{"id":18494,"date":"2009-01-01T11:35:13","date_gmt":"2009-01-01T10:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=18494"},"modified":"2009-01-01T11:35:13","modified_gmt":"2009-01-01T10:35:13","slug":"erinnerung-an-einen-bedeutenden-botaniker-der-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=18494","title":{"rendered":"Erinnerung an einen bedeutenden Botaniker der Region"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unterweid. <\/strong>Die Spuren, die Otto Arnold als Lehrer und Botaniker hinterlassen hat, sind heute noch bedeutend f\u00fcr die Region. Unter anderem legte der junge Mann in seinem Wohnort einen alpinen Garten an, der nun mit Hilfe der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena wieder in altem Glanz entstehen soll. Sein Hauptverdienst aber ist das Herbarium, das alle Pflanzenarten der Rh\u00f6n enth\u00e4lt und als Grundlage dienen k\u00f6nnte, einmal ein Werk \u00fcber die Flora der Rh\u00f6n zu schreiben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-unterweid.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-18495\" title=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-unterweid-265x198.jpg\" alt=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Carsten Kallenbach\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-unterweid-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-unterweid.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-sonderstempel_2008.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-18496\" title=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-sonderstempel_2008-265x202.jpg\" alt=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n\" width=\"265\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-sonderstempel_2008-265x202.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-sonderstempel_2008.jpg 784w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><!--more--><\/a><\/p>\n<p><strong>Otto Arnold hat die Kinder naturbezogen erzogen<\/strong><\/p>\n<p>Mit einer Gedenkveranstaltung ehrten die Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n und die Gemeinde Unterweid jetzt den beliebten Lehrer und Botaniker, der von 1885 bis 1918 lebte. Der Leiter der Th\u00fcringer Verwaltung des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n, Karl-Friedrich Abe, bedankte sich besonders bei den Mitarbeitern des Rh\u00f6nmuseums in Fladungen, die einen Teil des Arnoldschen Herbariums mitgebracht hatten. \u201eOtto Arnold ist mit seinen Sch\u00fclern sehr liebevoll umgegangen; er hat die Kinder sehr naturverbunden erzogen\u201c, sagte die B\u00fcrgermeisterin von Unterweid, Christel Bittorf-Rasch. Der alpine Garten oberhalb des Lutherplatzes, den Arnold angelegt hatte, sei inzwischen leider verwildert. \u201eAber wir wollen ihn wieder herrichten\u201c, meinte die B\u00fcrgermeisterin. Otto Arnold habe offenbar sehr gern in Unterweid gelebt; 1909 habe er die Chronik des Ortes begonnen.<\/p>\n<p>Neben dem ehemaligen Mitarbeiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Walter Uloth, hat sich auch Prof. Dr. Frank Hellwig, Direktor des Instituts f\u00fcr spezielle Botanik an der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena, mit dem Leben des Rh\u00f6nbotanikers besch\u00e4ftigt. Otto Arnold wurde in Herda an der Werra geboren und kam 1908 an die Halbtagsschule nach Unterweid. 1918 fiel er im Ersten Weltkrieg; kurz vor dessen Ende. \u201eDas Hauptanliegen von Otto Arnold war es, den Menschen die Sch\u00e4tze ihrer Heimat n\u00e4her zu bringen\u201c, sch\u00e4tzte Prof. Hellwig ein. Neben dem alpinen Garten habe er auch Schulg\u00e4rten angelegt. Arnold habe enge Kontakte zum bekannten Rh\u00f6nbotaniker Moritz Goldschmidt aus Geisa gepflegt, der ihn selbst zum Botaniker ausbildete und ein Herbar mit einer Sammlung von 20 000 Pflanzen besa\u00df. Dieses Herbar durfte Otto Arnold nutzen; ebenso die umfassende botanische Literatur Goldschmidts.<\/p>\n<p><strong>War selbst ein Lernender<\/strong><\/p>\n<p>\u201eOtto Arnold war ein junger Mann, der ganz am Anfang seiner botanischen Laufbahn stand. Er war selbst noch ein Lernender\u201c, sch\u00e4tzte der Professor ein. Das Herbarium, das Arnold anlegte und das sich heute im Rh\u00f6nmuseum Fladungen befindet, enthalte alle Pflanzenarten der Rh\u00f6n. \u201eDiese Sammlung muss in Zukunft erst noch genutzt werden. Es gibt zwar Beschreibungen der Flora von Th\u00fcringen, Bayern und Hessen, aber dort befindet sich die Rh\u00f6n immer nur am Rand. Vielleicht findet sich ja jemand, der irgendwann eine Flora der Rh\u00f6n schreibt \u2013 und die kann ohne Benutzung des Herbariums von Arnold nicht entstehen\u201c, hob Hellwig hervor. \u201eWas Otto Arnold botanisch geleistet h\u00e4tte, wenn er nicht in so fr\u00fchen Jahren im Krieg gefallen w\u00e4re, k\u00f6nnen wir nur ahnen. Goldschmidt betrachtete ihn offenbar als denjenigen, der seine begonnene Rh\u00f6nflora beenden k\u00f6nnte.\u201c Prof. Hellwig sicherte den Anwesenden zu, dass der Botanische Garten der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena gerne helfen werde, das Alpinum in Unterweid neu entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Otto Arnold erlebte anl\u00e4sslich der Gedenkveranstaltung in Unterweid auch eine philatelistische Ehrung durch Belege und einen Sonderstempel, den der Meininger Briefmarkensammlerverein entwickelt hatte. Auf ihm ist eine Feuerlilie als stilisierte Pflanze zu sehen. Er besteht insgesamt aus 14 Einzelteilen und wurde auf drei verschiedenen Belegen ausgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Unterweid. Die Spuren, die Otto Arnold als Lehrer und Botaniker hinterlassen hat, sind heute noch bedeutend f\u00fcr die Region. Unter anderem legte der junge Mann in seinem Wohnort einen alpinen Garten an, der nun mit Hilfe der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena wieder in altem Glanz entstehen soll. 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