{"id":20200,"date":"2009-01-27T07:03:36","date_gmt":"2009-01-27T06:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=20200"},"modified":"2009-01-27T08:01:20","modified_gmt":"2009-01-27T07:01:20","slug":"neuer-vorstoss-fuer-mehr-regionale-produkte-in-den-rhoener-gaststuben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=20200","title":{"rendered":"Neuer Vorsto\u00df f\u00fcr mehr regionale Produkte in den Rh\u00f6ner Gaststuben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bad Salzungen<\/strong>. Erneut reichten die Pl\u00e4tze kaum aus, als sich zum 3. Mal im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes der ARGE Rh\u00f6n Gastronomen und Produzenten aus der Region trafen. Diesmal hatte die K\u00fcche des Hotels und Restaurants \u201eKurhaus am Burgsee\u201c aus verschiedenen regionalen Zutaten ein Buffett bereitet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-20201\" title=\"ARGE Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-1-265x208.jpg\" alt=\"ARGE Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" width=\"265\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-1-265x208.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-20202\" title=\"ARGE Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-2-265x195.jpg\" alt=\"ARGE Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" width=\"265\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-2-265x195.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/090126-arge-2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p><strong>Einsatz der Gelder hat sich gelohnt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs ist notwendig, dass es zwischen den Produzenten, Direktvermarktern und Gastronomen eine Kommunikation gibt, um \u00fcber Qualit\u00e4t und Preis der Produkte zu sprechen. Wichtig ist aber auch, die regionalen Erzeugnisse und ihre Qualit\u00e4t zu kennen \u2013 und dazu muss man sie probieren\u201c, meinte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rh\u00f6n, Ewald Kl\u00fcber. Das Gastronomieprojekt, das vor drei Jahren in der bayerischen Rh\u00f6n startete und inzwischen abgeschlossen ist, wurde von der EU im Rahmen der europ\u00e4ischen Gemeinschaftsinitiative LeaderPlus gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf in der ARGE Rh\u00f6n zusammen geschlossenen Landkreise \u00fcbernehmen die Kofinanzierung, erkl\u00e4rte er. Der Einsatz der Gelder habe sich im bayerischen Teil der Rh\u00f6n gelohnt, und auch beim Gastronomieprojekt in der Th\u00fcringer Rh\u00f6n mit dem Titel \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c gebe es eine gro\u00dfe Bereitschaft der Beteiligten, dieses wirklich und dauerhaft mit Leben zu erf\u00fcllen. Dabei verwies Kl\u00fcber auf die zwei Informations- und Verkostungsveranstaltungen im November 2008 in Dermbach und Birx, bei denen sich unerwartet viele Produzenten, Direktvermarkter und Gastronomen trafen.<\/p>\n<p>Inzwischen seien aus diesen Begegnungen zus\u00e4tzliche Kooperationen entstanden, die letztlich dazu dienen, Arbeitspl\u00e4tze sowohl in der regionalen Landwirtschaft als auch im regionalen Gastgewerbe bis hin zum Dienstleistungsbereich zu erhalten. Darin liege auch eine Chance, dass junge Leute in Zukunft wieder eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat sehen und diese eben nicht verlassen. Die Rh\u00f6ner Genusstour entwickle sich so zu einem echten Wirtschaftsf\u00f6rder-Faktor in der Region.<\/p>\n<p>Martina Kl\u00fcber, Touristikerin aus Schleid, bezeichnete das kulinarische Erbe als ein besonders wichtiges Kulturgut f\u00fcr eine Region wie die Rh\u00f6n. Typische regionale Produkte und ihre besonderen Herstellungsverfahren seien die Basis der Esskultur einer Region. Napoleon Bonaparte habe beispielsweise seinerzeit das Rh\u00f6nlamm als Delikatesse entdeckt. Heute stehe es in vielen gehobenen Restaurants Frankreichs auf der Speisekarte. \u201eWir m\u00fcssen uns fragen, warum das bei uns nicht so ist\u201c, meinte Martina Kl\u00fcber. In Befragungen h\u00e4tten viele G\u00e4ste angegeben, dass sie unter anderem wegen dem regionalen Essen und Trinken in die Rh\u00f6n kommen. Zuallererst sei es aber die Landschaft.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Kulturlandschaft kann aber nur erhalten werden, wenn die Landwirtschaft Perspektiven hat und die Fl\u00e4chen weiterhin mit K\u00fchen, Schafen und Ziegen beweidet. Um ihre Tiere zu einem vern\u00fcnftigen Preis verkaufen zu k\u00f6nnen, braucht sie die regionale Gastronomie. Es geht also beim Gastronomieprojekt der ARGE Rh\u00f6n nicht nur um das Essen schlechthin, sondern es dient auch dem Erhalt des Landschaftsbildes und damit der St\u00e4rkung des Tourismus.\u201c Die Rh\u00f6n sei eine Destination unter vielen in Deutschland, die allesamt im Wettbewerb miteinander stehen. \u201eNur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, ist diese Destination stark\u201c, sagte die Touristikerin. Das Projekt der ARGE Rh\u00f6n sei dazu da, um alte regionale Kreisl\u00e4ufe wieder anzukurbeln. \u201eMit Leben erf\u00fcllen muss es aber jeder selbst.\u201c<\/p>\n<p><strong>G\u00e4ste kommen wegen dem &#8220;drum herum&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Gastronomin Brigitte Vorndran aus Bischofsheim, die urspr\u00fcnglich aus Dorndorf stammt und in der Projektgruppe des Gastronomieprojektes f\u00fcr die Th\u00fcringer Rh\u00f6n als erfahrene Projektentwicklerin mitarbeitet, berichtete den anwesenden Produzenten, Direktvermarktern und Gastronomen \u00fcber ihre pers\u00f6nlichen Erfahrungen, konsequent auf regionale Produkte in der Gastst\u00e4tte umzustellen. \u201eAls wir vor \u00fcber zehn Jahren damit begonnen haben, haben viele dar\u00fcber gel\u00e4chelt. Heute l\u00e4cheln auch noch welche, aber es sind weniger, und wir sind glaubhafter geworden.\u201c Die G\u00e4ste, hob Brigitte Vorndran hervor, kommen nicht wegen dem fertig panierten Schweineschnitzel in die Rh\u00f6n, das von Hamburg bis M\u00fcnchen \u00fcberall gleich schmeckt. \u201eSie kommen wegen dem, was es nur noch hier gibt. Wenn wir Gastronomen eng mit unseren Produzenten vor der Haust\u00fcr zusammen arbeiten, dann k\u00f6nnen sich die G\u00e4ste auch den Bauernhof, die K\u00e4serei oder die Brennerei ansehen, von denen die Produkte stammen. Das er\u00f6ffnet v\u00f6llig neue Perspektiven f\u00fcr einen einzigartigen Tourismus\u201c, sagte Vorndran.<\/p>\n<p>Torsten St\u00fctz, ebenfalls Projektmitarbeiter und Inhaber des Keltenhotels \u201eGoldene Aue\u201c in S\u00fcnna, wies darauf hin, dass oft \u00fcber den h\u00f6heren Preis f\u00fcr regionale Produkte gesprochen werde. \u201eEs gibt aber durchaus Produkte aus der Region, die sogar g\u00fcnstiger sind, beispielsweise Bier oder Wasser.\u201c Das Besinnen auf eine traditionelle regionale K\u00fcche sei eine Motivation f\u00fcr den Gastwirt. \u201eDenn damit kann er sich von der gro\u00dfen Masse abheben\u201c, meinte St\u00fctz. \u201eDer Preis eines Produktes entsteht immer danach, was in ein Produkt hineinkommt\u201c, erg\u00e4nzte Holger Pfaff, Landwirt aus Dermbach. Er stellt Bauernhofeis her \u2013 aus hofeigener Milch und hofeigener Sahne. Au\u00dferdem verwendet er ausschlie\u00dflich frische Fr\u00fcchte und keine Farb- und Aromastoffe wie in der Industrie. \u201eDadurch schmeckt das Produkt unverwechselbar, und der Gast honoriert das, auch wenn es teurer als das Eis aus der Tiefk\u00fchltruhe ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>Das Auge isst mit<\/strong><\/p>\n<p>Dass Gerichte aus regionalen Zutaten nicht nur schmecken, sondern auch durchaus ansprechend angerichtet sein k\u00f6nnen, bewiesen K\u00fcchenleiter Christian Wilhelm und der gastronomische Leiter J\u00fcrgen Ulbrich mit ihren Teams vom Hotel und Restaurant \u201eKurhaus am Burgsee\u201c sehr eindrucksvoll. Enten, Nudeln und Kartoffeln lieferte die Agrargenossenschaft \u201eRh\u00f6nland\u201c in Dermbach f\u00fcr das regionale Buffett. Das Lamm, die Salami und der Rh\u00f6ner Landschinken kamen von der Landschaftspflege-Agrarh\u00f6fe GmbH &amp; Co. KG in Kaltensundheim; der Rotkohl vom \u00d6kozentrum \u201eWerratal\u201c in Vachdorf. Die B\u00e4ckerei Eckardt aus Bad Salzungen lieferte das \u201eKeltenbrot\u201c; Norbert Iffert aus Steinbach die Forellen. Die Bio-Eier stammten vom \u201eGefl\u00fcgelparadies\u201c in Bad Salzungen und der Honig von Alfred Dietzel aus Schweina.<\/p>\n<p>Weitere Termine f\u00fcr die \u201eRh\u00f6ner Genusstour\u201c in der Th\u00fcringer Rh\u00f6n stehen bereits fest. Ein n\u00e4chstes Treffen zwischen Produzenten, Direktvermarktern und Gastronomen wird es am 5. Februar in Meiningen geben. Interessierte k\u00f6nnen sich bei der ARGE Rh\u00f6n oder dem Projektteam melden. Zu einem Seminar \u201eRh\u00f6ner K\u00fcche\u201c wird am 16. Februar in die Gastst\u00e4tte \u201eZum gr\u00fcnen Baum\u201c nach Bettenhausen eingeladen. Am 2. und 3. M\u00e4rz werden wieder Schulungen f\u00fcr das Servicepersonal von Gastst\u00e4tten stattfinden. Spezielle Schulungen zur Verarbeitung von Ziegen- und Lammfleisch sowie eine weitere gew\u00fcnschte Schulung sind f\u00fcr den 24. und 25. M\u00e4rz im Staatlichen Berufsbildungszentrum Bad Salzungen geplant. Am 18. M\u00e4rz l\u00e4dt die Projektgruppe des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes alle Gastronomen zu einer Busfahrt ein, um Produzenten und Direktvermarkter der Region sowie ihre jeweiligen Betriebe direkt vor Ort kennen zu lernen. Ebenfalls wird an einem l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Lehrlingswettbewerb in Bad Salzungen f\u00fcr K\u00f6che und Service am 7. Oktober 2009 gearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Salzungen. Erneut reichten die Pl\u00e4tze kaum aus, als sich zum 3. Mal im Rahmen des Th\u00fcringer Gastronomieprojektes der ARGE Rh\u00f6n Gastronomen und Produzenten aus der Region trafen. Diesmal hatte die K\u00fcche des Hotels und Restaurants \u201eKurhaus am Burgsee\u201c aus verschiedenen regionalen Zutaten ein Buffett bereitet.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,37,52],"tags":[],"class_list":["post-20200","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-essen-und-trinken","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20200"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20206,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20200\/revisions\/20206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}