{"id":2157,"date":"2007-03-16T19:43:27","date_gmt":"2007-03-16T18:43:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=2157"},"modified":"2007-03-16T23:50:12","modified_gmt":"2007-03-16T22:50:12","slug":"landkreis-fulda-auf-gutem-weg-bei-ausbau-der-kinderbetreuung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=2157","title":{"rendered":"Landkreis Fulda auf gutem Weg bei Ausbau der Kinderbetreuung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> Der Landkreis Fulda ist mit seinen St\u00e4dten und Gemeinden nach Aussage des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld auf gutem Weg, ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungspl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder im Alter bis zu sechs Jahren zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070317_wingenfeld.jpg\" title=\"070317_wingenfeld.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/03\/070317_wingenfeld.thumbnail.jpg\" alt=\"070317_wingenfeld.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more-->Dies werde sowohl durch den Ausbau der Kindertagespflege f\u00fcr Ein- bis Zweij\u00e4hrige als auch durch die \u00d6ffnung der Kinderg\u00e4rten f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrige erreicht. W\u00e4hrend es auch f\u00fcr Zehn- bis Zw\u00f6lfj\u00e4hrige ein zunehmendes Betreuungsangebot in ganzt\u00e4gig arbeitenden Schulen gebe, m\u00fcssten im Grundschulbereich allerdings noch st\u00e4rkere Anstrengungen unternommen werden, um das Angebot zu erweitern.<\/p>\n<p><strong>Betreuungssituation im Landkreis Fulda<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Jugenddezernent des Landkreises erl\u00e4uterte, bestehe die gesetzliche Verpflichtung, bis zum 1. Oktober 2010 die Zahl der Betreuungspl\u00e4tze auszubauen, um ein bedarfsgerechtes Angebot an Pl\u00e4tzen in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege f\u00fcr Kinder im Alter von unter drei Jahren und im schulpflichtigen Alter vorzuhalten. Mit dem Ausf\u00fchrungsgesetz zum Kinder- und Jugendhilfegesetz habe allerdings das Land Hessen mit Wirkung zum 1. Januar 2007 den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auf die Kommunen \u00fcbertragen. Der Landkreis Fulda m\u00fcsse als Jugendhilfetr\u00e4ger eine j\u00e4hrliche Meldung \u00fcber die aktuelle Ausbaustufe des Betreuungsangebots im Kreisgebiet abgeben.<\/p>\n<p>\u201eVon Einzelf\u00e4llen abgesehen, kann im Landkreis Fulda mit Hilfe eines gut ausgebauten Systems an Tagespflegepersonen, das durch Kinderg\u00e4rten mit Pl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder ab zwei Jahren oder sogar darunter erg\u00e4nzt wird, der Bedarf an Betreuungsangeboten bedient werden\u201c, kommentiert der Erste Kreisbeigeordnete die aktuellen Zahlen. Die Ausnahmen betr\u00e4fen insbesondere ung\u00fcnstige Tageszeiten. \u201eWer schon in den fr\u00fchen Morgenstunden an die Arbeit muss, hat es derzeit noch schwer, eine Tagespflegeperson in der n\u00e4heren Umgebung zu finden\u201c, erl\u00e4utert Wingenfeld beispielhaft.\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0<\/p>\n<p><strong>In 33 Einrichtungen Betreuungsangebot f\u00fcr Kinder unter 3 Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Laut Angaben des Jugenddezernenten haben von 89 Kindertagesst\u00e4tten im Landkreis Fulda 33 Einrichtungen ein Betreuungsangebot f\u00fcr Kinder unter drei Jahren beziehungsweise f\u00fcr Schulkinder. Insgesamt gebe es 261 Pl\u00e4tze, von denen 244 besetzt seien. 76 Kindertagespflegepersonen betreuten zur Zeit 160 Kinder. Weitere 25 Bewerber w\u00fcrden derzeit als Tagespflegepersonen qualifiziert. \u201eWir haben f\u00fcr 2007 die Mittel zur F\u00f6rderung von Kindern in Tagespflege auf 300.000 Euro aufgestockt\u201c, berichtet Wingenfeld<\/p>\n<p><strong>Wachsende Bedeutung der Tagespflege<\/strong><\/p>\n<p>Insbesondere die Kindertagespflege gewinne bei dem Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu f\u00f6rdern, zunehmend an Bedeutung. Die Tagespflege eigne sich wegen ihres famili\u00e4ren Charakters vor allem f\u00fcr Kleinkinder. Der Landkreis Fulda trage der Aufwertung des Berufsbilds durch ein umfangreiches Qualifizierungs- und Fortbildungsangebot Rechnung. Die Grundqualifikation bestehe aus 58 Unterrichtseinheiten und einem Erste-Hilfe-Kurs, die Aufbauqualifikation aus j\u00e4hrlich mindestens 20 Unterrichtseinheiten. \u201eF\u00fcr die Beratung und Fortbildung steht in 2007 mit\u00c2\u00a015.000 Euro ein deutlich h\u00f6herer Betrag als 2006 zur Verf\u00fcgung\u201c, erl\u00e4utert Wingenfeld die Anstrengungen des Landkreises.<\/p>\n<p>Die noch vom Kreisausschuss zu beschlie\u00dfende zweite Ausbaustufe von 30 Pl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder unter einem Jahr, 60 Pl\u00e4tze f\u00fcr Kinder im Alter von einem bis zwei Jahren sowie 120 Pl\u00e4tzen f\u00fcr Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren k\u00f6nne erreicht werden, betont Dr. Wingenfeld. Schwieriger gestalte sich die Situation bei den Sechs- bis Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen. Hier seien 500 Pl\u00e4tze vorgesehen, die durch Ganztagsbetreuungsangebote an Schulen auch erreicht w\u00fcrden, von denen jedoch vornehmlich die Zehn- bis Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen profitierten.<\/p>\n<p>Aufgrund der aktuellen Zahlen lautet das Fazit des Ersten Kreisbeigeordneten: \u201eIm Landkreis Fulda kommen wir beim Ausbau des Betreuungsangebots gut voran. Bei der Tagespflege liegen wir hessenweit sogar an der Spitze.\u201c F\u00fcr den Landkreis Fulda komme es zusammen mit den St\u00e4dten und Gemeinden darauf an, sich weiterhin um einen bedarfsgerechten Ausbau entsprechender Angebote bem\u00fchen, um junge Familien in der Region zu halten und ihnen die Entscheidung f\u00fcr Kinder zu erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Schwierigkeit der Bedarfsermittlung<\/strong><\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkend weist Dr. Wingenfeld darauf hin, dass der Kreisverwaltung nur der konkret gemeldete Bedarf bekannt sei. \u201eSowohl auf Bundesebene als auch vor Ort ist es letztlich kaum m\u00f6glich, den tats\u00e4chlich bestehenden Bedarf exakt zu beziffern.\u201c Deshalb sei die in Berlin diskutierte Forderung, 500.000 zus\u00e4tzliche Betreuungspl\u00e4tze zu schaffen, fragw\u00fcrdig. \u201eEs kann nicht sein, dass die Bundespolitik ohne detaillierte Erhebungen in planwirtschaftlicher Manier willk\u00fcrlich gegriffene Zielgr\u00f6\u00dfen wie beispielsweise die Zahl von 750.000 Betreuungspl\u00e4tzen vorgibt\u201c, so Wingenfeld. Der Bedarf an Betreuungsangeboten sei auf regionaler und \u00f6rtlicher Ebene sehr unterschiedlich. \u201eWir k\u00f6nnen froh sein, dass es bei uns\u00c2\u00a0 noch vergleichsweise gut funktionierende Familienstrukturen gibt, in denen sich viele junge Eltern daf\u00fcr entscheiden, selbst f\u00fcr die Kinderbetreuung zu sorgen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEltern, die zugunsten der Kinderbetreuung ganz oder zeitweise auf berufliche Karriere und zus\u00e4tzliches Einkommen verzichten, erbringen eine wichtige Leistung f\u00fcr die Allgemeinheit\u201c, unterstreicht Dr. Wingenfeld. Dieser Aspekt komme in der aktuellen Diskussion zu kurz. Gleichwohl gebe es gute und nachvollziehbare Gr\u00fcnde, warum jemand arbeiten gehen wolle oder m\u00fcsse. \u201eDie Politik muss unterschiedlichen Lebensentw\u00fcrfen Rechnung tragen. Sie hat die Aufgabe, die Voraussetzungen f\u00fcr eine tats\u00e4chliche Wahlfreiheit weiter zu verbessern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kosten f\u00fcr mehr Betreuungspl\u00e4tze nicht auf Familien abw\u00e4lzen!<\/strong><\/p>\n<p>Hinsichtlich der von der Bundesregierung geplanten Ausweitung von Betreuungskapazit\u00e4ten fordert Dr. Wingenfeld ein klares Finanzierungskonzept. Die Landkreise, St\u00e4dte und Gemeinden h\u00e4tten nur einen sehr begrenzten Handlungsspielraum. Entweder m\u00fcssten Bund und Land den Kommunen deutlich mehr Mittel f\u00fcr die Schaffung von Kinderbetreuungspl\u00e4tzen zur Verf\u00fcgung stellen oder die Familien m\u00fcssten finanziell st\u00e4rker unterst\u00fctzt werden, um damit selbst Betreuungskosten bezahlen zu k\u00f6nnen. \u201eEs kann aber nicht sein, dass die bisherigen Familienleistungen reduziert werden, um neue Betreuungspl\u00e4tze zu schaffen.\u201c Nicht die Familien, sondern die\u00c2\u00a0 Gesellschaft als Ganzes m\u00fcsse zur Finanzierung der Kinderbetreuung herangezogen werden, fordert Dr. Wingenfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. 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