{"id":184613,"date":"2020-07-14T16:40:27","date_gmt":"2020-07-14T14:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=184613"},"modified":"2020-07-14T16:40:27","modified_gmt":"2020-07-14T14:40:27","slug":"buecher-schreiben-haelt-jung-gerhard-schaetzlein-schreibt-mit-leidenschaft-geschichtliche-heimatgeschichtliche-und-volkskundliche-buecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=184613","title":{"rendered":"B\u00fccher schreiben h\u00e4lt jung &#8211; Gerhard Sch\u00e4tzlein schreibt mit Leidenschaft geschichtliche, heimatgeschichtliche und volkskundliche B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p>Vermutlich kennen ihn viele als Herr Sch\u00e4tzlein, denn bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 arbeitete der geb\u00fcrtige N\u00fcrnberger als Lehrer an der Grundschule in Ostheim und Willmars. Neben dem Unterrichten war er noch im Sport und in der Kommunalpolitik aktiv. Daneben und besonders nach seiner Pensionierung pr\u00e4gt Gerhard Sch\u00e4tzlein noch eine weitere Leidenschaft. Das Schreiben, welchem er bis zum heutigen Tag nachgeht.<\/p>\n<p>Spannende Geschichte(n)<br \/>\nVon 1947 bis heute hat Gerhard Sch\u00e4tzlein 18 geschichtliche, heimatgeschichtliche und volkskundliche B\u00fccher \u00fcber die Rh\u00f6n und ihre Menschen ver\u00f6ffentlicht. Einen halben Meter sind die aufeinandergestapelten B\u00fccher dick. Ob eine Geschichte \u00fcber die DDR-Fl\u00fcchtlinge und ihre Helfer von 1950 bis 1989, die ruhmreiche Vergangenheit einer \u00f6rtlichen Adelsfamilie, die heute spannende Geschichte der vielen Lager des Reichsarbeitsdienstes in der Rh\u00f6n, oder eine Liebeserkl\u00e4rung an seine Heimat Sulzgau \u2013 alle diese Werke stellen ein St\u00fcck wertvoller Zeitgeschichte dar.<\/p>\n<p>Ab sofort online und auf Facebook<br \/>\nWeil er sich w\u00fcnscht, dass noch mehr Menschen seine Werke lesen, hat der 83-j\u00e4hrige seinen Vertrieb modernisiert. Mit Unterst\u00fctzung der Druckerei Mack sind die B\u00fccher nun nicht nur dort vor Ort und im Buchhandel, sondern auch im Online-Versand zu bestellen.<\/p>\n<p>Weiterhin hat der Tr\u00e4ger des Bundesverdienstkreuzes mit seiner ehemaligen Sch\u00fclerin Tonya Schulz von der Werbeagentur texTDesign in Ostheim einen Facebook-Auftritt mit Information zu seiner Person und seinen Werken realisiert. \u201eWir stellen in den n\u00e4chsten Wochen meine B\u00fccher auf Facebook vor.\u201c, freut sich der in Filke lebende ehemalige P\u00e4dagoge. Schon jetzt freut sich Gerhard Sch\u00e4tzlein \u00fcber viele Likes und Freunde, die ihm folgen, allen voran von seinen ehemaligen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern.<\/p>\n<p>B\u00fccher, B\u00fccher, B\u00fccher<br \/>\n1972 erschien die Brosch\u00fcre \u201eFilke, ein Ortsteil von Willmars\u201c, 1985 dann sein erstes Buch \u201eSteinkreuze und Kreuzsteine im Landkreis Rh\u00f6n Grabfeld\u201c. 2009 dokumentierte er \u201e125 Jahre Kinderheim und Kindergarten in Willmars 1884 \u2013 2009\u201c.<\/p>\n<p>Als Folge der heimatkundlichen Arbeit und des gemeindlichen Kontakts entstanden Verbindungen zur Familie Stein. 2008 verfasste Gerhard Sch\u00e4tzlein zusammen mit Ingo Freiherr von Berchem das Buch<br \/>\n\u201eDie Adelsfamilie von Stein und Ostheim v. d. Rh\u00f6n\u201c. 2013 erschien der zweite Band \u201eDie Nordheimer Linie der Freiherren von Stein zu Nord- und Ostheim\u201c und 2019 schlie\u00dflich der dritte Band \u201eDie Bayreuther und die V\u00f6lkersh\u00e4user Freiherren von Stein und die Besitzungen der Gesamtfamilie\u201c.<br \/>\nSehr stark pr\u00e4gte die Wiedervereinigung das Schaffen von Gerhard Sch\u00e4tzlein. Mit Hilfe der damaligen Gemeinder\u00e4tin B\u00e4rbel R\u00f6sch entstand die Fotoausstellung \u201eGrenzerfahrungen\u201c sowie die Brosch\u00fcre \u201eGrenzerfahrungen 1945 bis 1990\u201c, darauffolgend die drei B\u00e4nde \u201eGrenzerfahrungen\u201c. Band 1 mit vier Auflagen 1998 bis 2001, erschien 1988, Band 2 2002, Band 3 2005. Alle drei B\u00e4nde sind vergriffen.<\/p>\n<p>Durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Milit\u00e4rarchiv in Freiburg, Einsicht in die Stasi-Akten und vielen Interviews mit Zeitzeugen entstand 2015 der beeindruckende Band \u201eFlucht aus der DDR von 1950 bis 1989\u201c.<\/p>\n<p>Im Februar 2019 erschien dann die Liebeserkl\u00e4rung an seine Heimat \u201eDer Sulzgau &#8211; eine unbekannte, wundersch\u00f6ne Landschaft der Rh\u00f6n\u201c. Die beiden B\u00e4nde entstanden gemeinsam mit Renate Schauderna, dem inzwischen verstorbenen Walter Jahn und Brigitte Faulhaber.<\/p>\n<p>Lange erwartet erschien 2020 die \u00fcberarbeitete und stark erweiterte Neuauflage des Buchs: \u00e2\u20ac\u00a8\u201eDer Reichsarbeitsdienst in der Rh\u00f6n von 1932 bis 1945. Mit allen Arbeitsdienstlagern in der fr\u00e4nkischen, hessischen und th\u00fcringischen Rh\u00f6n und ihrem Umkreis\u201c.<\/p>\n<p>Neuestes Werk in Arbeit<br \/>\nWer rastet, der rostet. Und deshalb schreibt Gerhard Sch\u00e4tzlein an seinem n\u00e4chsten Buch. \u201eHeinz Ender &#8211; Ein ungew\u00f6hnlicher Lebensweg in der DDR vom Zusammenbruch Hitlerdeutschlands bis zur Ankunft im wiedervereinigten Vaterland\u201c wird es hei\u00dfen und sicher in diesem Jahr erscheinen. Vorgestellt wird es nat\u00fcrlich auf Facebook. Und erh\u00e4ltlich ist es wie alle anderen Werke in der Druckerei Mack in Mellrichstadt, im Buchhandel oder online.<br \/>\nInfo: www.facebook.de\/GerhardSch\u00e4tzlein, Druckerei Mack, Tel. 09776 81 21 0<\/p>\n<p>HINTERGRUND: Lebenslauf<br \/>\nDer am 2. Januar 1937 geborene Gerhard Sch\u00e4tzlein wuchs in Gleisenau (Lk. Ha\u00dfberge) auf. Nach dem Abitur studierte er an der P\u00e4dagogischen Hochschule in Bamberg mit dem Abschluss als Lehrer an Volksschulen. Als erste Schulstelle \u00fcbernahm er die Leitung der Volksschule Filke und arbeitete bis zu seiner Pensionierung 2001 als Oberlehrer an der Grundschule Willmars und als Konrektor an der Grundschule Ostheim. 1960 heiratete er Ingrid Barth aus Mellrichstadt. Heute ist er Vater, Gro\u00dfvater und Urgro\u00dfvater von zwei T\u00f6chtern, vier Enkeln und einem Urenkel.<\/p>\n<p>Sein kommunales, sportliches und kirchliches Engagement brachte ihm zahlreiche Ehrungen, wie beispielsweise die kommunale Verdienstmedaille in Bronze, ein. 1972 \u00fcbernahm er den Vorsitz der Bayerischen Sportjugend und erhielt 2014 aufgrund seines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Engagements das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vermutlich kennen ihn viele als Herr Sch\u00e4tzlein, denn bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001 arbeitete der geb\u00fcrtige N\u00fcrnberger als Lehrer an der Grundschule in Ostheim und Willmars. Neben dem Unterrichten war er noch im Sport und in der Kommunalpolitik aktiv. Daneben und besonders nach seiner Pensionierung pr\u00e4gt Gerhard Sch\u00e4tzlein noch eine weitere Leidenschaft. 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