltladen Fulda und die Lokale Agenda Gruppe \u201eFaires Fulda\u201c neben den interessierten Verbrauchern auch die Blumenh\u00e4ndler aus der Region eingeladen. Allerdings war nur eine selbstst\u00e4ndige Floristin der Einladung gefolgt. \u201eIch w\u00fcrde gern alle meine Blumen im Laden \u00fcber das FlowerLabelProgram (FLP) beziehen\u201c, erkl\u00e4rte die Floristin. Das sei aber leider nicht m\u00f6glich, denn bisher beschr\u00e4nke sich dieses Programm \u00fcberwiegend auf Rosen \u201eUnd ich kann ja nicht das ganze Jahr nur Rosen verkaufen\u00e2\u20ac\u00a6\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Einzelh\u00e4ndler sei es derzeit schwierig die zertifizierten Blumen zu erhalten. Viele Floristen scheuten sich auch diese Ware mit anzubieten, um das herk\u00f6mmliche Angebot zu sch\u00fctzen. Eine Kennzeichnungspflicht bestehe aber nicht, sagte Gertrud Falk, und die zertifizierten Blumen werden\u00c2\u00a0 oft zu normalen Marktpreisen angeboten. &#8220;Die fairgehandelten Blumen sind keineswegs als \u201e\u00d6ko-Blumen\u201c zu verstehen,\u00c2\u00a0sondern sie stehen f\u00fcr menschenw\u00fcrdigere Anbaubedingungen zum Schutz der besch\u00e4ftigten Arbeiter und Arbeiterinnen.&#8221;<\/p>\n<p>Seit 1999 wird das G\u00fctesiegel des \u201eFlower Label Program\u201c (FLP) an Blumenfarmen vergeben, die strenge Richtlinien einhalten und ihre Blumen \u201efair\u201c produzieren. Bisher wurde laut Falk weltweit an 60 Farmen dieses G\u00fctesiegel verliehen. Das bedeute f\u00fcr 15.000 ArbeiterInnen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. \u201eDer Marktanteil der fair-produzierten Blumen in Deutschland betr\u00e4gt inzwischen 3 bis 5 Prozent\u201c, erkl\u00e4rte die Referentin. F\u00fcr heimische Blumenh\u00e4ndler k\u00f6nne besonders die geringere Pestizidbelastung dieser Blumen interessant sein. Das bedeute n\u00e4mlich auch ein geringeres gesundheitliches Risiko f\u00fcr H\u00e4ndler und Verbraucher hier in Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Agenda-Gruppe \u201eFaires Fulda\u201c will Blumen aus Fairem Handel auch in der Stadt Fulda<\/strong><\/p>\n<p>\u201eFaire Blumen auch in Fulda!\u201c lautet der Appell von Silvia Gro\u00df vom Weltladen Fulda stellvertretend f\u00fcr die lokale Agenda-Gruppe \u201eFaires Fulda\u201c. \u201eWir wollen die Bev\u00f6lkerung auffordern, dass auch Blumen zum Osterfest, zum Muttertag oder bei Jubil\u00e4en und Geburtstagen aus dem fairen Handel kommen k\u00f6nnen\u201c, so Gro\u00df weiter.<\/p>\n<p>Mit der verst\u00e4rkten Nachfrage besonders in Superm\u00e4rkten, die Blumen anbieten oder bei Blumenh\u00e4ndlern und Blumenl\u00e4den nach fair gehandelten Blumen, k\u00f6nne dies schon bald zur Normalit\u00e4t in unserem hiesigen Blumenhandel f\u00fchren.<\/p>\n<p>Gertrud Falk appellierte abschlie\u00dfend: \u201cKaufen Sie zertifizierte oder regionale Ware! Dann wissen Sie wo die Blumen herkommen und dass sie damit doppelt Freude schenken und das auch gegen\u00fcber den ArbeiterInnen in den Entwicklungsl\u00e4ndern.\u201c Informationen im Internet: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.fairflowers.de\">www.fairflowers.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Wussten Sie, dass Schnittblumen, die in deutschen L\u00e4den angeboten werden, oft eine lange Reise hinter sich haben?\u00c2\u00a0Rund 30 Prozent der Blumen kommen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. 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