{"id":21865,"date":"2009-02-23T07:25:57","date_gmt":"2009-02-23T06:25:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=21865"},"modified":"2009-02-23T08:18:36","modified_gmt":"2009-02-23T07:18:36","slug":"prinz-beugt-des-pfarrers-knie-kuenzeller-kirche-voller-karnevalisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=21865","title":{"rendered":"Prinz beugt des Pfarrers Knie &#8211;  K\u00fcnzeller Kirche voller Karnevalisten"},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcnzell. F\u00fcr ungewohnte Kl\u00e4nge und eine volle Sonntagskirche sorgte das Prinzenpaar Sandra II und Simon LV samt Gefolge in der St. Antonius<br \/>\nPfarrei in K\u00fcnzell. Am Fastnachtssonntag wird das Hochamt traditionell vom Geselligkeitsverein GVK mitgestaltet. Dank der frommen Narren waren die B\u00e4nke bestens besetzt. Pfarrer Rudolf Liebig erwies sich dabei ebenfalls als gro\u00dfer Karnevalist, machte die Kanzel zur B\u00fctt und<br \/>\npredigte in Reimform. Eines der vielen Zeichen der Verbundenheit von Karneval und Kirche in K\u00fcnzell: Zahlreiche Gardisten und Musiker der GVK<br \/>\nMusiktruppe sind Messdiener, ebenso das Kinderprinzenpaar. Vor diesen Tollit\u00e4ten ging Pfarrer Rudolf Liebig gar in die Knie. Allerdings nicht,<br \/>\num zu huldigen, sondern um einen Orden entgegen zu nehmen. <!--more--><br \/>\nDas Kinderprinzenpaar Melina und Nico zeichnete den Pfarrer mit einer Anstecknadel aus \u2013 und bedankte sich bei den GVK-Musikern und dem<br \/>\nOrganisten J\u00fcrgen Mackenrodt f\u00fcr die Gottesdienstgestaltung. Eines aber blieb auch am Fastnachtssonntag in K\u00fcnzell wie gewohnt: Am Ende hie\u00df es<br \/>\n\u201eAmen\u201c und nicht \u201eHelau\u201c.<\/p>\n<p><strong>Zum Nachlesen: Die B\u00fcttenpredigt von Pfarrer Rudolf Liebig:<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, es ist wieder soweit<br \/>\nRingsherum ist Fastnachtszeit:<br \/>\nTagaus, tagein h\u00f6rt man von Klagen<br \/>\nUnd qu\u00e4lt sich mit des Lebens Plagen.<br \/>\nDa ist es gut, vom Herrn zu h\u00f6ren,<br \/>\ndass nicht die Last soll uns bet\u00f6ren<br \/>\num all die Dinge, die im Leben<br \/>\nuns sorgen und geh\u00e2\u20ac\u2122n auch daneben.<br \/>\nEr h\u00e4lt uns fest in seiner Hand,<br \/>\nwie\u00e2\u20ac\u2122s V\u00e4ter tun \u2013 das ist bekannt.<br \/>\nWenn wir uns daran oft erinnern,<br \/>\ndann kann es uns doch wohl gelingen,<br \/>\nauch mal ein L\u00e4cheln zu riskieren<br \/>\nund Freud\u00e2\u20ac\u2122 zu finden \u2013schon hernieden!<\/p>\n<p>An Fastnacht, so ist es Brauch,<br \/>\nsagt man mit einem L\u00e4cheln auch,<br \/>\nwas alles so im Lebenslauf<br \/>\nnicht korrekt und auch worauf<br \/>\nman andere doch mal will bringen,<br \/>\nja, mit Humor sie etwas zwingen.<\/p>\n<p>Ich denk\u00e2\u20ac\u2122 an das, was heut und morgen<br \/>\nBei manchen so vertrieb die Sorgen<br \/>\nUnd was sie \u2013 irrig \u2013 nennen Spa\u00df;<br \/>\nSie meinen, Alkohol ohne Ma\u00df,<br \/>\nh\u00e4tt\u00e2\u20ac\u2122 mit der Freude was zu tun<br \/>\nund sei \u2013 wer glaubt das wirklich nun? \u2013<br \/>\nein Mittel, womit jedem klar,<br \/>\ndass man ein Kind der Freude war.<\/p>\n<p>Doch das, ihr Lieben, stimmt doch nicht!<br \/>\nBlickt man doch nur in ihr Gesicht,<br \/>\ndas von Alkohol verzerrt,<br \/>\nh\u00f6rt ihre Stimme, die nur pl\u00e4rrt,<br \/>\nwas man sollt besser \u00fcberh\u00f6ren,<br \/>\nwof\u00fcr sie selbst sich morgen sch\u00e4men \u2013<br \/>\ndann sag\u00e2\u20ac\u2122 ich: Nein, ich danke sch\u00f6n!<br \/>\nIch will ganz gerne widersteh\u00e2\u20ac\u2122n<br \/>\nDer Sorte traurigen Humor!<\/p>\n<p>Das stell ich mir ganz anders vor,<br \/>\nwenn Menschen aus des Herzens Freude<br \/>\nan allen Tage \u2013 drum auch heute \u2013<br \/>\nnicht brauchen Unmengen von Nass,<br \/>\num aller Welt zu zeigen, dass<br \/>\nes sich f\u00fcrwahr f\u00fcr jeden lohnt<br \/>\nzu leben, und trotz aller Not,<br \/>\nVertrauen in das Morgen haben.<br \/>\nAn dem Humor kann ich mich laben!<\/p>\n<p>Ich denk\u00e2\u20ac\u2122, ihr werdet\u00e2\u20ac\u2122s mir verzeih\u00e2\u20ac\u2122n,<br \/>\nwenn ich die Christen aus unsern Reih\u00e2\u20ac\u2122n,<br \/>\nauch einmal ganz besonders mahne,<br \/>\n&#8211; besonders die Junge &#8211;<br \/>\nganz allgemein bei frohen Tagen,<br \/>\nwenn sie bis fr\u00fch am Morgen toben,<br \/>\nam Sonntag trotzdem Gott zu loben.<br \/>\nDenn das \u2013 gebt\u00e2\u20ac\u2122s zu \u2013 sind keine Sachen,<br \/>\nwenn Zeit man hat f\u00fcr Feier, Lachen,<br \/>\ndoch dann, beim Gottesdienst verhindert,<br \/>\nden Tag des Herrn mit Kater schindet!<\/p>\n<p>Ich denk\u00e2\u20ac\u2122 auch an so manche Christen,<br \/>\ndie prinzipiell, als ob sie\u00e2\u20ac\u2122s m\u00fcssten,<br \/>\nzu jeder Messe sind zu sp\u00e4t.<br \/>\nWer unter uns wohl jemals r\u00e4t,<br \/>\nwarum die Uhren mancher Leute<br \/>\nzu sp\u00e4t geh\u00e2\u20ac\u2122n, nicht per Zufall heute,<br \/>\njedoch bestimmt an allen Tagen,<br \/>\nwo Gott sie l\u00e4dt zum heil\u00e2\u20ac\u2122gen Mahle?<br \/>\nVerpassen sie doch den Beginn,<br \/>\nerfahren nie, worin der Sinn<br \/>\ngerade dieser Feier liegt.<\/p>\n<p>Dazu kommt auch noch, dass es st\u00f6rt,<br \/>\nwenn immer noch die T\u00fcren knalle,<br \/>\nwenn l\u00e4ngst die Feier angefangen!<br \/>\nZum Mittagessen \u2013 wetten, dass? \u2013<br \/>\nSich keiner verdirbt den Spa\u00df,<br \/>\nnicht prinzipiell sein Schritt erst hallt,<br \/>\nwenn die Suppe l\u00e4ngst schon kalt!<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich dacht\u00e2\u20ac\u2122 ich mir, beim Euro<br \/>\nM\u00fcsst es doch anders sein, das Geld sei nicht mehr klein.<br \/>\nAber was seh\u00e2\u20ac\u2122 ich die Roten doch noch im Klingelbeutel liegen.<br \/>\nWas kann man selbst beim Euro noch daf\u00fcr kriegen?!<br \/>\nKein\u00e2\u20ac\u2122 Liter Heiz\u00f6l, keine Kerze!<br \/>\nVielleicht geschieht es auch zum Scherze,<br \/>\nweil man sich selbst pfiffig glaubt<br \/>\nund denkt: Ich bin \u00e2\u20ac\u2122ne schlaue Haut<br \/>\nund muss ja absolut nicht wisssen,<br \/>\ndass andere durch Spenden b\u00fc\u00dfen,<br \/>\nwas ich zu wenig sonntags geb.<\/p>\n<p>Denn Inflation und Euro-Teuro, blieb auch nicht steh\u00e2\u20ac\u2122n<br \/>\nVor unser aller Kirchenpforte.<br \/>\nDie Inflation ist von der Sorte,<br \/>\ndass hier wie drau\u00dfen ist ebenso wie an der Mark am Euro<br \/>\nauch nicht mehr viel dran!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>K\u00fcnzell. 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