{"id":18484,"date":"2009-01-02T08:50:54","date_gmt":"2009-01-02T07:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=18484"},"modified":"2009-01-02T08:50:54","modified_gmt":"2009-01-02T07:50:54","slug":"der-bio-bauernhof-als-lernort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=18484","title":{"rendered":"Der Bio-Bauernhof als Lernort"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-bio.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18485\" title=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Verein\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-bio.jpg\" alt=\"Mediendienst f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \/ Verein\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-bio.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/081231-bio-265x160.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>R\u00f6nshausen. <\/strong>Schon seit vielen Jahren ist die Bioland-Hofgemeinschaft R\u00f6nshausen ein fester Partner der hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n. Seit einem Jahr werden die vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten innerhalb des Vereins \u201eBiolandhof R\u00f6nshausen \u2013 Schulbauernhof e.V.\u201c koordiniert. Vereinsvorsitzender und Bauernhofbetreiber Helmut Sch\u00f6nberger stellte jetzt zur Mitgliederversammlung die vielf\u00e4ltigen Projekte der letzten Monate vor.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Vielseitiger Lernort<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Bio-Hof in R\u00f6nshausen gibt es Pferde, Schweine, Fische, H\u00fchner, Rh\u00f6nschafe, Ziegen und Moorschnucken. Jahr f\u00fcr Jahr wird er von vielen Kindergartengruppen und Schulklassen besucht; es gibt K\u00e4seseminare, eine Wollwerkstatt und geologische F\u00fchrungen. Gro\u00dfer Beliebtheit erfreuen sich auch die Familientage und die Bauernhoferlebnistage. \u201eDer Biolandhof in R\u00f6nshausen ist aus unserer Sicht ein vielseitiger Lernort, und das nicht nur f\u00fcr Kinder und Jugendliche, sondern auch f\u00fcr Erwachsene und insbesondere f\u00fcr Lehrer\u201c, sagt der Sachgebietsleiter Biosph\u00e4renreservat beim Landkreis Fulda, Martin Kremer. Der Verein \u201eBiolandhof R\u00f6nshausen \u2013 Schulbauernhof e.V.\u201c ist Mitglied im hessischen Tr\u00e4gerverein des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n, dem Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Hessischen Verwaltungsstelle ist der Hof schon seit Jahren ein zuverl\u00e4ssiger Partner.<\/p>\n<p>Der Verein finanziert sich zu gro\u00dfen Teilen aus den Veranstaltungen, wird aber unter anderem auch vom Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und dem Landkreis Fulda unterst\u00fctzt. \u201eF\u00fcr uns als Landkreis ist es ein gro\u00dfes Anliegen, dass das Thema Umweltbildung wieder eine st\u00e4rkere Gewichtung bekommt\u201c, betont der Erste Kreisbeigeordnete, Dr. Heiko Wingenfeld. Auch im l\u00e4ndlichen Raum sei das Thema Umwelt immer noch zu abstrakt. Die Aufgabe, Kinder an die Umwelt, Landwirtschaft sowie an Tiere und Pflanzen heranzuf\u00fchren, sei daher nicht unbedingt leicht. \u201eWer in seiner Jugend keine M\u00f6glichkeit hat, mit diesen Themen in Verbindung zu kommen, dem wird dieser Aspekt auch sp\u00e4ter verschlossen bleiben\u201c, meint Wingenfeld. \u201eWir als Landkreis brauchen f\u00fcr die Umweltbildung Multiplikatoren, und da ist dieser Verein ein ganz wichtiger\u201c, erg\u00e4nzt der Erste Kreisbeigeordnete.<\/p>\n<p><strong>Wachsende Fangemeinde<\/strong><\/p>\n<p>Auch der B\u00fcrgermeister von Eichenzell, Dieter Kolb, spricht von \u201eeiner wichtigen Einrichtung unserer Gemeinde\u201c. Die Kommune habe daher den Hof in das Rahmenprogramm f\u00fcr die Kindertagesst\u00e4tten aufgenommen.<br \/>\nAm 7. November 2007 war die Gr\u00fcndung des Vereins \u201eBiolandhof R\u00f6nshausen \u2013 Schulbauernhof e.V.\u201c erfolgt. \u201eInzwischen sind wir zu einer wachsenden Fangemeinde geworden\u201c, meint Vorsitzender Helmut Sch\u00f6nberger. Im Laufe des Jahres konnte sich sogar ein Festausschuss etablieren, der unter anderem das Sommerfest organisierte. 16 F\u00f6rderer aus der Region, darunter private Firmen, eine Bank, der Landkreis und die Gemeinde, haben ihre Mitgliedschaft im Verein erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die Fortbildungen f\u00fcr Lehrer haben erst nach der Vereinsgr\u00fcndung begonnen, sagt Sch\u00f6nberger. \u201eAber wir bilden die Lehrer nicht im klassischen Sinne fort, sondern wir bieten eine Zusammenarbeit an.\u201c Auch die Fortbildung f\u00fcr Erzieherinnen ist seit November 2007 ein Bestandteil des Programms auf dem Bioland-Bauernhof. 2009 ist der Verein Partner der Volkshochschule f\u00fcr vier Veranstaltungen mit Erzieherinnen.<\/p>\n<p><strong>Verzicht auf Trinkwasserverschwendung<\/strong><\/p>\n<p>Ein wahrer Renner im zur\u00fcckliegenden Jahr waren die Ziegenk\u00e4seseminare, die in der Scheune durchgef\u00fchrt werden und damit einen urspr\u00fcnglichen Charakter haben. Gern kommen auch Behindertengruppen sowie Vereine auf den Hof, um sich dort zu treffen. Immer wieder auf Interesse sto\u00dfen die Humustoiletten, die es auf dem Hof gibt. Bewusst verzichtet der Biohof darauf, F\u00e4kalien mit teurem Trinkwasser zu beseitigen. Vielmehr gelangen die Ausscheidungen in den ger\u00e4umigen Kompostierbeh\u00e4lter unter dem Sitz und Fu\u00dfboden. Nach jeder Benutzung wird ein Glas voll Strukturmaterial beigegeben, bestehend aus S\u00e4gesp\u00e4nen, Urgesteinsmehl und Holzasche. Dieses bel\u00fcftet, nimmt Feuchtigkeit auf und gleicht das Kohlenstoff-Stickstoff-Verh\u00e4ltnis im Kompostiermaterial aus. Bei korrekter Installation brauchen Humustoiletten keine Wartung. Um eventuelle Krankheitserreger abzut\u00f6ten, findet eine Nachkompostierung \u00fcber den Stallmist statt, in den das Kompostmaterial aus der Toilette sp\u00e4ter eingearbeitet wird.<\/p>\n<p>Helmut Sch\u00f6nberger stammt urspr\u00fcnglich aus Frankfurt. Vor 26 Jahren beschloss er, nach R\u00f6nshausen zu gehen und den Bioland-Bauernhof aufzubauen. Seitdem steht f\u00fcr ihn und die sechs anderen M\u00e4nner, Frauen und Kinder das Leben mit der Natur im Vordergrund. Das Hessische Fernsehen, das im letzten Jahr zweimal \u00fcber den Hof berichtete, bezeichnete das als einen \u201eAusstieg in ein anderes Leben\u201c. Die Einfachheit und zugleich Besonderheit dieser Lebensweise wird an einem kleinen Beispiel deutlich: n\u00e4mlich fr\u00fchmorgens im Garten die Brombeeren zu pfl\u00fccken und anschlie\u00dfend im M\u00fcsli zum Fr\u00fchst\u00fcck zu verzehren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>R\u00f6nshausen. Schon seit vielen Jahren ist die Bioland-Hofgemeinschaft R\u00f6nshausen ein fester Partner der hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n. 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