{"id":21323,"date":"2009-02-16T07:30:31","date_gmt":"2009-02-16T06:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=21323"},"modified":"2009-02-15T09:30:30","modified_gmt":"2009-02-15T08:30:30","slug":"gastronomieprojekt-der-arge-rhoen-qualitaet-der-produkte-durchweg-sehr-gut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=21323","title":{"rendered":"Gastronomieprojekt der ARGE Rh\u00f6n: \u201eQualit\u00e4t der Produkte durchweg sehr gut\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meiningen.<\/strong> Zum vierten und letzten Mal trafen sich jetzt im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n Produzenten, Direktvermarkter und Gastronomen, um \u00fcber M\u00f6glichkeiten zu sprechen, deutlich mehr regionale Produkte in der lokalen Gastronomie anzubieten. Genau wie zu den Treffen in Dermbach, Birx und Bad Salzungen waren erneut mehr Teilnehmer als erwartet gekommen. Um sich von der Qualit\u00e4t der Produkte zu \u00fcberzeugen, hatte das Team des Meininger Restaurants \u201eSchloss-Stuben\u201c ein Buffett angerichtet. Unter anderem hatte K\u00fcchenchef Norbert Ungerecht Ziege, Bio-Lamm, Ente, Kartoffeln, Nudeln und Gem\u00fcse, Brot, K\u00e4se sowie einheimische S\u00e4fte und Biere bei verschiedenen Produzenten aus der Region eingekauft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/090213-meiningen-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-21324\" title=\"ARGE Rh\u00f6n \/ C. Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/090213-meiningen-1-265x187.jpg\" alt=\"ARGE Rh\u00f6n \/ C. 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Letztlich gehe es beim Gastronomieprojekt f\u00fcr die Th\u00fcringer Rh\u00f6n, das unter dem Titel \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c steht, um Wirtschaftsf\u00f6rderung und um die Organisation von Wirtschaftskreisl\u00e4ufen in der Region.<\/p>\n<p>\u201eWir haben bei den letzten drei Treffen in Dermbach, Birx und Bad Salzungen gemerkt, dass es daran ein sehr gro\u00dfes Interesse gibt. Seitdem wir das Projekt gestartet haben, ist ein Trend hin zu Produkten sp\u00fcrbar, die nachweislich in der Region hergestellt wurden\u201c, sch\u00e4tzte Kl\u00fcber ein. Letztlich, hob er hervor, diene das Gastronomieprojekt der ARGE Rh\u00f6n dazu, regionale Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten und sogar neu zu schaffen und damit der Jugend eine Perspektive zu geben. Das betreffe beide Seiten \u2013 Produzenten wie Gastronomen \u2013 gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eWertsch\u00f6pfung in der Gastronomie ist uns sehr wichtig, denn sie erm\u00f6glicht es den Produzenten vor Ort, ihre Kapazit\u00e4ten zu halten oder zu erweitern. Diese Wertsch\u00f6pfung ist auch ohne viel Aufwand organisierbar, wenn es ein vertrauensvolles Miteinander gibt\u201c, meinte Kl\u00fcber. Gleichzeitig richtete er an alle Gastronomen, Produzenten und Direktvermarkter der Region die Bitte, auch nach den vier durchgef\u00fchrten Treffen in Kontakt zu bleiben und eventuell Stammtische zu organisieren, an denen man sich regelm\u00e4\u00dfig austauscht.<\/p>\n<p>Martina Kl\u00fcber, Projektmitarbeiterin und Touristikerin aus Schleid, rief die Anwesenden zu gelebter Gemeinsamkeit auf. \u201eWir m\u00fcssen zusammen halten und gemeinsam nach au\u00dfen hin auftreten, damit man uns als kleine Rh\u00f6n \u00fcberhaupt wahrnimmt. Wir stehen im Wettbewerb mit den anderen deutschen Regionen\u201c, sagte sie. Die Schaffung eines unverwechselbaren und profilierten Angebotes in der Gastronomie trage wesentlich zur Glaubw\u00fcrdigkeit der Region bei, erg\u00e4nzte die Touristikerin.<\/p>\n<p><strong>Begeisterte Besucher<\/strong><\/p>\n<p>Projektmitarbeiterin Brigitte Vorndran, die urspr\u00fcnglich aus Dorndorf stammt und heute gemeinsam mit ihrem Mann im bayerischen Bischofsheim ein Gasthaus betreibt, berichtete von ihren Erfahrungen, was es hei\u00dft, konsequent auf regionale Produkte umzustellen. \u201eSie werden ein etwas reduziertes Angebot haben \u2013 aber dieses ist authentisch und frisch. Nicht alles kann und muss zu jeder Zeit verf\u00fcgbar sein. Wenn Sie das Ihrem Gast immer wieder erkl\u00e4ren, wird er die Vorz\u00fcge der regionalen und saisonalen K\u00fcche zu sch\u00e4tzen wissen.\u201c<\/p>\n<p>Die \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c sei auch ein Baustein f\u00fcr den Tourismus, denn vor Ort gebe es eine Menge zu sehen. \u201eMit gezielten Angeboten k\u00f6nnen die Besucher zu denjenigen Betrieben gelenkt werden, die sich wirklich f\u00fcr die Region stark machen\u201c, meinte Brigitte Vorndran. Die G\u00e4ste ihres Hauses seien immer begeistert, wenn sie den Landwirt oder den Direktvermarkter besuchen, dessen Produkte sie zum Fr\u00fchst\u00fcck oder Abendbrot verzehrt haben.<\/p>\n<p>Damit sich die anwesenden Gastronomen von der Qualit\u00e4t der einheimischen Produkte \u00fcberzeugen konnten, war auch das 4. Treffen im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes mit einer Verkostung verbunden. Ziegenfleisch hatte K\u00fcchenchef Norbert Ungerecht von Sch\u00e4fer Bodo Fischer aus Ro\u00dfdorf eingekauft. Das Biolamm stammte von den Landschaftspflege-Agrarh\u00f6fen Kaltensundheim; Karpfen und R\u00e4ucherfisch von der Fischzucht Unterma\u00dffeld. Ente, Kartoffeln und Nudeln hatte die Agrargenossenschaft \u201eRh\u00f6nland\u201c in Dermbach geliefert, und der K\u00e4se kam aus Belrieth. Wirsing, Steckr\u00fcben, Rote Beete, Sellerie, Lammsalami und Brot wurden vom \u00d6komarkt Vachdorf angeliefert. Regionale S\u00e4fte stellte die S\u00fcdth\u00fcringer Fruchtsaft und Spirituosen GmbH Meiningen aus Ritschenhausen zur Verf\u00fcgung. Die Schloss-Stuben schenken traditionell Bier der Meininger Privatbrauerei aus. \u201eDie Qualit\u00e4t der Produkte war durchweg sehr gut\u201c, sch\u00e4tzte Norbert Ungerecht ein. Allerdings m\u00fcsse man mit den regionalen Produzenten noch \u00fcber die Lieferlogistik und vor allem \u00fcber den Preis f\u00fcr Gro\u00dfabnehmer sprechen. \u201eIch muss mich als Gastronom darauf verlassen k\u00f6nnen, dass p\u00fcnktlich und wie bestellt geliefert wird. Und ich brauche einen Preis, den meine Kunden zu zahlen bereit sind\u201c, meinte der K\u00fcchenchef. Ihm sei schon bewusst, dass man f\u00fcr regional erzeugte Produkte einen etwas h\u00f6heren Preis zahlen m\u00fcsse. Aber die Schere d\u00fcrfe dabei nicht zu weit auseinander gehen.<\/p>\n<p><strong>Viele waren gekommen<\/strong><\/p>\n<p>Zum Treffen der Produzenten, Direktvermarkter und Gastronomen in Meiningen waren auch Vertreter des Meininger Stadtrates gekommen. In Vertretung von B\u00fcrgermeister Reinhard Kupietz hatte Kulturreferentin Dana Kern daran teilgenommen. Der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Ralf Luther, und Ewald Kl\u00fcber nutzten die Gelegenheit, um vier Gastronomiebetriebe der Th\u00fcringer Rh\u00f6n mit den begehrten Silberdisteln auszuzeichnen. Bis zu drei Silberdisteln \u2013 je nach Menge des regionalen Wareneinsatzes \u2013 kann ein Betrieb bekommen. Eine Kommission zertifiziert die Unternehmen im Auftrag der ARGE Rh\u00f6n. Das Hotel \u201eZum L\u00f6wen\u201c in Kaltennordheim erhielt drei, das Hotel \u201eZur guten Quelle\u201c in Kaltensundheim zwei, die Turmuhrenklause Am\u00f6nenhof in Oepfershausen zwei, und das Landhotel \u201eZur gr\u00fcnen Kutte\u201c in Bernshausen ebenfalls zwei Silberdisteln.<\/p>\n<p>Weitere Termine f\u00fcr die \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c in der Th\u00fcringer Rh\u00f6n stehen bereits fest. Zu einem Seminar \u201eRh\u00f6ner K\u00fcche\u201c wird am 16. Februar in die Gastst\u00e4tte \u201eZum gr\u00fcnen Baum\u201c nach Bettenhausen eingeladen. Am 2. und 3. M\u00e4rz werden wieder Schulungen f\u00fcr das Servicepersonal von Gastst\u00e4tten stattfinden. Spezielle Schulungen zur Verarbeitung von Ziegen- und Lammfleisch sowie eine weitere gew\u00fcnschte Schulung sind f\u00fcr den 24. und 25. M\u00e4rz im Staatlichen Berufsbildungszentrum Bad Salzungen geplant. Am 18. M\u00e4rz l\u00e4dt die Projektgruppe des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes alle Gastronomen zu einer Busfahrt ein, um Produzenten und Direktvermarkter der Region sowie ihre jeweiligen Betriebe direkt vor Ort kennen zu lernen. Ebenfalls wird an einem l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Lehrlingswettbewerb in Bad Salzungen f\u00fcr K\u00f6che und Service am 7. Oktober 2009 gearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Meiningen. 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